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Veröffentlicht am 01.03.2021

Interessante Einblicke in die große, weite Welt des Fußballs aus einer ungewöhnlichen Perspektive

Mroskos Talente
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Auch mit seinem neuen Buch gelingen Ronald Reng mal wieder aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive interessante Einblicke in die große, weite Welt des Fußballs.

Dieses Mal stellt er Lars Mrosko, der ...

Auch mit seinem neuen Buch gelingen Ronald Reng mal wieder aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive interessante Einblicke in die große, weite Welt des Fußballs.

Dieses Mal stellt er Lars Mrosko, der als Scout für Bayern München, den FC St. Pauli und den VfL Wolfsburg gearbeitet hat und später auch noch als Spielervermittler tätig war, in den Mittelpunkt seines Buches und erzählt, wie schmutzig es teilweise hinter den Kulissen des strahlenden Fußballgeschäftes zugeht. Das Buch erzählt aber auch von den schönen Seiten des Fußballs und zeigt auf, warum dieser Sport weltweit so beliebt ist und warum es ihm gelingt, diese Masse an Menschen zu bewegen.

Man begegnet bekannten und weniger bekannten Gesichtern aus der Welt des Fußballes, wie z. B. Felix Magath, Dieter Hoeneß, Peter Hyballa und Wolfgang Dremmler (um nur einige zu nennen) und lernt völlig neue Seiten dieser Personen und auch von den Vereinen, für die sie arbeiten, kennen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2021

Gelungener Auftakt einer Fantasy-Reihe mit tollem Setting und vielschichtigen Protagonisten

Amboreg
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Mit diesem Buch legt die Autorin Iris Hennemann den packenden Auftaktband ihrer Fantasy-Reihe „Amboreg: Die magische Rüstung“ vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte und die Messlatte für die ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Iris Hennemann den packenden Auftaktband ihrer Fantasy-Reihe „Amboreg: Die magische Rüstung“ vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte und die Messlatte für die nachfolgenden Bände so gleich mächtig hoch hängt.

Als das magische Schwert Unaktal gestohlen wird, schickt der Kampforden Dunak tor sofort einige Kampftruppen in die einzelnen Länder des Kontinents Abladur, um das Schwert zurückzuholen. Der Kampfmeister Godered muss dabei mit seinen Mitstreitern ausgerechnet in seine alte Heimat Gotonien zurück, mit der ihn einige unangenehme Erinnerungen verbinden. Doch zunächst muss seine Truppe erst einmal zu einer Einheit zusammenwachsen, um ihrer Aufgabe überhaupt gewachsen zu sein. Und das ist bei den ungleichen und eigenwilligen Charakteren alles andere als einfach.

Mit einem packenden Schreibstil und bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen auf Hochtouren laufen lassen, erschafft die Autorin hier mit viel Liebe zum Detail eine phantastische Welt voller Überraschungen und bestückt sie mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Einige Karten zu Beginn und Zusatzinformationen zum Setting und den Völkern, die dort leben, am Ende des Buches sind mehr als hilfreich, um sich in dieser doch recht komplexen Welt zurechtzufinden. Zugleich lässt sich dabei auch schon gut erkennen, wieviel Potential für die weiteren Bände in dem Setting und den Figuren steckt. Und dieses Potential wird durch die gut aufgebaute Geschichte des Auftaktbandes, die mich schnell packen konnte und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen hat, gleich ordentlich ausgeschöpft.

Einziger kleiner Wermutstropfen ist das offene Ende, das einen mit Entsetzen zurücklässt, weil man sofort wissen will, wie die Geschichte weitergeht. Zum Glück soll der zweite Band noch in der ersten Jahreshälfte 2021 erscheinen, so das sich die quälende Wartezeit auf die Fortsetzung doch einigermaßen in Grenzen hält.

Wer auf satte und atmosphärisch dichte Fantasy-Geschichten steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Aber Vorsicht, hier besteht auch erhöhte Suchtgefahr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2021

Packender Thriller um eine geniale Hackerin im Fadenkreuz dunkler Mächte

The Backdoor Link
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Nachdem mich "Abzweigungen" und „Red Bird“, die ersten beiden Bücher des Autoren Roland Hebesberger, bereits auf ganzer Linie überzeugen konnten, war ich schon sehr gespannt, ob er das hohe Niveau auch ...

Nachdem mich "Abzweigungen" und „Red Bird“, die ersten beiden Bücher des Autoren Roland Hebesberger, bereits auf ganzer Linie überzeugen konnten, war ich schon sehr gespannt, ob er das hohe Niveau auch bei seinem dritten Thriller würde halten können. Diese Frage kann ich nun voller Überzeugung mit ja beantworten.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine verurteilte Hackerin, die seit nunmehr 15 Jahren unter strengen Auflagen und mit einer gefälschten Identität für die IT-Abteilung von Europol arbeitet. Doch sie verbirgt noch ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, das die komplette Cyberwelt auf den Kopf stellen könnte, wenn es ans Tageslicht kommt. Als sie eine Warnung erhält, das sich jemand auf die Suche nach ihrer wahren Identität begeben hat, muss sie Kopf und Kragen riskieren, um sich und ihr Geheimnis zu schützen. Und dabei kann sie niemandem mehr vertrauen.

