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Veröffentlicht am 24.03.2026

Packender und vielschichtiger Kriminalroman aus Schweden

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Mit diesem Buch legt der Autor Stefan Ahnhem einen packenden und vielschichtigen Kriminalroman vor und schickt dabei Fabian Risk von der Kriminalpolizei in Helsingborg in seinen siebten Fall.

Man kann ...

Mit diesem Buch legt der Autor Stefan Ahnhem einen packenden und vielschichtigen Kriminalroman vor und schickt dabei Fabian Risk von der Kriminalpolizei in Helsingborg in seinen siebten Fall.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten sechs Bänden der Reihe lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Fabian Risk gönnt sich mit seiner Tochter Matilda eine kleine Auszeit an Bord eines Segelbootes, als die Küste Schwedens plötzlich in völliger Dunkelheit versinkt. Zurück in Helsingborg werden Fabian und seine Kollegen mit einigen Fällen konfrontiert, die sich rund um den Blackout ereignet haben. Als die Ermittler erkennen, dass es zwischen dem Einbruch in eine Bank, dem vermeintlichen Schlaganfall einer Frau und dem Verschwinden eines Kindes einen Zusammenhang gibt, geraten sie ins Visier eines einflussreichen und skrupellosen Netzwerks, dass einen perfiden Plan verfolgt und vor nichts zurückschreckt, um diesen zum Erfolg zu führen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine komplexe und gut aufgebaute Geschichte voran. Ständige Perspektivwechsel zwischen den Hauptprotagonisten sorgen für ein hohes Erzähltempo, bei dem man aber doch sehr aufmerksam lesen muss, damit einem kein wichtiges Detail entgeht. Und obwohl der Autor eine ganze Reihe an aktuellen Themen in die Geschichte einbaut, wirkt diese zu keinem Zeitpunkt überfrachtet. Nach und nach fügt sich alles zusammen und präsentiert am Ende ein überzeugendes Gesamtbild, das keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dass die Hintermänner des Komplotts doch recht früh bekannt sind, nimmt der Geschichte nichts von seiner Spannung, ganz im Gegenteil. Konsequent führt der Autor das Geschehen zu einem fulminanten Showdown, der Fabian Risk und seinen Kollegen einiges abverlangt.

Etwas verwirrend ist hier allerdings der Titel der deutschen Ausgabe gewählt, der keinerlei Bezug zum Inhalt aufweist. Dieser Umstand konnte meinen Lesegenuss allerdings in keinster Weise trüben.

Wer auf komplexe Kriminalromane zu aktuellen Themen steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Abwechslungsreiche Sammlung von kriminellen Kurzgeschichten

Krinifiminifis
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In dieser Anthologie versammelt die Autorin Karin Jäger 24 kriminelle Kurzgeschichten und konnte mich dabei gut und spannend unterhalten.

Eine der Geschichte kommt dabei komplett in Gedichtform daher, ...

In dieser Anthologie versammelt die Autorin Karin Jäger 24 kriminelle Kurzgeschichten und konnte mich dabei gut und spannend unterhalten.

Eine der Geschichte kommt dabei komplett in Gedichtform daher, zudem finden sich am Ende vieler Geschichten kleine Gedichte, die in wenigen Zeilen den Kern der jeweiligen Story noch einmal auf den Punkt bringen.

Wie immer kann in einer solchen Sammlung nicht jeder Beitrag den persönlichen Lesegeschmack zu 100 Prozent treffen, insgesamt bieten die abwechslungsreichen Geschichten aber doch gute Krimiunterhaltung. Zudem eignen sich die Geschichten aufgrund ihrer Länge perfekt für den kleine Krimispaß für zwischendurch.

