Das Buch ist zugegeben wirklich kurz und es fühlt sich auch ein bisschen überheblich an, darüber ne ganze Rezension zu schreiben, aber ich finde, diese Buch hat es verdient.
Das Buch ist sehr stark zweigeteilt. ...
Das Buch ist zugegeben wirklich kurz und es fühlt sich auch ein bisschen überheblich an, darüber ne ganze Rezension zu schreiben, aber ich finde, diese Buch hat es verdient.
Das Buch ist sehr stark zweigeteilt. Die erste Hälfte geht es um Nerdy, ihr Kindheit, ihre Arbeit, ihr Leben. Und in der zweiten Hälfte geht es um Carterhook Manor, die titelgebende Mansion und das dortige ~Geheimnis~. Obwohl beide Teile herzlich wenig miteinander zu tun haben, fühlt sich die Exposition nicht unnötig oder die Informationen lieblos zugeworfen an. Im Grunde erzählt uns Nerdy von ihrem Leben und wird dann von den Geschehnissen der Gegenwart unterbrochen. Flynn schreibt schnell, auf den Punkt und witzig. Nerdy ist schlagfertig in ihren inneren Monologen und nimmt uns gegenüber kein Blatt vor den Mund. Flynn schreibt aber auch mit viel Stimmung. Ab da an, wo es in dem Buch mehr um äußere Handlung als innere Erzählungen geht, nimmt das Buch fahrt auf und lässt einem mit einer Gänsehaut zurück. Die Twists sind logisch, aber nicht vorhersehbar. Wirklich wirklich gut. Ich muss definitiv anfangen, die andern Bücher von Flynn zu lesen.
Ich habe wirklich wirklich lange kein Buch mehr gelesen, über das ich mich so aufregen wollte, wie über dieses.
Worum geht's? Die Grundidee ist so simpel wie bewährt. Mädchen aus dem Armenviertel des Königreichs ...
Ich habe wirklich wirklich lange kein Buch mehr gelesen, über das ich mich so aufregen wollte, wie über dieses.
Worum geht's? Die Grundidee ist so simpel wie bewährt. Mädchen aus dem Armenviertel des Königreichs (?) ist super klug und bekommt ein Stipendium für die Elite-schule. Doch schon an ihrem ersten Tag wird klar ~es ist nichts so wie es scheint~.
Mild Spoiler für die ersten 300 Seiten des Buches!!!
Als mir das Buch in die Hände fiel und ich die Trigger Warnung und so gelesen habe, war ich sehr sehr skeptisch, aber ich habe ein Stück reingelesen und habe festgestellt (wobei viele geschrieben haben, dass sie lange gerätselt haben, also liege ich da vielleicht auch falsch), dass die x-Boys Vampire sind und bei Vampiren bin ich immer dabei.
Das erste was mich gestört hat, und das fing schon an, bevor sich die beiden Hauptfiguren das erste mal begegnet sind, war das world Building. Was soll das für ein Königreich sein? Also erstmal steht auf der Karte, dass die Insel zwischen der Ostsee und Schottland liegt? Geografisch unwahrscheinlich. Dann beschreibt sie, wie sie vor ihrem Spiegel steht (was ich auch als einen sehr sehr unmotivierten Einstieg in die Geschichte wahrnahm) sich ihre billige Plastik-Lichterkette ansieht, die Treppen von ihrem Cottage (!!!) runtereilt und uns dann mitteilt, dass es sonst nie so etwas gutes zum Frühstück gibt wie diese Eierkuchen, und dass die Leute bei den Steinbrechen ganz nah am Gefängnis und den Folterkammern (!!!) des Königreichs arbeiten. Hier sind Welten aufeinander gekracht. Einerseits sollte die Geschichte anscheinend in einem modernen Setting spielen mit U-Bahn, Autos. Handys etc. andererseits sollte wohl auch ein Gefühl der Unterdrückung geschaffen werden, wie in Panem. Das ist leider vollends missglückt. Wenn man will, dass die Leser wissen und auch fühlen, dass das Königreich totalitär und die Königsfamilie korrupt ist, dann ist der Weg dorthin nicht, es von dem FMC alle par Seiten erwähnen zu lassen, dass "wir denen da oben egal sind", "sie uns wie Dreck behandeln" etc. In einem System, in dem Beleidigungen gegen den König wirklich verboten sind, hätte ihr Bruder niemals am Telefon so sprechen können. Nicht in einem Land, in dem es so viel Überwachung gibt, dass der Fernseher immer nur funktioniert, wenn Meldungen aus dem Palast kommen. Außerdem würde ein Mensch, der tatsächlich unter so widrigen Bedingungen aufgewachsen ist, nicht nach ein paar Tagen anfangen, sich mit den Reichen zu betrinken und sich dem gossip anschließen. Überhaupt nicht so schnell ihre am Anfang so häufig betonten Prinzipien bezüglich "nicht auffallen" und "unterm Radar laufen" über den Haufen werfen.
