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Veröffentlicht am 20.08.2019

Jacqueline Lochmüller Fränkische Vergeltung

Fränkische Vergeltung
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2016, Emons

Fee zum Buchinhalt:
Hanno Reichert hat einen Verkehrsunfall und fährt gegen den Baum. Dann stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Benita Luengo und ihr Kollege ermitteln.

Fees Meinung:
Auf ...

2016, Emons

Fee zum Buchinhalt:
Hanno Reichert hat einen Verkehrsunfall und fährt gegen den Baum. Dann stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Benita Luengo und ihr Kollege ermitteln.

Fees Meinung:
Auf Seite 36 hab ich dann aufgegeben.

S. 10 Benita Luengo möchte 2 Schokoladencroissants und zwei Laugenstangen kaufen.
S. 12 Jetzt bestellt sie 3 Schokoladencroissants, dabei mag sie nichts Süßes und soll für ihren Kollegen 2 mit einkaufen.
So was irritiert total. Das ist – für mich - nicht plausibel.

S. 22 Rückständigkeitsdiskussion, weil Wagner keine Mikrowelle hat und Spinat noch mal warm machen oder nicht. Und so was hat nix mit dem Alter zu tun, sondern mit der Einstellung.
Irgendwie macht so was Benita Luengo unsympathisch.

Auf Seite 24 stellt sich dann raus, dass Benita Luengo auch keine Mikrowelle hat. Aber sie hält Hanno Reichert für total rückständig, unter anderem wegen der Mikrowelle.

Das Buch heißt Fränkische Vergeltung, dazu spielt es in Bayreuth. Benita Luengo und ihr Kollege gehen zum Metzger und was kaufen sie? Backschinken, Salamibrötchen, Nudelsalat und ne Bockwurst! Muss man für so was zu einem fränkischen Metzger gehen? Salamibrötchen und Bockwurst bekomm ich inzwischen auch beim Bäcker!

Ich find das Buch total langweilig und nervig, dazu hat es – für mich – überhaupt kein Lokalkolorit und in Bayreuth kenn ich mich auch nicht aus. Es redet niemand fränkisch und sie essen „deutsch“. Aber sie könnten genauso gut im Ruhrgebiet zum Metzger gegangen sein. Von daher hab ich beschlossen, das Buch nicht weiter zu lesen.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Sehr spannend, interessant und spielt an der Ostsee

Die Bernsteinsammlerin
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Seit diesem Buch ist Lena Johannson eine meiner Lieblingsautorinnen, denn ich fand diesen historischen Roman, obwohl er so überhaupt nicht in mein Beuteschema passt, einfach toll und sehr spannend. Die ...

Seit diesem Buch ist Lena Johannson eine meiner Lieblingsautorinnen, denn ich fand diesen historischen Roman, obwohl er so überhaupt nicht in mein Beuteschema passt, einfach toll und sehr spannend. Die Autorin schreibt über Femke, die ein Findelkind ist und vor der Tür eines Weinhändlers abgelegt wird. Sie wächst in einer reichen Familie auf. Als sie einen Mann trifft, der Bernstein bearbeitet, hilft sie ihm in der Werkstatt und hat sehr viel Erfolg damit. Das ganze spielt im frühen 19. Jahrhundert und ist sehr emotional. Ich war die ganze Zeit total mitgerissen. In dieser Geschichte werden ca. die ersten 20 Jahre ihres Lebenswegs beschrieben. Die Charaktere sind so gut beschrieben, dass ich sie mir alle vorstellen konnte. Sogar im Krieg setzt sich Fehmke durch.

Und wer die Bernsteinsammlerin liebt, wie die Bernsteinheilerin (also Teil 2) lieben. Denn da wird einiges enthüllt, was bei Teil 1 im Dunklen bleibt.

Ein sehr empfehlenswerter, emotionaler Roman, bei dem es mir nie langweilig wurde, auch wenn es ein historischer Roman ist. Aber er spielt in Lübeck, also an der Ostsee. Und wie schon gesagt, Lena Johannson ist eine sehr gute Autorin.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Mordseifersucht, niedliche Katze und viiiel indisch

Mordshass
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Fee zum Inhalt:
Der indisch stämmige Kriminalkommissar vom Bodensee, Surendra Sinha, ist momentan beurlaubt und zu Hause in Waiblingen bei seinen Eltern. Surendras Freundin Vidya Kapoor wird umgebracht ...

Fee zum Inhalt:
Der indisch stämmige Kriminalkommissar vom Bodensee, Surendra Sinha, ist momentan beurlaubt und zu Hause in Waiblingen bei seinen Eltern. Surendras Freundin Vidya Kapoor wird umgebracht und der Kommissar findet den toten Mörder, den er schon kennt und der ihm zuvor Rache schwor. Für Malte Jacobsen von der Kripo Waiblingen ist alles klar, während seine Kollegin Melanie Brentel ganz anderer Meinung ist. Aber Malte ist eifersüchtig, weil sich Melanie mit Sinha so gut versteht.

