Cover-Bild Vertrauen
Band der Reihe "detebe"
(2)
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 24.04.2024
  • ISBN: 9783257247381
Dror Mishani

Vertrauen

Markus Lemke (Übersetzer)

In einem Vorort von Tel Aviv wird vor einem Krankenhaus ein Neugeborenes gefunden. Am selben Tag verschwindet ein Tourist und lässt sein Gepäck im Hotelzimmer zurück. Inspektor Avi Avraham hat genug von Bagatellfällen und häuslichen Dramen. Deshalb stürzt er sich gleich in den rätselhaften Vermisstenfall. Doch bald merkt er, dass auch das Private Sprengstoff birgt – und gerät in ein Labyrinth aus Gewalt und Täuschung, das ihn bis nach Paris führt und nicht nur mit dem Mossad in Konflikt bringt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Vertrauen

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Ich habe mir das Buch vor zwei Jahren gekauft um mal etwas auszuprobieren. Ich kannte den Autor nicht und hatte auch noch nichts von ihm gelesen. Auch von diesem Verlag hatte ich lange nichts mehr gelesen ...

Ich habe mir das Buch vor zwei Jahren gekauft um mal etwas auszuprobieren. Ich kannte den Autor nicht und hatte auch noch nichts von ihm gelesen. Auch von diesem Verlag hatte ich lange nichts mehr gelesen dem entsprechend lag das Buch recht lange auf meinem SuB.
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Der Vorteil von dem Buch ist auf jeden Fall, dass es recht dünn ist und so perfekt als Lektüre für den Zug oder für sonstige Wartezeiten zwischen durch passt.
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Da ich noch nichts von dem Autor gelesen hatte, fand ich den Schreibstil am Anfang etwas befremdlich für einen Krimi. Die Protagonisten sind sehr direkt und klar dargestellt. Dem Leser bleibt praktisch nichts aus dem Innenleben der Protakonisten verborgen. Diese handeln für den Leser immer sehr klar bzw. erfährt der Leser aus der Perspektive der Protagonisten warum sich diese verhalten wie sie es tuen. Die allgemeine Erzählstimmung ist sehr ruhig.
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Der Hauptprotagonist Avi Avraham wirkt alles in allem recht unbeteiligt und emotionslos. Die Geschichte spielt in überwiegend in Tel Aviv und Umgebung, da der Autor selbst in Tel Aviv lebt / gelebt hatte fand ich es auch sehr spannend über das alltägliche Leben der Charaktere zu lesen.
📚
Wer einen spannenden und geladenen Krimi erwartet wird vermutlich enttäuscht, viel mehr handelt es sich vermutlich um einen Gesellschaftskritischen Roman der sich mit den Fragen des Zusammenlebens von Juden und Muslime, der Arbeit des Mosad und der Bedeutung von Glauben ( hebräischer Titel "Emund" = Vertrauen / Glauben). Nahe zu jeder Protagonist wird im Laufe des Romans in irgendeiner Form mit diesen Fragen konfrontiert. 📚
Insgesamt handelt es sich um einen interessanten Roman mit vielen Einblicken in das Leben und die Kultur der Protagonisten, die zumindest mir noch nicht so bekannt waren. 📚

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Tourist verschwunden

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Inspektor Avi Avraham ist nicht zufrieden mit seinem Job. Es muss doch noch mehr geben. Immer die gleichen elenden Fälle. Und so geht es weiter. Vor einem Krankenhaus wird ein neugeborenes Mädchen gefunden, ...

Inspektor Avi Avraham ist nicht zufrieden mit seinem Job. Es muss doch noch mehr geben. Immer die gleichen elenden Fälle. Und so geht es weiter. Vor einem Krankenhaus wird ein neugeborenes Mädchen gefunden, dass längst ins Krankenhaus hätte gebracht werden müssen. Aus einem Hotel ist ein Tourist verschwunden und Fremde, die behauptet haben ihn zu kennen, haben die Rechnung bezahlt und die Koffer mitgenommen. Den Tod seiner ehemaligen Vorgesetzten hat er auch noch nicht überwunden. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit der Bearbeitung des Normalen zu beginnen. Zunächst fährt Avi zu dem Hotel, aus dem der Tourist verschwunden ist.

In seinem vierten Fall hadert Inspektor Avi Avraham mit seiner Arbeit und sich selbst. Er ist jetzt Mitte vierzig und das kann doch noch nicht alles gewesen sein. Wenigstens seine Ehe ist ein Halt, auch wenn sie nicht perfekt ist. Im Hotel merkt angekommen, gewinnt Avraham den Eindruck, dass dieses Verschwinden doch recht seltsam ist und er beginnt, den Hintergrund des Mannes zu erforschen. Auch das Auffinden des kleinen Mädchens stellt sich als eigenartiger heraus als gedacht. Die Kleine ist zu früh geboren und zunächst mal muss alles getan werden, um ihren Zustand zu stabilisieren. Dann gilt es herauszufinden, weshalb das Kind ausgesetzt wurde.

Ganz verzwickt sind die Fälle, mit denen es Avi Avraham zu tun bekommt. Langsam entwickelt sich ein Bild und der Spürsinn des Inspektors wird angefacht. Da muss doch etwas sein, so empfindet man es auch beim Lesen. Es gibt die oberflächlich Lösung und die richtige. Natürlich gibt Avraham nicht auf. Manchmal spielt ihm der Zufall in die Hände, manchmal ein kleines Puzzleteil, das er sich erarbeitet. Einiges erweist sich als anders als zunächst gedacht. Hin und wieder geht es etwas langsam voran und nicht immer hat man das Gefühl, alles verstanden zu haben, aber grundsätzlich gestaltet sich die Lektüre spannend und interessant in einem Setting, dass einem fremd, aber nicht so fremd ist. Der Roman wurde im Übrigen vor dem jetzigen Krieg geschrieben.