Cover-Bild Die Seele der Dinge
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19,80
inkl. MwSt
  • Verlag: Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 264
  • Ersterscheinung: 31.10.2022
  • ISBN: 9783867324137
Éva Fahidi

Die Seele der Dinge

Erinnerungen einer Überlebenden
Erst nach sechs Jahrzehnten des Schweigens schrieb Éva Fahidi dieses Buch. Seither betrachtet sie es als ihre Pflicht, über das, was sie in Auschwitz-Birkenau und im KZ-Außenlager Münchmühle erlebt hat, zu berichten. »Die Seele der Dinge« ist also eine eindringliche Chronik der Deportation und des Überlebens einer Frau und allein schon damit ein bedeutendes Zeugnis des Holocaust. Die tief reflektierenden und poetisch geschriebenen Memoiren sind aber auch Familiengeschichte und Portrait einer Epoche. Sie schildern detailfreudig das Leben in Ungarn auf dem Lande zwischen den beiden Weltkriegen und beschreiben in liebevollen und schmerzhaften Erinnerungen die ersten achtzehn Lebensjahre der Autorin – eine berührende Hommage an ihre untergegangene jüdische Großfamilie, von der ihr nach der Rückkehr ins Elternhaus nichts als die schreckliche Wahrheit blieb: »Mir wurde bewusst: ich war vollkommen allein, hatte niemanden mehr auf der Welt.«
Éva Fahidis Erinnerungen erschienen 2005 unterm Titel »Anima Rerum« in Ungarn. Dort waren sie ein Bestseller und wurden gar mit den Werken von Primo Levi verglichen. Doch auch die deutsche Ausgabe von 2011 erwies sich als erfolgreich und wird nun neu aufgelegt. Mit unzähligen Interviews und mehreren preisgekrönten Dokumentarfilmen ist Éva Fahidi noch immer eine häufige Rednerin bei Holocaust-Gedenkveranstaltungen in Ungarn, Deutschland und anderswo. Außerdem trat die über Neunzigjährige wiederholt in dem ihr Leben paraphrasierenden Tanztheaterstück »Sea Lavender« auf.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Babsi1965 in einem Regal.
  • Babsi1965 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

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Mein Fazit:
Als junge Frau wurde die Autorin als Zwangsarbeiterin der Sprengstoffwerke im Herrenwald bei Allendorf nach Auschwitz deportiert. Dort erlebte sie unvorstellbare Verbrechen der Nazis.
Was ...

Mein Fazit:
Als junge Frau wurde die Autorin als Zwangsarbeiterin der Sprengstoffwerke im Herrenwald bei Allendorf nach Auschwitz deportiert. Dort erlebte sie unvorstellbare Verbrechen der Nazis.
Was muss eine Überlebende dazu bringen, 59 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz diesen tragischen Ort wieder zu betreten? In dem sie so viel Leid ertragen musste und ihre Familie den Tod fand? Nach dem Krieg blieben ihr nur wenige Fotos von ihrer Familie übrig, die Bekannte und Nachbarn aufgehoben hatten. Ihren schmerzlichen Verlust kann man nur erahnen und es bricht einem das Herz beim Lesen. Ihre Erinnerungen an die Zeit vor dem Krieg, ihre Kindheit und Jugendzeit in Ungarn, sind geprägt von der Liebe der Eltern und ihrer Familie. " Ich hatte niemanden mehr, war ganz allein" . Zu sehen, dass von einer Familie nur Fotos verblieben sind, unvorstellbar! Familienmitglieder ausgelöscht, nur weil sie Juden waren. Ein Zeugnis unvorstellbarer Brutalität und Grausamkeiten.

Man kann den Mut der Überlebenden nicht hoch genug schätzen, dass sie ihre tragischen Erlebnisse für die Nachwelt aufschreiben und somit den vielen Millionen Menschen ein Denkmal setzen. Die Seele der Dinge " ist eine Hommage an das Leben. Ein Leben voller Schmerz, Trauer und dem Tod.
Man spürt in jeder Zeile, wie schwer es der Autorin gefallen ist, diese traumatischen Erlebnisse aufzuschreiben, und dennoch ist es ihr wichtig, an diese Zeit zu erinnern. Sie schreibt mit sehr viel Herzblut, voller Emotionen und großer Gefühle. Es ist eine sehr ergreifende Lebensgeschichte, die mich noch einige Zeit beschäftigen wird.

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