Spannender Paderbornkrimi mit starkem Ermittler und kleinen Längen
Mit „Paderquellen – Bär ermittelt“ liefert Dirk Möller einen atmosphärischen Paderbornkrimi rund um Naturschutz, Bürgerproteste und ein verborgenes kriminelles Netzwerk. Als der bekannte Aktivist Tobias ...
Mit „Paderquellen – Bär ermittelt“ liefert Dirk Möller einen atmosphärischen Paderbornkrimi rund um Naturschutz, Bürgerproteste und ein verborgenes kriminelles Netzwerk. Als der bekannte Aktivist Tobias Keller während des Libori-Festes tot an den Paderquellen aufgefunden wird, übernimmt der neue Ermittler Max Bär gemeinsam mit einer jungen Kommissarin den Fall. Schnell wird klar, dass hinter dem Mord mehr steckt als nur der Streit um den Nationalpark im Eggegebirge.
Der Krimi hat mir insgesamt sehr gut gefallen und war über weite Strecken richtig spannend. Besonders Max Bär ist ein interessanter Ermittler: verschlossen, unbequem und hartnäckig. Er verbeißt sich in den Fall und gibt nicht auf, auch wenn er damit aneckt. Die Dynamik mit der jungen Kollegin funktioniert ebenfalls gut.
Positiv fand ich außerdem das Lokalkolorit. Einige Orte in Paderborn habe ich direkt wiedererkannt, was dem Ganzen zusätzliche Atmosphäre verleiht. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig.
Ein kleines Problem hatte das Buch für mich allerdings im Mittelteil. So etwa ab Seite 200 zieht sich die Handlung etwas und verliert kurzzeitig an Spannung. Dafür gibt es später wieder ein wirklich starkes, seitenlanges Highlight, das mich komplett gepackt hat.
Das Ende kam mir dann allerdings etwas zu abrupt. Statt eines sehr kurzen Epilogs hätte ich mir noch ein paar zusätzliche Seiten gewünscht, um manche Entwicklungen runder abzuschließen.
Trotz kleiner Schwächen ein lesenswerter Regionalkrimi mit einem starken Ermittler und spannendem Thema. 4 von 5 Sternen.