Nachfolger von Cyberempathy
Mit Emotiondancer legt E.F. von Hainwald den zweiten Band aus dem Cyberempathy-Universum vor.
Kaja hat in einer Welt, in der Emotionen reguliert sind, heftige und unvorhergesehene emotionale Ausbrüche. ...
Mit Emotiondancer legt E.F. von Hainwald den zweiten Band aus dem Cyberempathy-Universum vor.
Kaja hat in einer Welt, in der Emotionen reguliert sind, heftige und unvorhergesehene emotionale Ausbrüche. Um sich und andere zu schützen, lebt sie abseits von Megacity Skyscrape. Woher sie kommt oder warum sie diese Ausbrüche hat, ist ihr unbekannt und als die Ausbrüche immer schlimmer werden, muss sie nach Scyscrape, um herauszufinden, wer sie ist und warum sie so ist wie sie ist.
Anders als Cyberempathy hält sich der Autor hier mit der detaillierten Weltenbeschreibung etwas zurück, schafft es aber dennoch, die Welt um Kaja in einem dystopischen Setting leuchten zu lassen. Skyscrape hat sich weiter entwickelt, so auch die Welt und die Kontrolle des Cybernets. Jetzt sind wirklich alle angeschlossen und es soll durch emotionaler Regulierung Kriege vermieden werden. Kaja kommt jedoch schnell dahinter, dass das nicht so gut funktioniert wie dargestellt.
Wir treffen in Emotiondancer auf alte Bekannte, das mich sehr gefreut hat, denn Cyberempathy endet sehr offen, und so lernen wir, was in den letzten Jahren passiert ist. Ein glücklicher Schachzug, wie ich finde. Einzig Zale, Kajas Supportcharakter, fehlt es ein wenig an der gewohnten Tiefe im Hainwald Universum. Es gibt ein paar Andeutungen über seine Vergangenheit, doch bleiben diese Handlungsstränge leider im Dunkeln.
Die Auflösung am Ende ist nicht ganz so raffiniert wie beim Vorgänger, stellt aber dennoch ein befriedigendes Ende dar. Alles in allem ist Emotiondancer ein Must-Read, für alle, die Cyberempathy geliebt haben und wissen wollen, wie sich eine dystopische Cyberpunk-Welt weiterentwickeln kann. Und natürlich um zu wissen, wie es mit geliebten Charakteren weitergeht.