Fees Meinung:
In diesem Krimi treffen 3 Krimikommissare - von 2 Autorinnen - aufeinander. Ingrid Zellners Surendra Sinha und Simone Dorras Ermittlerteam Malte Jacobsen und Melanie Brentel. Dazu findet eine kleine Katze bei Surendra Sinha ihr neues Zuhause. Die Katze macht sich wirklich gut im Krimi.

Es gibt viele Verdächtige in dem Krimi, so dass man ständig rätselt, wer der Mörder ist und ein Gärtner kam nicht vor (? ). Sehr viele Frauen hassen den Mörder, aber die meisten haben ein Alibi. Die Charaktere sind gut gezeichnet, so dass ich sie mir vorstellen kann. Das Thema „Vergewaltigung“ an Frauen, die noch Jahre später davon gezeichnet sind und nie wieder ein richtiges Leben führen können, ist sehr gut gewählt, denn irgendwie ist das ein Thema, das hierzulande fast totgeschwiegen wird. Es gibt auch kaum oder keine hilfreiche Hilfe für die involvierten Familien.

Der Spannungsbogen geht immer wieder steil nach oben, bis er in einem gnadenlosen Showdown endet, der eine Gänsehaut hervorruft, und wieder ist Surendra Sinha am Ort des Geschehens. Da der Inder ständig da ist, wo er nicht sein soll mag Malte ihn nicht und ist er wahnsinnig eifersüchtig, während Melanie auf ihr Bauchgefühlt hört.
Einziger Wermutstropfen ist der etwas spärlich gesäte schwäbische Lokalkolorit. Er ging schon fast unter, weil es sehr, sehr viel „indisch“ gab, was den Krimi sehr exotisch anhauchte, nun ja, es war eher ein Tropensturm. Der bayrische Kommissar am Telefon klang sehr lebensecht und gefiel mir sehr gut. Hinterher, am Buchende gab es dann Übersetzungen und da war ich erstaunt, wie viel Französisch da dabei war. Da ich Französisch in der Schule hatte und diese „einfachen“ Worte kannte, fiel es mir erst am Schluss auf. Aber es ist eine Frage der Erwartungshaltung. Was erwarte ich in einem Krimi, der in Waiblingen spielt? Das könnte für manchen Leser zu negativen Überraschungen führen. Mir jedenfalls hat es gut gefallen. Daher würde ich raten, noch etwas „derartiges“ unter den Rückentext zu schreiben. Denn es ist doch was „besonderes“ und nicht „bloß ein schwäbischer Krimi“. Letzteres würde ich ja nie sagen, aber ich hab das zu meinem Leidwesen schon in Rezis gelesen.

Das Cover ist wieder mal sehr ausdrucksstark und passt wunderbar zum Thema. Auch sonst ist die Gestaltung des Buches sehr schön. Allerdings merkt man sehr, beim „Silberburg Verlag“ (den es nicht mehr so gibt) Buch, dass ihm der „schwäbische Charme“ (Orginalton mein Ehemann) fehlt.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein sehr spannender Krimi bei dem ich den Mörder nicht mal erahnt habe. Die Idee, zwei Autorinnen bzw. ihre Protagonisten aufeinandertreffen zu lassen, beschert dem Leser einen sehr dramatisch-reizvollen Krimi, den zu lesen es sich lohnt. Dazu kommt der indische Wirbelsturm, etwas bayrisch und französisch und sehr dezent ein bissle schwäbischer Lokalkolorit. Aber alles in allem, mal was anderes, und dadurch wieder sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 18.08.2019

zu viele Wiederholungen

Das Löwenmädchen
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Erik Fosnes Hansen, Das Löwenmädchen
2009, Fischer

Inhalt vom Buch abgeschrieben:
„Das Löwenmädchen“ erzählt eine fremde und doch wundersam nachvollziehbare Kindheitsgeschichte. Erik Fosnes Hansen verführt ...

Erik Fosnes Hansen, Das Löwenmädchen
2009, Fischer

Inhalt vom Buch abgeschrieben:
„Das Löwenmädchen“ erzählt eine fremde und doch wundersam nachvollziehbare Kindheitsgeschichte. Erik Fosnes Hansen verführt seine Leser, so als spiele alle Literatur in der Zeit von „Es war einmal“.

Fees Meinung:
Also ich hab eine Rezension gelesen bei Amazon und da steht, als Hörbuch musste die Rezentin zum ersten Mal ein Hörbuch abbrechen, wegen den ständigen Wiederholungen. Sie meinte, als Leser wäre es vielleicht nicht so schlimm, weil man es überlesen könnte.

