Es ist das erste Buch von SJM, dass ich lese. Ich bin total durchgeflogen und habs auch größtenteils genossen, aber war dennoch etwas enttäuscht von einigen Story-Entscheidungen. Die wirkten teilweise ...
Es ist das erste Buch von SJM, dass ich lese. Ich bin total durchgeflogen und habs auch größtenteils genossen, aber war dennoch etwas enttäuscht von einigen Story-Entscheidungen. Die wirkten teilweise leider etwas... unmotiviert. Zum Beispiel, dass wir in der zweiten hälfte des Buches im Grunde keinen Dialog mit Tamlin haben, auch nach dem "Finale" nicht. Ich weiß eben aufgrund von TikTok und Co. (Achtung mini-Spoiler), dass Rhysand noch ne größere Rolle spielen wird und das PAssive Verhalten von Tamlin wirkte halt so, als wäre es nur deswegen so geschrieben worden, damit Rhysand unsere Vertrauensperson wird, damit man die Verbindung zu Rhysand mehr fühlt. (Was zwar funktioniert, dennoch nicht das stärkste writing ist)
Und die Antwort auf das Rätsel war "Liebe"? Wirklich? Das fand ich bisschen weit hergeholt, vor allem weil es von der Formulierung her, vieles hätte sein können, es war nicht sonderlich einleuchtend.
Alis war auch nur ein Mittel zum Zweck um uns positive und negative Auswirkung des Geschehens auf die Menschen zu zeigen. Und weil es im Grunde sowieso fast keine weiteren Figuren gab.
ABER auch wenn das Buch vom Writing her nicht das stärkste ist, habe ich wirklich viel Spaß gehabt beim lesen. Es sind einfache Mittel verwendet worden, die aber eben dennoch funktioniert haben. Ich hab beim Lesen die Füße in die Luft gekickt und freue mich auf Band 2. Auch weil ich weiß, dass das der liebste Teil von den meisten ist. Mal sehen.
Uuund ich wollte Tamlin fühlen, wirklich und ich habs auch ein bisschen, aber ich was wayy more invested, ab da, wo dieser Schwarzhaarige Fremde aufgetaucht ist.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selten in ein Buch so schlecht reingekommen bin. Obwohl ich die Grundidee durchaus interessant fand, haben mich die ersten Kapitel leider eher verwirrt, ja fast gelangweilt. ...
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selten in ein Buch so schlecht reingekommen bin. Obwohl ich die Grundidee durchaus interessant fand, haben mich die ersten Kapitel leider eher verwirrt, ja fast gelangweilt. Dadurch, dass das Buch mit einem dieser Folklore 517 Kapitel startet (die meiner Meinung nach übrigens erstaunlich wenig Daseinsberechtigung haben), dann erste das erste Kapitel stattfindet, nach dem erneut ein Zeit-Sprung stattfindet, ist der Einstieg sehr schwer. Zunächst wirkt die Geschichte recht träge. Erst in der ersten Nacht der Geschichte, wurde es wirklich spannend. Und dann, muss ich sagen, hat mich das Buch für ca. 100 Seiten richtig gecatcht. Dass man sich nicht sicher ist, ob Gabe die Wahrheit sagt, passt im Grunde gut zur Stimmung des Buches.
(ab hier Spoiler!!!)
Aber DANN dieses ständige hin und her ob Gabe die Wahrheit sagt oder Adam oder beide oder keiner oder Mason oder oder. Beim ersten Wechsel von Gabe zu Adam, war es noch okay, aber selbst da, hatte ich schon ein Problem damit, wie sehr sie sich selbst im Kopf gut zugesprochen hat "nein, Adam sagt die Wahrheit, Gabe ist der böse" sie hat nicht einmal innerlich gezweifelt und das hätte sie meiner Meinung nach tun müssen. Und dann tauchte ihre Freundin auf, die auch in der ganzen Sache mit drin steckt. Es war einfach zu viel. Zu viel hin und her, zu viele Verknüpfungen, die am Ende doch nicht so richtig Sinn zu machen scheinen. Es kann natürlich sein, dass sich das alles in einem möglichen Folgeband aufklärt, aber irgendwie bezweifle ich, dass alle Fragen geklärt werden. Warum z.B. gibt die Professorin diese Kurse? Wer hat Jake angestellt? Wer ist Gabe jetzt eigentlich? Ist Adam der Teufel, oder ist Adam nur so, wie er Mason beschrieben hat? Und warum heißt alles in diesem Buch, als wäre es aus einem Märchenbuch? Das alchimistische Herz? Der Orden der Paralleldämmerung oder wie die hießen? Fehlt nur noch der verbotene Wald oder sowas. Sorry, ich will nicht haten. Der Teil mit dem Uhrenmann am Anfang hat mir echt gefallen, als er sie angerufen hat, oder auch als Jake sie das erste Mal anrief, das mit dem Sidecar, alles tolle Ideen.
