Tauchgang mit Tiefgang – wie Attenborough mir das Meer zurückbrachte
Dieses Buch hat mich erwischt wie eine Welle beim ersten Surfen – volle Breitseite, aber im besten Sinne. Schon nach den ersten Seiten war mir klar: Hier geht’s nicht nur ums Wasser, hier geht’s um alles. ...
Dieses Buch hat mich erwischt wie eine Welle beim ersten Surfen – volle Breitseite, aber im besten Sinne. Schon nach den ersten Seiten war mir klar: Hier geht’s nicht nur ums Wasser, hier geht’s um alles. Attenborough (der alte Meereszauberer) und Butfield nehmen einen mit auf eine Reise durch die Unterwasserwelt, als säße man mit Taucherbrille und Schnorchel direkt neben ihnen im U-Boot.
Man merkt sofort: Die beiden wissen, wovon sie reden – aber sie reden nicht drüber wie ein Biologielehrer nach der dritten Tasse Kaffee. Nein, das ist spannend, poetisch, bildgewaltig und gleichzeitig knallhart ehrlich. Ich habe gelernt, gelacht, gestaunt – und an ein paar Stellen hatte ich Gänsehaut. Und das nicht, weil’s unter Wasser kalt ist.
Die Bilder? Der absolute Wahnsinn. Da will man direkt den nächsten Tauchkurs buchen oder zumindest die Badewanne auffüllen und reinspringen. Und gleichzeitig schreit jede Seite: „Junge, wach auf! Deine Waschmaschine hat mehr Umweltschutz nötig als du denkst!“
Was mich besonders begeistert hat: Trotz aller Dramatik bleibt das Buch hoffnungsvoll. Keine öde Weltuntergangsstimmung, sondern ein motivierender Tritt in den Hintern mit Flossen-Charme. Attenboroughs Liebe zur Natur tropft aus jeder Zeile wie Salzwasser aus dem Schnorchel.
Kurzum: „Ozeane“ ist ein Schatz – irgendwo zwischen Schatzkarte, Abenteuerroman und Rettungsmission. Und es hat mir gezeigt, dass wir diese letzte große Wildnis nicht verlieren dürfen, nur weil wir zu bequem sind, den Müll aus dem Sand zu klauben.
Fazit: Ein epischer Tauchgang mit Hirn, Herz und Humor. Pflichtlektüre für alle, die noch glauben, Fischstäbchen wachsen im Tiefkühlfach.