Seht emotional
Mein Fazit:
Als junge Frau wurde die Autorin als Zwangsarbeiterin der Sprengstoffwerke im Herrenwald bei Allendorf nach Auschwitz deportiert. Dort erlebte sie unvorstellbare Verbrechen der Nazis.
Was ...
Mein Fazit:
Als junge Frau wurde die Autorin als Zwangsarbeiterin der Sprengstoffwerke im Herrenwald bei Allendorf nach Auschwitz deportiert. Dort erlebte sie unvorstellbare Verbrechen der Nazis.
Was muss eine Überlebende dazu bringen, 59 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz diesen tragischen Ort wieder zu betreten? In dem sie so viel Leid ertragen musste und ihre Familie den Tod fand? Nach dem Krieg blieben ihr nur wenige Fotos von ihrer Familie übrig, die Bekannte und Nachbarn aufgehoben hatten. Ihren schmerzlichen Verlust kann man nur erahnen und es bricht einem das Herz beim Lesen. Ihre Erinnerungen an die Zeit vor dem Krieg, ihre Kindheit und Jugendzeit in Ungarn, sind geprägt von der Liebe der Eltern und ihrer Familie. " Ich hatte niemanden mehr, war ganz allein" . Zu sehen, dass von einer Familie nur Fotos verblieben sind, unvorstellbar! Familienmitglieder ausgelöscht, nur weil sie Juden waren. Ein Zeugnis unvorstellbarer Brutalität und Grausamkeiten.
Man kann den Mut der Überlebenden nicht hoch genug schätzen, dass sie ihre tragischen Erlebnisse für die Nachwelt aufschreiben und somit den vielen Millionen Menschen ein Denkmal setzen. Die Seele der Dinge " ist eine Hommage an das Leben. Ein Leben voller Schmerz, Trauer und dem Tod.
Man spürt in jeder Zeile, wie schwer es der Autorin gefallen ist, diese traumatischen Erlebnisse aufzuschreiben, und dennoch ist es ihr wichtig, an diese Zeit zu erinnern. Sie schreibt mit sehr viel Herzblut, voller Emotionen und großer Gefühle. Es ist eine sehr ergreifende Lebensgeschichte, die mich noch einige Zeit beschäftigen wird.