Es war mir einfach zu viel. Einige Ideen und das Setting war wirklich cool und neu, aber es wirkte leider an Twists und Elementen so überladen, dass nichts davon mehr richtig schockiert hat, keine Idee so richtig glänzen konnte.
Ich denke, dass ich den zweiten Band dennoch, zumindest beginnen werde, um zu schauen, ob Fragen geklärt werden. Falls das der Fall ist, würde es das Buch sehr aufwerten.
Ich hab erst gesehen, dass das Buch schon aus den 70ern ist, als ich es schon zur Hälfte durch hatte. Am Anfang hat mich der Schreibstil nämlich sehr überrascht, aber so ergibt Wortwahl und Pacing sehr ...
Ich hab erst gesehen, dass das Buch schon aus den 70ern ist, als ich es schon zur Hälfte durch hatte. Am Anfang hat mich der Schreibstil nämlich sehr überrascht, aber so ergibt Wortwahl und Pacing sehr viel mehr Sinn. Und für die Zeit finde ich es wirklich gut. Ich denke mal dieses Bewusstsein darüber, wie schrecklich Hexenverbrennung war und nicht nur, dass es sie überhaupt gab, hat sich auch erst in den letzten Jahrzehnten so stark verbreitet z.B. wurde in Filmen und Serien und Büchern aufgearbeitet, deswegen finde ich es wichtig dieses Buch mit Bezug auf das Erscheinungsdatum zu bewerten. Trotzdem traurig, dass das Buch so aktuell ist wie eh und je. Es geht um Verfolgung und Angst und die Klugen, die alleine nichts bewirken können, die von den Lauten übertönt werden. Mich hat das Buch aber ein wenig verloren zurückgelassen. Ich fand das letzte Kapitel hätte etwas abgerundeter sein können, besonders da das ganze Buch sehr philosophisch daherkommt. Aber ich fand es schön, dass das ganze Buch uns im Grunde wirklich nur durch die Geschichte bringt, bis der Junge sein Schicksal zuende erzählt hat. Wir waren aber in dem Buch dennoch nicht dabei, sondern hören nur, was er berichtet. Fand ich eine schöne Zwischenebene. Schön geschrieben und schöne Beschreibungen.
Die Geschichte des kleinen Prinzen weiterzuschreiben oder fortzuführen NACH der Handlung des Originals ist eine unlösbare Aufgabe (in meinen Augen) und das zeigt dieses Buch leider nur zu deutlich.
Ich ...
Die Geschichte des kleinen Prinzen weiterzuschreiben oder fortzuführen NACH der Handlung des Originals ist eine unlösbare Aufgabe (in meinen Augen) und das zeigt dieses Buch leider nur zu deutlich.
Ich habe nach diesem Buch in der Bibliothek gegriffen. Angesprochen hat es mich hauptsächlich, weil "der kleine Prinz" mein absolutes Lieblingsbuch ist und ich gespannt auf diesen leicht veränderten Ansatz war.
Zum Inhalt (Spoiler):
Die Geschichte beginnt in New York, wenn ich mich recht entsinne, wo unser Autor/Erzähler auf einen Hirten trifft. Bei diesem stellt sich heraus, dass er der kleine Prinz WAR, der nun eben älter und reifer geworden ist. Auf den nächsten Seiten folgen Beschreibungen, wie der kleine Prinz in der Wüste eben NICHT den Tod gefunden hat und mit der Schlange und seinen gezeichneten Schafen davonging. Statt von Planet zu Planet geht es hier von Wiese zu Wiese. Von Schauplatz zu Schauplatz. Aber nirgendwo können die Schafe des kleinen Prinzen, denn davon hat er mittlerweile eine ganze Herde, Ruhe finden. Bis er schlussendlich im Central Park ankommt, wo sie es perfekt haben und dann mit der Schlange davon geht.
