Die Reise zum Tee
1834, ein kleines Dorf in Ostfriesland. Lene Vosskamp wächst in einer Fischerfamilie in bitterer Armut auf und muss schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Doch dann gerät sie durch einen Fremden ...
1834, ein kleines Dorf in Ostfriesland. Lene Vosskamp wächst in einer Fischerfamilie in bitterer Armut auf und muss schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Doch dann gerät sie durch einen Fremden in den Besitz einer geheimnisvollen Münze, die sie berechtigt, in China mit Tee zu handeln. Fortan ist sie beseelt von dem Gedanken, sich aus ihren elenden Verhältnissen zu befreien und als erste Frau ein Tee-Imperium zu gründen. Für Lene beginnt eine gefahrvolle Odyssee, die sie über die Meere der Welt und in ferne Länder führt – und auf die Spur der Liebe ihres Lebens, die ihr einst in einer Weissagung prophezeit wurde ...
Mit über 650 Seiten ist "Der Teepalast" ein ziemlicher Wälzer, weshalb ich mich für das Hörbuch mit immerhin auch beachtlichen 21 Stunden entschieden habe. Vom ersten Moment an konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu hören. Dazu hat auch die tolle Sprecherin Julia Nachtmann beigetragen, die mit den plattdeutschen Elementen das norddeutsche Flair unterstreichen konnte.
Auch, dass die Geschichte teilweise in meiner Heimatstadt Bremen spielt, hat dazu beigetragen, dass ich durch meine Ortskenntnis der Handlung besonders gut folgen konnte und mir oft vorgestellt habe, wie diese Orte im Jahr 1834 tatsächlich ausgesehen haben.
Zu der Protagonistin Lene Vosskamp konnte ich schnell eine Verbindung aufbauen und habe die ganze Zeit über mit ihr mitgefiebert und mitgelitten.
Mit "Der Teepalast" ist Elisabeth Herrmann ein starker, mitreißender historischer Roman gelungen, dessen hörbuch ich nur so verschlungen habe.