Als Leser muss man aber oft die ganze Geschichte lesen, und wenn da wie bei der ersten Geschichte Marktgeschrei auf 3 Seiten ungefähr 9 mal liest: „Trrreten sie näher!“, dann denkt man sich auch: Hilfe wo war der Lektor? Ist das um das Buch vollzubekommen? Oder hier darf jeder Autor sein, der meint, er hätte was zu sagen?

Bei Seite 130 hab ich das ganze schon mit Humor gesehen:
„Weihnachtsbaumfeier in Fredheim…. Weihnachtsbaumfeier…Weihnachtsbaum…Weihnachtsbaumfeier in Fredheim…Weihnachtsbaumfeier…Weihnachtsbaum… Weihnachtsbaumfeiern.. Weihnachtszeit…Baum… Baum… Baum…“ Und das auf einer dreiviertel Seite.

Das Buch ist nett, teilweise kitschig, aber mit 13 lebt dann Eva ihre Sexualität aus. Wobei ich das, samt ihren Eroberungen irgendwie nicht glaubhaft finde. Also das gefällt mir gar nicht. Hanna ist am ganzen Körper behaart, deshalb kommt sie irgendwie in so eine „Freak Show“. Teilweise ist man als Leser direkt im Geschehen, teilweise kann man Abstand halten.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ich mag das Buch nicht wirklich und echt, ich hatte Mühe das zu Lesen, wobei ich einiges quergelesen hatte, denn das war mir dann doch zu viel. Es ist mehr eine „Außenseitergeschichte“, wer daran und an ständigen Wiederholungen interessiert ist, der sollte dieses Buch lesen. Wer aber meinen Lesegeschmack hat, sollte sich nicht wirklich mit diesem Buch abgeben. Ich mag das Buch nicht und ich habe mich eher durchgequält, weil mir irgendjemand sagte, das sei ein toller skandinavischer Autor. Doch er ist in New York geboren und lebt in Oslo.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Hallig Hooge Teil 2

Frische Brise auf dem Sommerdeich
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Fees Meinung und Buchinhalt:
Katja Just beschreibt ihr Leben auf der Hallig Hooge. Es ist schon der 2. Teil. Teil eins muss man zuvor nicht gelesen haben. Ich werde dies aber nachholen.

Die Autorin ...


Fees Meinung und Buchinhalt:
Katja Just beschreibt ihr Leben auf der Hallig Hooge. Es ist schon der 2. Teil. Teil eins muss man zuvor nicht gelesen haben. Ich werde dies aber nachholen.

Die Autorin schreibt sehr unterhaltsam und bildlich. Ich kann mir das Ganze sehr gut vorstellen. Das Buch war deshalb auch viel zu schnell ausgelesen und die Geschichten prägen sich bei mir ein.

Am meisten hat mich die Geschichte mit den Kühen berührt, als Katja Abschied nehmen musste, da die Kühe über den Winter auf dem Festland sind. Das fand ich sooooooooo schade und ich konnte so richtig mit ihr mitleiden. Das ist ja fast wie auf einer Alm.

Schön fand ich auch die Geschichte mit dem Jungen, dem sie die Angst vor der Dunkelheit nahm. Auch die Geschichte mit den Sternen, die wir ja in der Stadt gar nicht mehr sehen, hat mich sehr berührt.

Sehr traurig fand ich die Geschichte, mit ihrem Bekannten, der ein Cafe in ihrer Nachbarschaft aufmachen wollte und der das Halligleben doch nicht aushalten konnte. Für Katja tat mir das echt total leid. Lustig war aber dann doch: Die Russen kommen.

Katja Just beschreibt ihre Erlebnisse mit sehr viel Empathie und Liebe. Ich würde mich sehr freuen, wenn es einen Teil 3 geben würde.

Ich habe auf jeden Fall wieder mal sehr viel in einem Buch gelernt. Für mich kommt Hallig-Urlaub in Frage, aber auf keinen Fall ein Leben auf der Hallig. Ich bewundere die Autorin, wie sie das schon seit 20 Jahren schafft und hoffe für sie, dass sie noch lange auf Hooge lebt.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist immer so typisch für die Geschichte und auch die „Art Kleber“ mit Titel und Autor, das so auffällig ist, mit Wiedererkennungseffekt. Ich finde das einfach klasse. Es passt alles so schön zusammen. 1 mit Sternchen.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein Buch für alle, die schöne, tiefer gehende Geschichten von einem „anderen“ Leben mögen. Katja Just schreibt sehr unterhaltsame Geschichten. Ich liebe die EdenBooks total. Auch hier ist wieder ein tolles Buch entstanden. 5 Sterne für dieses wundervolle Werk.