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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2026

Ein absoluter Nervenkitzel mit Suchtfaktor – Wow, wow, wow!

Alles ihre Schuld
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Eigentlich stand ein ganz anderes, dickes Buch auf meinem Leseplan, aber "Alles ihre Schuld" von Andrea Mara aus dem Goldmann Verlag hat mich allein durch das prächtige Cover magisch angezogen – wie die ...


Eigentlich stand ein ganz anderes, dickes Buch auf meinem Leseplan, aber "Alles ihre Schuld" von Andrea Mara aus dem Goldmann Verlag hat mich allein durch das prächtige Cover magisch angezogen – wie die Motten das Licht!

Obwohl Psychothriller, besonders wenn Kinder involviert sind, eigentlich gar nicht mein Hauptgenre sind, hat mich dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite komplett umgeblasen.

Der Einstieg in die Story ist packend, und der Schreibstil ist unglaublich mitreißend. Als Leser versucht man natürlich ständig, die Puzzleteile zusammenzusetzen und ahnt so einiges – aber am Ende kommt alles ganz anders und noch viel, viel schlimmer! Die menschlichen Abgründe, die sich hier auftun, sind der absolute Wahnsinn. Ich wurde beim Lesen einfach immer nur noch entsetzter über die Wendungen, die diese Geschichte nimmt.

Die Charaktere sind fantastisch ausgearbeitet. Meine absolute Lieblingsfigur war Jenny. Über Marissa hingegen möchte ich am liebsten gar kein Wort verlieren! Der Täter in dieser Geschichte ist wirklich das Allerletzte. Umso erlösender und befriedigender war das Finale: Ich hätte niemals gedacht, dass die Geschichte so ausgeht, aber das Buch ist am Ende zutiefst gerecht.

Lesezeichenfees Fazit:
Ein absolut grandioser und nervenzerreißender Thriller, der den Leser mit einem tief befriedigenden und gerechten Gefühl entlässt! Wer das Buch gelesen hat, wird bei diesem Ende übrigens genau wie ich sofort an eine Fortsetzung im Liebesroman-Stil denken – die Charaktere würden es absolut hergeben. Ein meisterhaftes Werk und ein echtes Lese-Highlight, für das ich begeisterte 10 Feensternchen vergebe!

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Aufwühlend, stürmisch und sehr einfühlsam geschrieben

Sturmland
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Der Auftakt der Sturmland-Saga von Miriam Georg hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Das Buch ist von rororo und das Cover passt wunderbar dazu. Toll ist der Softcover Einband, bei dem am Anfang ...

Der Auftakt der Sturmland-Saga von Miriam Georg hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Das Buch ist von rororo und das Cover passt wunderbar dazu. Toll ist der Softcover Einband, bei dem am Anfang nach dem Umklappen die Insel Norderney um 1800 zu sehen ist.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr atmosphärisch, sodass ich schnell in die Geschichte eintauchen konnte.
Im Mittelpunkt steht Cora, die Tochter einer Hamburger Reedersfamilie, die aus ihrem bisherigen Leben fliehen muss und unter falschem Namen eine Stelle als Hauslehrerin auf Norderney annimmt. Schon kurz nach ihrer Ankunft gerät sie gemeinsam mit ihrer Schülerin Emmi in eine gefährliche Situation. Der Tagelöhner Onnen beobachtet das Unglück und wird schließlich dazu gebracht, mit Cora zusammenzuarbeiten. Zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Verbindung, doch beide tragen Geheimnisse mit sich herum, die ihr Glück bedrohen.
Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere. Cora war für mich eine sehr greifbare Figur, deren Wünsche, Ängste und Konflikte nachvollziehbar dargestellt wurden. Auch Onnen ist vielschichtig beschrieben und seine verschlossene Art macht neugierig auf seine Vergangenheit. Miriam Georg gelingt es, die Figuren lebendig wirken zu lassen und ihre Schicksale miteinander zu verknüpfen.
Sehr gelungen fand ich außerdem den historischen Hintergrund. Die Autorin vermittelt eindrucksvoll das Leben um 1860, die schwierigen Bedingungen auf den Nordseeinseln und die großen gesellschaftlichen Unterschiede dieser Zeit. Themen wie die eingeschränkten Möglichkeiten von Frauen, der Wunsch nach Selbstbestimmung, die Bedeutung von Bildung und die Arbeit der Inselhebammen werden anschaulich in die Handlung eingebunden.
Die Liebesgeschichte zwischen Cora und Onnen ist zwar früh erkennbar, verliert dadurch aber nicht an Spannung. Ihre Beziehung steht unter schwierigen Bedingungen, und die Ereignisse zeigen, dass ein gemeinsames Glück nicht selbstverständlich ist.
Lesezeichenfees Fazit
„Sturmland“ hat mich mit seiner atmosphärischen Darstellung, den starken Figuren und dem gut eingefangenen historischen Hintergrund überzeugt. Der Roman unterhält nicht nur, sondern vermittelt gleichzeitig interessante Einblicke in die Lebensumstände vergangener Zeiten. Das dramatische Ende hat mich (fast nicht) überrascht und lässt viele Fragen offen, sodass ich den zweiten Band der Sturmland-Saga unbedingt lesen muss.

