Cover-Bild Der große Prinz
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6,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus
  • Themenbereich: Belletristik - Sonstiges
  • Genre: Weitere Themen / Geschenkbücher
  • Ersterscheinung: 28.07.2014
  • ISBN: 9783641146788
Emile Vigneron

Der große Prinz

Wenn der kleine Prinz erwachsen wird
Peter Menne (Illustrator)

Was passiert, wenn der kleine Prinz erwachsen wird?

Emile Vigneron denkt die Geschichte vom kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry weiter: Was passiert, wenn der kleine Prinz erwachsen wird? Wenn die Verantwortung wächst und er gezwungen ist, sein Nomadenleben in einer globalisierten Welt zu führen?
Der große Prinz ist Schäfer geworden – und weil sein Planet nicht mehr genug Platz für seine 99 Schafe hat, muss er von Planet zu Planet zu ziehen. Emile Vigneron lässt den großen Prinzen Geschichten erzählen über die Orte, die Begegnungen und Erlebnisse während seiner langen Reise, die ihn schließlich in den New Yorker Central Park führt. Doch auch dort ist die Suche noch nicht zu Ende …
Der Illustrator Peter Menne setzt die Geschichte des erwachsen gewordenen kleinen Prinzen in fantasievolle Bildwelten um.

  • Eine poetische Parabel auf das Erwachsenwerden
  • Ein Muss für alle Liebhaber des »kleinen Prinzen«
  • Eine Ehrenrettung der Ausgewogenheit zwischen Vernunft und Gefühl
  • Fantasievoll illustriert von Peter Menne

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

den Geist des kleinen Prinzen nicht erfasst

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Die Geschichte des kleinen Prinzen weiterzuschreiben oder fortzuführen NACH der Handlung des Originals ist eine unlösbare Aufgabe (in meinen Augen) und das zeigt dieses Buch leider nur zu deutlich.


Ich ...

Die Geschichte des kleinen Prinzen weiterzuschreiben oder fortzuführen NACH der Handlung des Originals ist eine unlösbare Aufgabe (in meinen Augen) und das zeigt dieses Buch leider nur zu deutlich.


Ich habe nach diesem Buch in der Bibliothek gegriffen. Angesprochen hat es mich hauptsächlich, weil "der kleine Prinz" mein absolutes Lieblingsbuch ist und ich gespannt auf diesen leicht veränderten Ansatz war.


Zum Inhalt (Spoiler):


Die Geschichte beginnt in New York, wenn ich mich recht entsinne, wo unser Autor/Erzähler auf einen Hirten trifft. Bei diesem stellt sich heraus, dass er der kleine Prinz WAR, der nun eben älter und reifer geworden ist. Auf den nächsten Seiten folgen Beschreibungen, wie der kleine Prinz in der Wüste eben NICHT den Tod gefunden hat und mit der Schlange und seinen gezeichneten Schafen davonging. Statt von Planet zu Planet geht es hier von Wiese zu Wiese. Von Schauplatz zu Schauplatz. Aber nirgendwo können die Schafe des kleinen Prinzen, denn davon hat er mittlerweile eine ganze Herde, Ruhe finden. Bis er schlussendlich im Central Park ankommt, wo sie es perfekt haben und dann mit der Schlange davon geht.


Meinung:


Soweit so offensichtlich. Der Erzähler als Parallele zum Piloten, die Wiesen statt der Planeten. Aber insgesamt kam es mir sehr so vor, als hätte der Autor versucht, das Negativ vom kleinen Prinzen zu schreiben. Gleiche Grundstruktur der Geschichte, aber eben mit gegensätzlichen Worten und Situationen. Was aber keinesfalls die gleiche oder überhaupt irgendeine eigene Philosophie erzeugt.


So ungefähr muss es sich anfühlen den kleinen Prinzen zu lesen, wenn man ihn nicht versteht. Durcheinander und an den Haaren herbeigezogen.


Das Erste, was mich bereits arg gestört hat, ist der Satz "Träumer lügen" als Ersatz für die Riesenschlange. Und die Antwort dazu "Warum sollten wir vor Buchstaben Angst haben?" Im kleinen Prinzen scheint der Irrtum mit dem Hut dem Leser naheliegend und logisch, wohingegen hier sowieso erstmal kein Grund zur Angst besteht, da der Pilot andere auch nur gefragt hat, ob sie Angst hätten, weil es eine Schlange ist. Den meisten Kindern ist aber schon sehr früh klar, dass Buchstaben meist für etwas anderes stehen, selbst wenn sie sie noch nicht lesen können. Dass die Schlange die Geliebte des kleinen Prinzen sein soll, wirkt auch random und nicht richtig in der Story verankert. Außerdem bekommen wir als Leser nicht den Punkt mit, an dem der kleine Prinz die Rose aufgibt oder warum er dies tut.


Die Wiesen und die Leute darauf haben leider im Verhältnis zu den Planeten, den Menschen darauf, ihren Aussagen und dem wofür diese jeweils stehen, keine Tiefe und wirken willkürlich.


Beim Lesen habe ich nur gedcht "der kleine Prinz wäre niemals so" und genau in dem Moment holte er in der Geschichte die Esssenspillen hervor und ich hätte sie ihm am liebsten aus der Hand geschlagen. Der kleine Prinz ist ein Träumer, ein Genießer. Jemand, der sich mehrere Sonnenuntergänge am Tag anschaut. Und ich fände eine Veränderung der Characters in Ordnung, wenn es einen Grund für sie gäbe. Aber das Buch schließt ja fast an das Original an und uns wird dennoch nichts geschildert, was auch nur im entferntesten dafür sorgen könnte, dass der kleine Prinz sein sonniges und kindliches Gemüt verliert.


(Sollte die rote Farbe eigentlich ein Symbol für Kommunismus sein? Ich war mir nicht sicher)


Dass die Taube erfahren sein soll, im Gegensatz zum zähmen beim fuchs schien mir auch ein sehr erzwungener Gegensatz und nicht wirklich passig in der Geschichte. Aber spätestens bei "das Wesentlich ist sofort sichtbar" wurde es für mich unglaubwürdig. Und ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass das Buch mir tatsächlich etwas sagen wollen würde.


Auch die Rahmengeschichte die eben im Original mit dem Piloten stattfindet, hatte hier keine Relevanz oder emotionale Tiefe und war einfach da, weil sie eben im Original auch da war.


(Außerdem: die Schafe sind im CENTRAL PARK wunschlos glücklich? Glaubst du ja wohl selber nicht)


Insgesamt hätten dem Buch vielleicht ein paar Seiten mehr nicht geschadet um mehr Raum für Entwicklung zu geben, aber dennoch mangelt es in meinen Augen an einem eigenen philosophischen Ansatz der rübergebracbt werden soll.

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