Mit einem packenden Schreibstil, vielen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte, die er komplett aus der Perspektive seiner Hauptfigur erzählt, voran. So müssen wir uns an ihrer Seite durch ein dichtes Gestrüpp aus Lügen und Verrat kämpfen und dabei versuchen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Details zu ihrer Vergangenheit erhalten wir dabei aber erst im zweiten Teil der Geschichte, wenn sich der Nebel so langsam lichtet und dies einen krachenden Showdown im dritten Teil einleitet. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Auf die bisher übliche Portion Mystery verzichtet der Autor diesmal, dafür gehen die Einblicke in die Cyberwelt ein Stück weit in Richtung Science Fiction. In Sachen Action und Spannung lässt es der Autor dafür wieder richtig krachen, so das beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen bleibt.

Ein rundherum gelungener Thriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite hervorragend unterhalten konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Spannender Bochum-Krimi mit einem interessantem Ermittlerpaar und viel Ruhrgebietsflair

POTT MORTEM 1
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Mit seinem Krimi-Debüt legt der Autor Andi Maas gleich einen überzeugenden Auftritt hin, der für die weiteren Bände der Pott Mortem-Reihe noch viel Gutes erwarten lässt.

Kriminalkommissar Jonas Kompalla ...

Mit seinem Krimi-Debüt legt der Autor Andi Maas gleich einen überzeugenden Auftritt hin, der für die weiteren Bände der Pott Mortem-Reihe noch viel Gutes erwarten lässt.

Kriminalkommissar Jonas Kompalla hat sich nach einem traumatischen Vorfall gerade erst von Berlin ins Ruhrgebiet versetzen lassen und seinen Dienst eigentlich noch gar nicht angetreten, als er bereits mit seinem ersten Mordfall, einem geköpften Schauspieler vor dem Bochumer Schauspielhaus, konfrontiert wird. Schnell wird klar, das der skrupellose Mörder einen pertfiden Racheplan verfolgt und dabei noch weitere Opfer auf seiner Liste hat. Für Kompalla und seine Partnerin Fiona Zapatka beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Mit viel Ruhrgebietsflair und einem hohem Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und lässt sie schließlich in einem spannenden Showdown mit einer überraschenden und zugleich schlüssigen Auflösung münden.
Mit seinem packenden Schreibstil lässt er dabei in Sachen Gewalt und blutigen Details zwar wenig bis nichts aus, schafft es aber auch immer wieder, das Geschehen mit flotten Sprüchen und einem gekonnten Blick für Situationskomik aufzulockern.
Neben den Ermittlungen der Polizei liefern einige Kapitel aus der Sicht des Mörders zwischendurch immer mal wieder kurze Einblicke in dessen Gedankenwelt und zu den Motiven seines Rachefeldzuges, ohne dabei allerdings zu viel zu seiner Identität zu verraten.
Mit Jonas Kompalla und Fiona Zapatka schickt der Autor hier zwei vielschichtig gezeichnete Protagonisten ins Rennen, die nicht nur diese Geschichte tragen, sondern darüber hinaus auch noch reichlich Potential für weitere Auftritte andeuten. Beide schleppen noch den einen oder anderen dunklen Punkt aus ihrer Vergangenheit mit sich herum, wachsen aber im Laufe der Geschichte zu einem echten Team zusammen.
Zusammen mit einigen interessanten und zuweilen auch ungewöhnlichen Nebenfiguren ergibt sich so ein insgesamt überzeugendes Ensemble, von dem ich sehr gerne mehr lesen würde.

Gelungenes Debüt, das allen Anhängern von Krimis aus dem Ruhrgebiet reichlich Spannung bietet und zudem noch echtes Pottfeeling verströmt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2021

Tragikomischer Roman um eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung

Bin noch da
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Mit diesem Buch legt der Autor Sven Stricker einen mehr als gelungenen Roman über eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung voller Tragik und Komik vor. Diese fein aufeinder abgestimmte Mischung, die mich schon ...

Mit diesem Buch legt der Autor Sven Stricker einen mehr als gelungenen Roman über eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung voller Tragik und Komik vor. Diese fein aufeinder abgestimmte Mischung, die mich schon bei den Bücherm um Kommissar Sörensen überzeugen konnte, funktioniert auch diesmal wieder ganz hervorragend und sorgt so für einen hohen Unterhaltungswert mit Tiefe.

Moritz Liebig hat sich nach einer nicht immer leichten Kindheit ein Leben aufgebaut, von dem er immer geträumt hat. Er führt ein kleines, aber gut laufendes Cafe und bildet mit seiner Freundin und ihrem gemeinsamen Sohn eine harmonische kleine Familie. Doch dann steht eines schönen Tages sein Vater Karlheinz vor ihm, um ihn darüber zu informieren, das seine Mutter schon vor drei Monaten gestorben ist. Und er hat da noch eine Bitte: Da er jeglichen Lebensmut verloren hat, soll Moritz ihm helfen, aus dem Leben zu scheiden. Der steht nun vor einer schwierigen Entscheidung, die nicht nur einige schlecht verheilte Wunden wieder aufreißt, sondern sein Leben komplett auf den Kopf stellt.

Mit einem eher lockeren Schreibstil und viel Liebe fürs Detail treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, wird dabei dem ernsten Unterton aber dennoch jederzeit gerecht, ohne ihn ins Lächerliche zu ziehen. Durch immer wieder eingestreute Rückblenden erfahren wir dabei erst nach und nach, warum das Verhältnis zwischen Moritz und Karlheinz so schwierig ist und warum sich Moritz in der Gegenwart im Umgang mit seinem Vater so schwer tut. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die für so manche Überraschung gut sind. Besonders seine Hauptfigur Moritz treibt der Autor dabei immer wieder in herrlich absurde Situationen, aus denen er sich dann wieder herauswinden muss.

Eine wunderbare Geschichte voller Tragikomik, die nicht nur sehr gut unterhält, sondern darüber hinaus auch zum Nachdenken anregt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere