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28,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 391
  • Ersterscheinung: 07.05.2025
  • ISBN: 9783406822995
Dominik Graf

Sein oder Spielen

Über Filmschauspielerei
Der kompromissloseste und kreativste deutsche Filmemacher

Dominik Graf ist einer der kompromisslosesten und kreativsten deutschen Filmemacher. Er hat in den letzten vier Jahrzehnten mit großen Stars wie Götz George, Matthias Brandt oder Martina Gedeck, aber auch mit einer Reihe junger Talente auf dem Weg zu großem Ruhm zusammengearbeitet und oft das Beste aus ihnen herausgeholt. In Sein oder Spielen legt er nun die genauso rücksichtslos offene wie hochempathische Summe seiner Erfahrungen als Regisseur und Filmbegeisterter vor und benennt seine künstlerischen Einflüsse.

Als erstes Kind eines Schauspielers und einer Schauspielerin hatte Dominik Graf von Kindesbeinen an eine intime Perspektive auf die Schauspielerei. Bei ihm waren Beruf und Leben, Spiel und Wirklichkeit stets unauflöslich miteinander verquickt: ein Kuddelmuddel, wie er selbst schreibt. Grafs Werke wie Die Katze, Im Angesicht des Verbrechens oder Fabian haben stilistisch Maßstäbe gesetzt und sind zu Leuchttürmen der deutschen Filmgeschichte avanciert: rasant und exzessiv gedreht, aber auch mit wunderbaren, nachwirkenden Bildern, ob im harten Polizei-Thriller, im Liebesdrama oder bei der Adaption historischer Stoffe. Temporeiche Künstlererinnerungen und präziser Werkstattbericht in einem, erzählt Graf in Sein oder Spielen auf unnachahmliche Weise eine bis heute unabgeschlossene Erziehung des Herzens im und mit dem Film. Sein Buch ist nicht zuletzt eine Huldigung aller Schauspielerinnen und Schauspieler, mit denen er zusammengearbeitet hat.

  • Über Ohrfeigen am Set, Schimanskis Tricks und die Anmut großer Schauspielerinnen - Dominik Grafs besondere Künstlererinnerungen
  • Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der Filmwelt
  • Offene und empathische Reflexionen über die Arbeit als Regisseur
  • Von rasanten Polizei-Thrillern bis hin zu bewegenden Liebesdramen - Grafs Filme setzen Maßstäbe
  • Dominik Graf ist bis heute der Regisseur mit den meisten Grimme-Preisen

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Dr_M in einem Regal.
  • Dr_M hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

"Geht’s auch normal?"

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Nein, offenbar geht das nicht. Wieder einmal kann man sich auch mit diesem Buch mit der Blase bekannt machen, in der Schauspieler und Regisseure leben. Sie schaffen Illusionen und leben auch in solchen. ...

Nein, offenbar geht das nicht. Wieder einmal kann man sich auch mit diesem Buch mit der Blase bekannt machen, in der Schauspieler und Regisseure leben. Sie schaffen Illusionen und leben auch in solchen. Ihre größte Illusion demonstrieren sie durch eine grandiose Selbsterhöhung und Selbstüberschätzung, angefeuert von Medien, die das noch verstärken und zum eigenen Profit ausnutzen. Da wird eine Art von Kult aufgebaut, der einfach nur lächerlich ist, weil Filme selten etwas mit der Realität zu tun haben, sondern nur dem menschlichen Bedürfnis nach der Flucht aus derselben dienen.

Diese Art der Unterhaltung bezahlt man gerne. Und da das viele tun, kommen gewaltige Summen zusammen, die an einige Wenige zum Teil weitergegeben werden, während das schauspielerische Fußvolk Not leidet und sich offenbar selbst im Mittelklassesegment noch nicht einmal eine Krankenkasse leisten kann.

Dominik Graf stammt aus einer Schauspieler-Familie, stand selbst auf der Bühne und schreibt hier seine Erfahrungen als Regisseur nieder. Nimmt man das Buch zum ersten Mal in die Hand und blättert darin, dann fallen sofort die (absichtlich?) minderwertigen Fotografien auf. Vielleicht ist das ja auch eine Art von Kunst, die man nicht versteht, weil man zu blöd dafür ist. Schlimm ist jedoch der Stil, in dem dieses Buch verfasst wurde. Ich bin als Vielleser eine Menge gewohnt, aber das ist dann schon eine neue Kategorie. Da fühlt sich so an, als ob man unter einer intellektuellen Dusche steht, bei der jeder Tropfen ein Gedanke ist. Es gibt einen Strom, aber einen völlig diffusen. Der Autor springt ständig hin und her. Und wenn man ihm zu folgen versucht, würde das vermutlich in Kopfschmerzen oder im Wahnsinn enden. Ich habe diesen Versuch deshalb aus Selbstschutz schnell aufgegeben.

Sicher ist manches ganz interessant, aber die Anstrengung bis zu solchen Stellen zu kommen, ist riesig. Sie offenbart aber auch ein typisches Problem des deutschen Films: Gefangen in der Sucht nach Belehrung und Weltverbesserung geben sich viele dieser "Filmemacher" nicht dem Gedanken hin, dass sie das Publikum bezahlt und dafür auch gute Unterhaltung verlangt. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Leute den Pöbel verachten und bestenfalls mit ihrer Weisheit beglücken wollen, sich aber in keinem Fall darum kümmern, dem "Verbraucher" gefallen zu wollen. Das wäre minderwertig und entspräche nicht den Höhen ihres überlegenen Geistes. Jedenfalls nach eigener Vermutung.

Wenn der Autor die Fähigkeit besitzen würde, seine Gedanken einigermaßen zu sortieren und lesbar zu vermitteln, wäre das Buch sicher gut geworden. So aber ist es grottenschlecht, obwohl es durchaus viele interessante Einblicke in eine Welt der Illusionen gibt, die mit Sicherheit völlig überbewertet wird.

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