Kampf gegen Naturgewalten
„...Ihr Blick glitt über die Deiche, die seit ihrer Kindheit wie standhafte Wächter das Land beschützt hatten. Doch die Nachrichtenberichte und die blinkenden Warnungen auf ihren mobilen Gerät hatten jede ...
„...Ihr Blick glitt über die Deiche, die seit ihrer Kindheit wie standhafte Wächter das Land beschützt hatten. Doch die Nachrichtenberichte und die blinkenden Warnungen auf ihren mobilen Gerät hatten jede Illusion zerstört...“
Das Zitat stammt aus dem Prolog des Buches. Lena van Rjln lebt mit ihrer Familie in den Niederlanden im Jahre 2045. Ihr Mann ist als Ingenieur bei der Verstärkung der Deiche eingesetzt. Es droht eine Sturmflut.
Der Autor hat ein sehr realistisches Zukunftsszenarium kreiert. Die Geschichte ist spannend. Der Schriftstil ist leicht lesbar. Allerdings fällt auf, dass sich einige wenige Stellen wiederholen.
Kurz bevor der Deich bricht, gelingt Lena mit ihren Kindern die Flucht. Es sind dramatische Augenblicke, bis sie in Sicherheit sind. Allerdings haben sie alles verloren. Im Gegensatz zu anderen aber haben sie eine Tante in der Nähe von Utrecht. Die nimmt sie auf ihren Bauernhof auf.
„...Das Anwesen, umgeben von sanften Hügeln und stillen Wäldern, war ein Ort der Sicherheit und Vertrautheit. Ein Lichtstrahl der Hoffnung brach durch die Wolken ihrer Verzweiflung….“
Kurze Zeit später zieht Tante Margriet zu ihrer Tochter nach Köln. Jasper, den Sohn von Bram und Lena, nimmt sie mit. Er soll dort eine Schule besuchen. Den Hof überschreibt sie Lena und Bram.
Im Ort aber zeigt sich schnell eine neues Problem. Auf Grund der Hitzewelle in weiten Teilen der Welt kommen immer mehr Flüchtlinge nach Europa. Auch das Dorf soll einige aufnehmen. Doch die eingesessenen Bauern sehen nicht ein, dass sie ihre kargen Vorräte mit den Neuankömmlingen teilen sollen. Es sind Bram, Lena und ihre Tochter Emma, die versuchen zu schlichten.
Dann scheint sich die Situation zu wiederholen. Eine neue Sturmflut wird angekündigt. Wird der Ort es schaffen, gemeinsam gegen die Bedrohung zu kämpfen?
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es geht um Gemeinschaftssinn. Außerdem lernen die Einwohner, neue Wege zu gehen und sich auf ihre eigenen Kräfte zu besinnen.