Das war der erste Punkt, der schlecht umgesetzt war und sich trotzdem durch das ganze bisherige Buch zog. Die vulgäre Sprache wird von allen in den Rezensionen erwähnt und ich stimme zu. Grafischer Schreibstil und mehr Beleidigungen als üblich sind ja nicht das Problem, aber dennoch muss man die Sprache aller Figuren auf sie anpassen. Wessen Oma sagt denn "ich bin ein abgefucktes Stück Scheiße"? Ich verstehe auch, dass das Buch sehr unapologetic sein soll, aber in dem Brief, den die Oma an sie geschrieben hat, als sie für ihre Oma gerade 6 Jahre alt war und die Oma Anspielungen darauf macht, dass sie sich nicht zu sehr von Calix durchnehmen lassen soll? Eww.
Die Kontinuitätsfehler haben mich auch mit der Zeit zunehmend gestört. In einer Szene trägt sie ne Jogger und zwei Sätze später hot Pants, Einmal schreibt sie, sie habe den ganzen Vormittag Bücher gewälzt und eine Seite später, dass sie den ganzen Vormittag Shay gesucht hätte..?
Dann kommen noch so Sachen dazu, die mir einfach zu realitätsfern waren. Sie sticht sich an einer Diestel und leckt sich danach das Blut von den Fingern? blutige Finger von einer Diestel?
Es gab noch mehr Sachen, die mich inhaltlich gestört haben, aber die haben dann doch eher damit zu tun, dass dark romance/romantasy einfach nicht mein Genre ist. Obwohl die Gewalt hier trotzdem sehr inhaltslos und ohne Zusammenhang stand. Einfach nur Gewalt für den Schock. Das ist kein gutes Schreiben, das ist dann nur noch Clickbait. I'm sorry.
Calix als Figur hat sich außerdem unstet angefühlt. Mal ist er sehr anzüglich, spicy, flirty und dann ist er eklig, grenzüberschreitend und weird. Nur weil die Autorin in ihrem Vorwort schreibt, dass ihr Protagonist kein weiches Herz hat sondern einfach so ist wie er ist, ist das leider keine Entschuldigung dafür einen unausgeglichenen, unlogischen und unreflektierten MMC zu schreiben.
Ich könnte für jeden der Punkte noch viel mehr Beispiele aufzählen, aber die Kritik ist klar, denke ich.
Die Grundidee hat mir dennoch gefallen bzw. nein ich habe nur gedacht, bei so vielen angefangenen Konflikten und unerklärten Mysterien, muss der Plot dahinter doch ultra krass sein und die Aufklärung mind blowing. Deswegen habe ich zunächst weiter gelesen, aber bin doch froh, jetzt abgebrochen zu haben, da ich einige male gelesen habe, dass nicht einmal die Hälfte der Fragen, die entstehen, auch aufgeklärt werden.
Es ist das erste Buch von SJM, dass ich lese. Ich bin total durchgeflogen und habs auch größtenteils genossen, aber war dennoch etwas enttäuscht von einigen Story-Entscheidungen. Die wirkten teilweise ...
Es ist das erste Buch von SJM, dass ich lese. Ich bin total durchgeflogen und habs auch größtenteils genossen, aber war dennoch etwas enttäuscht von einigen Story-Entscheidungen. Die wirkten teilweise leider etwas... unmotiviert. Zum Beispiel, dass wir in der zweiten hälfte des Buches im Grunde keinen Dialog mit Tamlin haben, auch nach dem "Finale" nicht. Ich weiß eben aufgrund von TikTok und Co. (Achtung mini-Spoiler), dass Rhysand noch ne größere Rolle spielen wird und das PAssive Verhalten von Tamlin wirkte halt so, als wäre es nur deswegen so geschrieben worden, damit Rhysand unsere Vertrauensperson wird, damit man die Verbindung zu Rhysand mehr fühlt. (Was zwar funktioniert, dennoch nicht das stärkste writing ist)
Und die Antwort auf das Rätsel war "Liebe"? Wirklich? Das fand ich bisschen weit hergeholt, vor allem weil es von der Formulierung her, vieles hätte sein können, es war nicht sonderlich einleuchtend.
Alis war auch nur ein Mittel zum Zweck um uns positive und negative Auswirkung des Geschehens auf die Menschen zu zeigen. Und weil es im Grunde sowieso fast keine weiteren Figuren gab.
ABER auch wenn das Buch vom Writing her nicht das stärkste ist, habe ich wirklich viel Spaß gehabt beim lesen. Es sind einfache Mittel verwendet worden, die aber eben dennoch funktioniert haben. Ich hab beim Lesen die Füße in die Luft gekickt und freue mich auf Band 2. Auch weil ich weiß, dass das der liebste Teil von den meisten ist. Mal sehen.