Meine Favoriten hier waren die Beiträge „Arrangiert“ „Alles für die Katz“, „Wut“ und „Gute Nachbarschaft“, aber auch die anderen Geschichten hatten ihren ganz eigenen Reiz und bieten einen hohen Unterhaltungswert, echte Ausreißer nach unten gab es für mich eigentlich nicht. Und als Liebhaber von bösen Schlusspointen bin ich zudem in einigen der Beiträge bestens bedient worden.

Hier sollte jeder Fan von spannenden Kurzkrimis den einen oder anderen Beitrag ganz nach seinem Geschmack finden.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Grandioser und facettenreicher Polit-Thriller mit einem brisanten Thema

Die Praktikantin
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Mit diesem Buch gelingt dem Autor Horst Eckert erneut ein spannender und äußerst facettenreiche Polit-Thriller zu einem brisanten Thema, der diesmal allerdings nicht im Umfeld der Düsseldorfer Kriminalpolizei ...

Mit diesem Buch gelingt dem Autor Horst Eckert erneut ein spannender und äußerst facettenreiche Polit-Thriller zu einem brisanten Thema, der diesmal allerdings nicht im Umfeld der Düsseldorfer Kriminalpolizei angesiedelt ist, sondern in die Redaktionsräume einer großen Zeitung führt.

Carla Bergmann tritt ihr Praktikum in der Lokalredaktion der Düsseldorfer Morgenpost voller Ehrgeiz und Idealismus an und ist so zunächst ein wenig ernüchtert, als sie erst einmal nur den aktuellen Polizeibericht sichten soll. Dabei stößt sie allerdings auf die Meldung zu einem mysteriösen Einbruch in ein Bürogebäude, in dem regimekritische Exilrussen untergekommen sind, und wundert sich über die seltsamen Reaktionen auf ihre Nachfragen. Steckt etwa der russische Geheimdienst hinter der Aktion und soll dies von den deutschen Behörden vertuscht werden ? Als sich ein geheimnisvoller Informant bei ihr meldet und dann vor ihren Augen ermordet wird, erhält Carla Unterstützung von Jan Koller, Hauptstadtkorrespondent der Morgenpost und einmaliger gefeierter Investigativjournalist. Bei ihren Recherchen, die nach Kiew führen, stoßen die beiden in ein Wespennest voller politischer Verstrickungen.

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, treibt der Autor das atmosphärisch dichte Geschehen voran und treibt es gekonnt immer weiter auf die Spitze, ohne dabei den Bogen zu sehr zu überspannen und den Boden der Realität zu verlassen. Obwohl er dabei eine Vielzahl von weiteren Themen in das Geschehen einfließen lässt, besteht zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer möglichen Überfrachtung der Geschichte. Am Ende führt er alle Erzählstränge gekonnt zusammen und präsentiert eine überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Mit Carla Bergmann schafft er dabei eine Figur, die mit ihrer Hintergrundgeschichte, die hier aber zunächst nur angerissen wird, durchaus eine Menge Potential für weitere Auftritte aufweist.

Wer bereits Bücher aus der Feder von Horst Eckert kennt, wird hier zudem mit dem einen oder anderen gelungenen Gastauftritt belohnt. So tauchen z.B. Melia Adan und Vincent Veih vom Düsseldorfer KK11 auf und auch die Fernsehjournalistin Sarah Wolf war bereits als Hauptfigur in „Der Preis des Todes“ dabei. Vorwissen aus den früheren Büchern von Horst Eckert benötigt man hier aber nicht, es handelt es eher um kleine Easter Eggs für seine Stammleser. Zudem passen diese Figuren gut in die Geschichte und so wirken die Auftritte auch keineswegs aufgesetzt oder gewollt.

Wer auf packende und atmosphärisch dichte Polit-Thriller steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Spannender Kriminalroman, bei dem alle Spuren nach Bielefeld führen

ERBSCHULD
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Mit diesem Buch legt die Autorin Eva Reichmann einen spannenden Kriminalroman vor, der mich zwar nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber doch gut unterhalten konnte.