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Veröffentlicht am 09.07.2026

Ein liebevoller Wohlfühlroman mit Krimispannung und norddeutschem Charme

Eine Schwalbe im Sturm
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⭐⭐⭐⭐⭐

Die Schwalbe im Sturm – Schietwetter ist erst ab Windstärke zwölf von Johanna Benden war für mich ein echter Glücksgriff – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe den Roman in einem öffentlichen ...

⭐⭐⭐⭐⭐

Die Schwalbe im Sturm – Schietwetter ist erst ab Windstärke zwölf von Johanna Benden war für mich ein echter Glücksgriff – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe den Roman in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt, und zu meiner Freude stand der zweite Teil direkt daneben.

Nach dem Lesen von Band 1 freue ich mich nun umso mehr auf die Fortsetzung.Die Geschichte beginnt spannend: Eine junge Frau wird bewusstlos im Fahrwasser der Elbe bei Glückstadt gefunden. Sie leidet an Amnesie, und ihre Verletzungen sprechen dafür, dass sie nicht freiwillig ins Wasser geraten ist. Dennoch entwickelt sich die Handlung für mich eher zu einem warmherzigen Roman mit Krimielementen als zu einem klassischen Krimi. Gerade das hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Johanna Benden schreibt flüssig, lebendig und mit viel Charme. Besonders die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet und wirken glaubwürdig und nahbar. Mit der Hauptfigur habe ich von Anfang an mitgefiebert. Durch ihre Amnesie erlebt man ihre Verunsicherung und Orientierungslosigkeit hautnah mit, und ich habe mich jedes Mal gefreut, dass sie eine so wunderbare Freundin an ihrer Seite hat. Gleichzeitig bleiben die Menschen aus ihrem früheren Leben rätselhaft – manches wirkt seltsam, und ich wusste oft nicht, wem ich trauen soll. Genau das macht die Geschichte zusätzlich spannend.Ebenso großartig ist das norddeutsche Lokalkolorit eingefangen. Glückstadt wird so lebendig beschrieben, dass ich am liebsten sofort dorthin reisen würde.

Besonders begeistert haben mich die vielen liebevollen Details des Buches. Die Bleistiftzeichnungen, die kleine Möwe zu Beginn jedes Kapitels sowie das Bonusmaterial zeigen, wie viel Herzblut in diesem Roman steckt. Vorne finden sich Übersetzungen norddeutscher Begriffe, hinten zusätzliche Geschichten – eine davon sogar mit Cliffhanger, die ich mir lieber noch für später aufgehoben habe – sowie ein tolles Rezept.

Mit seinen rund 450 Seiten war das Buch für mich durchgehend ein Lesevergnügen.

Lesezeichenfees Fazit:
Dieser Roman war einer meiner schönsten Funde in einem öffentlichen Bücherschrank. Dass der zweite Band direkt daneben stand, war für mich ein echter Glücksfall. Wer einen blutigen oder actionreichen Krimi erwartet, sollte wissen, dass hier die Geschichte, die Figuren und die Atmosphäre im Mittelpunkt stehen. Gerade diese Mischung aus Spannung, liebenswerten Charakteren, viel Humor, tollem norddeutschen Lokalkolorit und den vielen liebevollen Details macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Ich habe jede der rund 450 Seiten genossen und freue mich riesig auf die Fortsetzung. Von mir gibt es verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Humorvoller Comicspaß für die ganze Familie

Idefix und die Unbeugsamen 09
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René Goscinny und Albert Uderzos Comic Idefix und die Unbeugsamen 09: Im Schatten der Römer ist im Egmont Verlag erschienen.