Meinung:
Soweit so offensichtlich. Der Erzähler als Parallele zum Piloten, die Wiesen statt der Planeten. Aber insgesamt kam es mir sehr so vor, als hätte der Autor versucht, das Negativ vom kleinen Prinzen zu schreiben. Gleiche Grundstruktur der Geschichte, aber eben mit gegensätzlichen Worten und Situationen. Was aber keinesfalls die gleiche oder überhaupt irgendeine eigene Philosophie erzeugt.
So ungefähr muss es sich anfühlen den kleinen Prinzen zu lesen, wenn man ihn nicht versteht. Durcheinander und an den Haaren herbeigezogen.
Das Erste, was mich bereits arg gestört hat, ist der Satz "Träumer lügen" als Ersatz für die Riesenschlange. Und die Antwort dazu "Warum sollten wir vor Buchstaben Angst haben?" Im kleinen Prinzen scheint der Irrtum mit dem Hut dem Leser naheliegend und logisch, wohingegen hier sowieso erstmal kein Grund zur Angst besteht, da der Pilot andere auch nur gefragt hat, ob sie Angst hätten, weil es eine Schlange ist. Den meisten Kindern ist aber schon sehr früh klar, dass Buchstaben meist für etwas anderes stehen, selbst wenn sie sie noch nicht lesen können. Dass die Schlange die Geliebte des kleinen Prinzen sein soll, wirkt auch random und nicht richtig in der Story verankert. Außerdem bekommen wir als Leser nicht den Punkt mit, an dem der kleine Prinz die Rose aufgibt oder warum er dies tut.
Die Wiesen und die Leute darauf haben leider im Verhältnis zu den Planeten, den Menschen darauf, ihren Aussagen und dem wofür diese jeweils stehen, keine Tiefe und wirken willkürlich.
Beim Lesen habe ich nur gedcht "der kleine Prinz wäre niemals so" und genau in dem Moment holte er in der Geschichte die Esssenspillen hervor und ich hätte sie ihm am liebsten aus der Hand geschlagen. Der kleine Prinz ist ein Träumer, ein Genießer. Jemand, der sich mehrere Sonnenuntergänge am Tag anschaut. Und ich fände eine Veränderung der Characters in Ordnung, wenn es einen Grund für sie gäbe. Aber das Buch schließt ja fast an das Original an und uns wird dennoch nichts geschildert, was auch nur im entferntesten dafür sorgen könnte, dass der kleine Prinz sein sonniges und kindliches Gemüt verliert.
(Sollte die rote Farbe eigentlich ein Symbol für Kommunismus sein? Ich war mir nicht sicher)
Dass die Taube erfahren sein soll, im Gegensatz zum zähmen beim fuchs schien mir auch ein sehr erzwungener Gegensatz und nicht wirklich passig in der Geschichte. Aber spätestens bei "das Wesentlich ist sofort sichtbar" wurde es für mich unglaubwürdig. Und ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass das Buch mir tatsächlich etwas sagen wollen würde.
Auch die Rahmengeschichte die eben im Original mit dem Piloten stattfindet, hatte hier keine Relevanz oder emotionale Tiefe und war einfach da, weil sie eben im Original auch da war.
(Außerdem: die Schafe sind im CENTRAL PARK wunschlos glücklich? Glaubst du ja wohl selber nicht)
Insgesamt hätten dem Buch vielleicht ein paar Seiten mehr nicht geschadet um mehr Raum für Entwicklung zu geben, aber dennoch mangelt es in meinen Augen an einem eigenen philosophischen Ansatz der rübergebracbt werden soll.
Es ist wirklich wirklich lange her, dass ich ein Buch mal so kurz nach dem Erscheinungsdatum gelesen habe. Dieses Buch hat mich einfach total angesprochen. Der Titel, das Setting und das Love-triangle, ...
Es ist wirklich wirklich lange her, dass ich ein Buch mal so kurz nach dem Erscheinungsdatum gelesen habe. Dieses Buch hat mich einfach total angesprochen. Der Titel, das Setting und das Love-triangle, mit dem ich gerechnet hatte. (I know, ich hätts besser wissen können, hab ich aber nicht xD) Ich hatte von Brigid Kemmerer bis dahin zwar nur den ersten Band der Emberfall-Reihe gelesen, der mir aber ausnehmend gut gefallen hatte. Das dieses Buch nun etwas mehr in die Adult Richtung gehen sollte, störte mich gar nicht.
