Cover-Bild Die Akte ODESSA
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Spionage
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 15.01.2013
  • ISBN: 9783492302166
Frederick Forsyth

Die Akte ODESSA

Thriller
Tom Knoth (Übersetzer)

Der Selbstmord des alten Juden Salomon Taubers wäre fast unbemerkt geblieben, hätte nicht der Zufall dem jungen Hamburger Illustrierten-Reporter Peter Miller ein vergilbtes Tagebuch in die Hände gespielt: Die minutiösen Aufzeichnungen lassen in ihm den fürchterlichen Verdacht aufkommen, dass der einstige Lagerkommandant Eduard Roschmann noch lebt. Die Jagd auf Roschmann wird ein Abenteuer auf Leben und Tod. Miller gerät in das Räderwerk der mächtigen Geheimorganisation ODESSA, einer Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen. In ihrem Auftrag und Schutz entwickelt Roschmann ein Fernsteuersystem für Raketen, die eines Tages Israel endgültig vernichten sollen. Aber wer verbirgt sich hinter den Decknamen Vulkan und Werwolf? Wie wird ODESSA finanziert? Was enthält die ominöse schwarze Akte? Ein spannender Wettlauf beginnt …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2025

dem Schlächter von Riga auf der Spur

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In Anbetracht dessen, dass dieses Jahr nach über fünfzig Jahren die Fortsetzung von »Die Akte ODESSA« erscheinen wird, habe ich mir nochmal den ursprünglichen Roman in der deutschen Übersetzung angeschaut, ...

In Anbetracht dessen, dass dieses Jahr nach über fünfzig Jahren die Fortsetzung von »Die Akte ODESSA« erscheinen wird, habe ich mir nochmal den ursprünglichen Roman in der deutschen Übersetzung angeschaut, der einst 1987 und dann 2013 erschienen war. Dieser Roman ist weniger ein Spionageroman, denn der Protagonist versteht nicht ganz, was es heißt, undervover in einer Verbrecherorganisation zuz arbeiten, als vielmehr ein Roman zur Aufarbeitung der Greueltaten der der SS-Nazi-Verbrecher im zweiten Weltkrieg.

Erschreckend an diesem Roman ist vor allem die Brisanz und die Aktualöität in der heutigen Zeit. Ich freue mich schon auf das Erscheinen von „Revenge of ODESSA„, welches der britische Thrillerautor Tony Kent zusammen mit dem Altmeister Frederick Forsyth geschrieben hat.

Fast wäre der Selbstmord von Salomon Tauber, einem älteren Juden, unbemerkt geblieben, wenn der Zufall nicht Peter Miller, einem jungen Reporter der Hamburger Illustrierten, ein vergilbtes Tagebuch überreicht hätte.

Indem er die detaillierten Aufzeichnungen liest, hegt er den grauenvollen Verdacht, dass der ehemalige Lagerkommandant Eduard Roschmann, der 80.000 Juden auf dem Gewissen hat, möglicherweise noch am Leben ist. Die Verfolgung von Roschmann wird zu einem lebensgefährlichen Abenteuer. Miller ist jedoch offensichtlich nicht allein auf der Jagd. Der israelische MOSSAD unterstützt ihn, indem sie ihn in eine immer noch aktive Nazi-Organisation einschleusen wollen. Letztendlich wird Miller in die Machenschaften der mächtigen Geheimorganisation ODESSA verwickelt, einer Organisation Der Ehemaligen SS–Angehörigen. Unter ihrem Befehl und Schutz entwickelt Roschmann ein Fernsteuersystem für Raketen, die letztendlich Israel zerstören sollen.

Aber wer verbirgt sich hinter den Decknamen Vulkan und Werwolf? Wie wird ODESSA finanziert? Was enthält die ominöse schwarze Akte? Ein spannender Wettlauf beginnt …

Wer steckt hinter den Aliasnamen Vulkan und Werwolf? Wie erfolgt die Finanzierung von ODESSA? Welche Informationen sind in der geheimnisvollen schwarzen Akte enthalten? Es beginnt ein fesselnder Wettlauf gegen die Zeit und Miller hätte vielleicht auf seinen Sportwagen verzichten sollen …

Zu Beginn des Romans hielt ich die politischen Beschreibungen für zu ausführlich, aber später erkannte ich ihre Bedeutung als wichtiges Hintergrundwissen, um die Handlungen einiger Personen zu verstehen. Das Geschehen lässt sich besser im Kontext der Naziherrschaft, Judenverfolgung und der aktuellen Konflikte im Nahen Osten einordnen. Es wird verständlich, warum der Protagonist Unterstützung vom israelischen Geheimdienst erhält. Zudem wird deutlich, dass die Bundesrepublik Deutschland kein Interesse hatte, die Verbrecher zu verurteilen und sie weiter im Beamtenapparat zu belassen.

Auch wenn der Protagonist, ein Jouranlist, der erst im Verlauf seiner Recherchen Erstaunliches über die Naziherrschaft erfährt, manchmal etwas naiv wirkt, wird man als Leser am Ende doch so manche Überraschung erleben. Die Zeit, in der der Roman spielt, tritt natürlich deutlich hervor, was aber kein Wunder ist, denn der Roman entstand zu dieser Zeit.

Um euch beim Einordnen zu helfen, möchte ich zuerst auf einige bekannte Werke dieses britischen Autors hinweisen. Einer seiner berühmtesten Thriller ist Der Schakal, der bereits mehrmals verfilmt wurde. Die Hauptrollen wurden in einer erfolgreichen Verfilmung von dem britischen Schauspieler Edward Fox gespielt, während Bruce Willis in einem späteren Remake die Hauptrolle übernahm.

Fast genauso berühmt und erfolgreich wie die Verfilmung mit Jon Voight in der Hauptrolle ist der Thriller Die Akte Odessa.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025