In diesem Band warten gleich drei neue Abenteuer auf Idefix und seine Freunde. ...


René Goscinny und Albert Uderzos Comic Idefix und die Unbeugsamen 09: Im Schatten der Römer ist im Egmont Verlag erschienen.

In diesem Band warten gleich drei neue Abenteuer auf Idefix und seine Freunde. Dabei geht es turbulent, spannend und vor allem herrlich humorvoll zu. Die Geschichten sind abwechslungsreich erzählt und stecken voller witziger Einfälle, sodass beim Lesen garantiert keine Langeweile aufkommt.

Ich musste beim Lesen immer wieder schmunzeln. Die Figuren sind einfach liebenswert und wachsen einem mit jeder Geschichte mehr ans Herz. Gerade das Zusammenspiel der unterschiedlichen Charaktere sorgt für viele lustige Momente.

Für mich weckt die Reihe schöne Erinnerungen an Asterix und Obelix, die mich schon durch meine Kindheit begleitet haben. Auch als Erwachsene habe ich genauso viel Freude an den Geschichten. Der Humor funktioniert einfach generationsübergreifend.

Fazit: Idefix und die Unbeugsamen – Im Schatten der Römer ist ein rundum gelungener Comic mit viel Charme, Witz und liebenswerten Figuren. Ein Lesevergnügen für Jung und Alt, das einfach Spaß macht und bestens unterhält.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Spannende Fahrt durch Bern mit viel Lokalkolorit

Letzter Halt Weissenbühl
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„Letzter Halt Weissenbühl“ von Marc Du Buisson aus dem Emons Verlag hat mich schon durch seine ungewöhnliche Ausgangsidee neugierig gemacht. Erstaunt war ich allerdings zunächst über den Preis von 22 Euro ...

„Letzter Halt Weissenbühl“ von Marc Du Buisson aus dem Emons Verlag hat mich schon durch seine ungewöhnliche Ausgangsidee neugierig gemacht. Erstaunt war ich allerdings zunächst über den Preis von 22 Euro für ein vergleichsweise kleines Buch mit 239 Seiten – vielleicht spielt hier auch die Herkunft des Schweizer Autors eine Rolle. Das Cover hingegen gefällt mir ausgesprochen gut und macht sofort Lust, das Buch in die Hand zu nehmen.
Die Geschichte spielt fast ausschließlich in der Berner Tramlinie 3, die auf keinen Fall anhalten darf, weil sonst eine Bombe explodieren würde. Der beurlaubte Kommissar Tom Fankhauser muss ausgerechnet den einzigen ungelösten Fall seiner Karriere aufklären. Der Täter hat in der Tram Hinweise versteckt, die Tom finden muss, während sich unter den Fahrgästen auch seine Tochter befindet. Über sein Handy hält er Kontakt zu seiner ehemaligen Kollegin außerhalb der Tram.
Besonders raffiniert fand ich, dass der Entführer jede Stunde anruft und die Geschwindigkeit der Tram dabei jeweils um fünf Stundenkilometer erhöht. Dadurch steigt der Druck kontinuierlich an und die Situation wird immer gefährlicher. Das Szenario erinnerte mich an klassische Geschichten, in denen Menschen an einem Ort eingeschlossen sind und unter Zeitdruck Rätsel lösen müssen – ein Konzept, das mich an Agatha Christie denken ließ.
Der Spannungsbogen bleibt durchgehend erhalten, auch wenn einige Entwicklungen für mich vorhersehbar waren. Mir gefiel außerdem der Lokalkolorit rund um Bern und die authentische Einbindung der Stadt in die Handlung. Gleichzeitig ist das Buch aber keineswegs ein lockerer Wohlfühlkrimi, denn die permanente Gefahr, die Begegnungen mit anderen Trams und Autos sowie mehrere Unfälle sorgen für eine angespannte Atmosphäre.
Lesezeichenfees Fazit:
Insgesamt war es für mich eine unterhaltsame und spannende Lektüre mit einer originellen Grundidee. Auch wenn mich nicht alles überraschen konnte, vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle den Krimi allen, die temporeiche Geschichten mit ungewöhnlichem Schauplatz und viel Lokalkolorit mögen.

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