Uuund ich wollte Tamlin fühlen, wirklich und ich habs auch ein bisschen, aber ich was wayy more invested, ab da, wo dieser Schwarzhaarige Fremde aufgetaucht ist.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selten in ein Buch so schlecht reingekommen bin. Obwohl ich die Grundidee durchaus interessant fand, haben mich die ersten Kapitel leider eher verwirrt, ja fast gelangweilt. ...
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selten in ein Buch so schlecht reingekommen bin. Obwohl ich die Grundidee durchaus interessant fand, haben mich die ersten Kapitel leider eher verwirrt, ja fast gelangweilt. Dadurch, dass das Buch mit einem dieser Folklore 517 Kapitel startet (die meiner Meinung nach übrigens erstaunlich wenig Daseinsberechtigung haben), dann erste das erste Kapitel stattfindet, nach dem erneut ein Zeit-Sprung stattfindet, ist der Einstieg sehr schwer. Zunächst wirkt die Geschichte recht träge. Erst in der ersten Nacht der Geschichte, wurde es wirklich spannend. Und dann, muss ich sagen, hat mich das Buch für ca. 100 Seiten richtig gecatcht. Dass man sich nicht sicher ist, ob Gabe die Wahrheit sagt, passt im Grunde gut zur Stimmung des Buches.
(ab hier Spoiler!!!)
Aber DANN dieses ständige hin und her ob Gabe die Wahrheit sagt oder Adam oder beide oder keiner oder Mason oder oder. Beim ersten Wechsel von Gabe zu Adam, war es noch okay, aber selbst da, hatte ich schon ein Problem damit, wie sehr sie sich selbst im Kopf gut zugesprochen hat "nein, Adam sagt die Wahrheit, Gabe ist der böse" sie hat nicht einmal innerlich gezweifelt und das hätte sie meiner Meinung nach tun müssen. Und dann tauchte ihre Freundin auf, die auch in der ganzen Sache mit drin steckt. Es war einfach zu viel. Zu viel hin und her, zu viele Verknüpfungen, die am Ende doch nicht so richtig Sinn zu machen scheinen. Es kann natürlich sein, dass sich das alles in einem möglichen Folgeband aufklärt, aber irgendwie bezweifle ich, dass alle Fragen geklärt werden. Warum z.B. gibt die Professorin diese Kurse? Wer hat Jake angestellt? Wer ist Gabe jetzt eigentlich? Ist Adam der Teufel, oder ist Adam nur so, wie er Mason beschrieben hat? Und warum heißt alles in diesem Buch, als wäre es aus einem Märchenbuch? Das alchimistische Herz? Der Orden der Paralleldämmerung oder wie die hießen? Fehlt nur noch der verbotene Wald oder sowas. Sorry, ich will nicht haten. Der Teil mit dem Uhrenmann am Anfang hat mir echt gefallen, als er sie angerufen hat, oder auch als Jake sie das erste Mal anrief, das mit dem Sidecar, alles tolle Ideen.
Es war mir einfach zu viel. Einige Ideen und das Setting war wirklich cool und neu, aber es wirkte leider an Twists und Elementen so überladen, dass nichts davon mehr richtig schockiert hat, keine Idee so richtig glänzen konnte.
Ich denke, dass ich den zweiten Band dennoch, zumindest beginnen werde, um zu schauen, ob Fragen geklärt werden. Falls das der Fall ist, würde es das Buch sehr aufwerten.
Ich hab erst gesehen, dass das Buch schon aus den 70ern ist, als ich es schon zur Hälfte durch hatte. Am Anfang hat mich der Schreibstil nämlich sehr überrascht, aber so ergibt Wortwahl und Pacing sehr ...
Ich hab erst gesehen, dass das Buch schon aus den 70ern ist, als ich es schon zur Hälfte durch hatte. Am Anfang hat mich der Schreibstil nämlich sehr überrascht, aber so ergibt Wortwahl und Pacing sehr viel mehr Sinn. Und für die Zeit finde ich es wirklich gut. Ich denke mal dieses Bewusstsein darüber, wie schrecklich Hexenverbrennung war und nicht nur, dass es sie überhaupt gab, hat sich auch erst in den letzten Jahrzehnten so stark verbreitet z.B. wurde in Filmen und Serien und Büchern aufgearbeitet, deswegen finde ich es wichtig dieses Buch mit Bezug auf das Erscheinungsdatum zu bewerten. Trotzdem traurig, dass das Buch so aktuell ist wie eh und je. Es geht um Verfolgung und Angst und die Klugen, die alleine nichts bewirken können, die von den Lauten übertönt werden. Mich hat das Buch aber ein wenig verloren zurückgelassen. Ich fand das letzte Kapitel hätte etwas abgerundeter sein können, besonders da das ganze Buch sehr philosophisch daherkommt. Aber ich fand es schön, dass das ganze Buch uns im Grunde wirklich nur durch die Geschichte bringt, bis der Junge sein Schicksal zuende erzählt hat. Wir waren aber in dem Buch dennoch nicht dabei, sondern hören nur, was er berichtet. Fand ich eine schöne Zwischenebene. Schön geschrieben und schöne Beschreibungen.