(Spoiler!!)
In "Warrior Princess Assassin" geht es um Jory, Prinzessin von Astranza. In der Nacht bevor sie mit Ky, König von Incendar (Warrior) verheiratet werden soll, der im ganzen Land als Tyrann und Monster bekannt ist, steht sie bei der letzten Brautkleid Anprobe und friert sich den Arsch ab. Denn im ganzen Königreich Astranza wurden die Feuer gelöscht, aus Angst vor dem Tyraannenkönig und seiner Feuermagie. Jory will den Nachbarskönig zwar nicht heiraten, wird aber von ihrem mehr als nur cholerischen Bruder dazu gezwungen. Verliebt ist sie in ihren Kindheitsfreund Asher (Assassin), der vor vielen Jahren aus dem Palast verbannt wurde, da seine Mutter im Verdacht stand, die Königin umgebracht zu haben. Nun taucht er nurnoch selten an Jorys Fenster auf und verschwindet meist genauso schnell wieder, wie er gekommen ist, besonders wenn Jory versucht, sich ihm zu nähern, und das möchte sie. Auch in der Ncht vor ihrer Hochzeit kommt er vorbei und lässt sich zum ersten mal seit jahren von ihr berühren. Dennoch ist er bei Morgengrauen wieder verschwunden. An diesem Tag lernt Jory unter etwas unvorhergesehenen Umständen ihren zuküntigen kennen und ist überrrascht, dass er so gar nicht das Monster zu sein scheint, dass er vorgibt zu sein und sie fängt an, sich eine Zukunft mit ihm vorstellen zu können. Asher holt sich indes seine nächsten Aufträge als Auftragsmörder und, wie sollte es anders sein, seine nächsten Ziele sind Ky und...Jory. Asher bricht ins Schloss ein um Jory zu retten, vor wem auch immer, doch diese weigert sich, ohne Ky zu gehen. Doch um den König aus dem Schloss zu bekommen, müssen Asher und Jory ihn entführen. Keine leichte Aufgabe und Ky selbst ist auch eher wütend über den Hinterhalt und das, wo er gerade angefangen hatte, Gefallen an Jory zu finden. Als er es in einem günstigen Moment schafft, die beiden zu überrumpeln, brodelt bereits bei allen dreien Wut über die jeweils anderen. Trotz Ashers Warnung, dass irgendjemand im Schloss die beiden tot sehen will, kehren Ky und Jory, gefolgt vom gefesselten Asher, ins Schloss zurück. Jory drohen keine Konsequenzen, aber Asher schon. Im letzten Augenblick setzt sich Ky für ihn ein und fordert, dass Asher mit ihm und Jory nach Incendar kommt. Und so beginnt die Reise in das fremde Land. Auf dieser Reise kommen sich nach und nach Jory und Ky, aber eben auch Ky und Asher näher, als sie zuvor für möglich gehalten hatten.
Ja, ich muss gestehen, eines meiner Hauptprobleme mit dem Buch ist der Love-circle, den ich hätte kommen sehen müssen, aber eben nicht habe. Love-triangles sind zwar ziemlich overdone, aber vorallem dann nervig, wenn sie nur irrelevante Sidetropes sind. Auf ein gutes und überlegtes Love-triangle hatte ich richtig Lust und habe deshalb zu diesem Buch gegriffen. Dass diese Erwartung enttäuscht wurde, ist größtenteils meine Schuld, das kann ich dem Buch nicht vorwerfen, deswegen erwähne ich es zwar, es ist aber nicht allzu stark in meine Bewertung eingeflossen. Aber leider hat mich das Buch auch sonst ziemlich enttäuscht.
Die ersten ca. 80 bis 100 Seiten fand ich super und bin geradezu durchgeflogen. Nach der ersten Szene mit Asher war ich mir sicher, dass er mein Favorite von den beiden Boys werden würde, aber dann kam der König und holy, ich habs wirklich sehr gefühlt. Besonders toll fand ich, dass im Buch zwischen Jory und den beiden Boys zwar von anfang an tension und Spannung da war, es aber zumindest direkt zu Beginn nicht richtig sexuell wurde. (Was mich sonst bei vielen Fantasy-büchern mit Spice richtig nervt, weil es oberflächlig scheint und unrealistisch ist)
Dann mochte ich das Setup. Fantasy-bücher, die in Welten spielen, die eigentlich größtenteils ans Mittelalter angelehnt sind und nur leichte Magie-einflüsse haben, sprechen mich viel mehr an, als High-Fantasy.