Als in Südafrika ein Ehepaar ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Eva Reichmann einen spannenden Kriminalroman vor, der mich zwar nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber doch gut unterhalten konnte.

Als in Südafrika ein Ehepaar aus Österreich verschwindet, wird der Sonderermittler Richard Altinger aus Wien auf die Reise geschickt, um die Umstände vor Ort zu klären. Hängt ihr Verschwinden vielleicht mit dem Tod eines Mannes aus Kapstadt zusammen, der scheinbar Selbstmord begangen hat ? Zeitgleich werden im Salzkammergut und im Sauerland zwei Frauen ermordet und die örtlichen Ermittler Georg Krallinger und Wolf Mendelsohn stehen vor einem großen Rätsel. Erst als sich herausgestellt, dass die drei Toten miteinander verwandt waren, kommt Licht ins Dunkel. Und offenbar führen alle Spuren nach Bielefeld, wo Kurt Godejohann schon auf seine Kollegen wartet, um die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen. Dabei liegt der Schlüssel für die Lösung der Mordfälle tief in der Vergangenheit.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre komplexe und gut aufgebaute Geschichte voran. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Allerdings haben mir bei den Figuren so ein wenig die Emotionen gefehlt, so dass mir keiner der ungleichen Ermittler so richtig ans Herz gewachsen ist. Und das ist schade, denn eigentlich weisen die gut aufeinander abgestimmten Ermittler genügend Potential auf, um noch ein bisschen mehr aus der äußerst gelungenen Grundidee der Geschichte herauszuholen. Aber trotz dieses kleinen Makels kann der Krimiplot überzeugen und liefert am Ende eine überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer auf spannende und komplexe Kriminalromane steht, wird hier insgesamt gut bedient und spannend unterhalten. Und die Ermittler empfehlen sich durchaus für weitere Auftritte, egal, ob alleine oder noch einmal im Team.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Packender und eher düsterer Kriminalroman aus Bonn

Waldmann
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Mit diesem Buch legt der Autor Thomas Ziebula einen packenden und eher düsteren Kriminalroman vor, der in Bonn angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Seit die Frau ...

Mit diesem Buch legt der Autor Thomas Ziebula einen packenden und eher düsteren Kriminalroman vor, der in Bonn angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Seit die Frau von Johannes Waldmann während eines Urlaubs in Nigeria spurlos verschwunden ist, steht der erfahrene Ermittler ziemlich neben sich. Als er Jahre später gegenüber einem Kollegen übergriffig wird, bleibt seinen Vorgesetzten keine andere Wahl, als ihn vorübergehend zu beurlauben. Am Vorabend seiner Rückkehr in den aktiven Dienst wird er zu einem Tatort gerufen und mit den Ermittlungen im Mordfall an einem Lokalpolitiker beauftragt. Die Ermittlungen führen Waldmann und seine Kollegen tief in die Machenschaffen des organisierten Menschenhandels und der Zwangsprostitution. Aber ist Waldmann den Abgründen, die dort auf ihn lauern wirklich schon wieder gewachsen ? Und was haben die Journalistin Pia Luninger und die geheimnisvolle Suse, die in der Mordnacht mit einem gestohlenen Streifenwagen einem Auto nachgejagt ist, mit dem Fall zu tun ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und bietet am Ende eine schlüssige Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Dabei entwickelt er zunächst mehrere unterschiedliche Erzählstränge, die erst nach und nach immer stärker ineinandergreifen und schließlich das erschreckende Gesamtbild enthüllen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Johannes Waldmann ist als klassischer Antiheld angelegt, der es einem nicht immer leicht macht, ihn zu mögen. Sein Privatleben und vor allem seine Vergangenheit spielen dann auch eine große Rolle innerhalb der Geschichte, die aktuellen Ermittlungen stehen dabei aber immer im Vordergrund.

Wer auf abgründige und düstere Kriminalromane steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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