Aber dann kam die Flucht aus dem Palast und ich war ein bisschen enttäuscht, welche Richtung die Story damit einschlug. Das Build-up was Jory und Ky an Connection hatten, wurde in meinen Augen damit zerstört und machte die ersten Szenen regelrecht irrelevant.
Damit kommen wir zu meinem größten Problem, was die Handlung angeht. DIESE FLUCHT. Diese ganze Szene bzw. der Handlungsstrang, indem also Asher und Jory zusammen den König entführen. Erstmal kam mir die ganze Überlegung schon ziemlich dumm vor, aber dss sie keine bessere Idee hatten und im Grunde viel zu unvorbereitet waren, wird ja zumindest erwähnt. Aber diese ganze Sache diente lediglich dazu, den Figuren einen Grund zu geben, sich zu hassen, ohne sie wirkich unlikeable zu machen und das ist in meinen Augen schlecht gelungen, weil sie mir dadurch ziemlich dämlich vorkamen. Ky wird nun wirklich an jeder anderen Stelle des Buches als ein Character präsentiert, der eigentlich schlau genug ist, um zu wissen, dass Asher und Jory ihm tatsächlich nichts Böses wollten. Und Jorys Schmollen von da an ging mir so auf den Geist. Und was ich auch nahezu unerträglich fand, war dass wir ab da an, wo die ganze Truppe nach Incendar aufbrach, im Grunde das gleiche Gejammer aus jeder Perspektive gekriegt haben. Alle drei Charactere haben sich im Selbstmitleid gesuhlt und gerade in den Kapiteln, wo die Handlung sehr schleppend voran ging, wurde das schnell nervig, weil viele Szenen auch doppelt beschrieben wurden. Einmal aus der einen und dann nochmal aus der anderen Perspektive. Alle waren eingeschnappt, wegen einer Sache, die sich, wie gesagt, ohnehin schon nur wie ein Mittel zum Zweck anfühlte und dadurch die Gefühle der Charactere unglubwürdig machte.
Auch die Reise nach Incendar war wirklich wichtig für das Buch, da sonst leider kaum Inhalt und Tiefe vorhanden gewesen wäre.
Jory, die mir nfangs noch wirklich sympathisch war, wurde während der Reise auch zu einem "omg sie ist so mutig" female Character, die eigentlich keinen Grund hatte, mutig zu sein, weil sie sich und anderen damit meistens in Gefahr brachte, aber weil sie der FMC ist, findet das keiner dumm, sondern alle nur beeindruckend und toll.
Auch das Geheimnis mit Kys Schwester hatte so etwas an den Haaren herbei gezogenes. So nach dem Motto: er muss eben wie ein Tyrann wirken, aber er darf nicht unlikeable werden. Im Gegenteil, es soll ein geradezu heroischer Grund sein, weswegen er für ein Monster gehalten wird. Es hatte sowas von "Figuren um jeden Preis perfekt halten".
Die Spice-Szenen am Ende des Buches waren wirklich gut geschrieben (abgesehen davon, dass Jory viel zu viele Begriffe wusste, dafür dass sie angeblich ja nichts weiß xD) wirkten aber auch wie eine krampfhafte Auflösung der Geschichte bzw. ein krampfhaftes "happy end" wenn man das so sagen will.
Die Aufklärung bzw. das Show-down fühlte sich unmotiviert und beliebig an und dass jetzt ausgerechnet die einzige Figur, die aus Jorys altem Leben stammt/aus dem Palast ist, für den Bösen arbeitet, gab mir das Gefühl, die Autorin hätte krampfhaft versucht, uns noch mit irgendwas zu schockieren.
Leider nicht mein Fall, aber wie gesagt: gutes Setup, guter Spice und am Anfang auch tolle Dynamik
Dann leider schwacher Handlungsaufbau, nervige Perspektiven-wechsel und unmotiviert wirkende Auflösung.