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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2026

Starke Frauen

Der Club der Unbeugsamen
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„...Auf dem Papier heiße ich Margot, aber für gewöhnlich werde ich Meg genannt. Ich bin wie gesagt seit 2 Geburtstagen hier…“

So stellt sich die 11jährige Meg vor, die im Waisenhaus in Oxford in Mississippi ...

„...Auf dem Papier heiße ich Margot, aber für gewöhnlich werde ich Meg genannt. Ich bin wie gesagt seit 2 Geburtstagen hier…“

So stellt sich die 11jährige Meg vor, die im Waisenhaus in Oxford in Mississippi lebt. Mrs. Garnett, die Leiterin des Waisenhauses, hat sich für das Mädchen die eine oder andere Schikane ausgedacht.
Die Autorin hat einen inhaltsreichen historischen Roman geschrieben, der im Jahre 1933 angesiedelt ist. Die Geschichte wird mal aus der Perspektive von Meg, mal aus der von Birdie erzählt. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet, verliert sich aber gern in zu vielen Einzelheiten.
Die 24jährige Birdie lebt mit Mutter und Großmutter zusammen. Sie spüren die Folgen der Wirtschaftskrise. Deshalb wird Birdie zu ihrer Schwester Frances geschickt, um diese um finanzielle Unterstützung zu bitte. Dort ist Birdie bereit, im Waisenhaus die Buchführung in Ordnung zu bringen. Dabei lernt sie Meg kennen. Birdie setzt sich gekonnt über Mrs. Garnetts Anweisungen weg, um den Mädchen zu helfen.

„...Ihr Wahlspruch ist, manchmal ist es besser, nachher um Verzeihung zu bitten als vorher um Erlaubnis….“

Dann spitzt sich die Situation zu. Meg wird adoptiert. Frances und ihre Schwiegermutter müssen feststellen, dass Rory, der Ehemann, verschwunden ist, und sie mit Schulden sitzenlassen hat. Gleichzeitig taucht Charlie auf, Megs Mutter, die eine harte Zeit hinter sich hat.
Der Roman schildert auf vielfältige Art, was die Wirtschaftskrise für alle Teile der Bevölkerung bedeutet hat. Deutlich wird aber auch, dass einige die Situation für ihre ganz persönlichen Pläne ausnutzen. Zu letzteren gehört Mrs. Garnett. Diese sieht sich als moralische Instanz im Lande. Es gilt nur ihre Meinung.
Charlie weiß, was sie will, nämlich ihre Tochter zurück. Dazu ist ihr jedes Mittel recht. Sie wei0, dass sie Geld braucht. Sie kann Frances und ihre Schwiegermutter überreden, nach Rory zu suche Dann macht sie Birdie einen ungewöhnlichen Vorschlag. Die sträubt sich erst, weiß aber, dass sie keine andere Chance hat. Kurz danach stößt Virginia zu ihnen, die als Krankenschwester arbeitet, aber davon träumt, im nächsten Semester mit dem Medizinstudium zu beginnen. Die selbstbewusste Frau macht Birdie klar, was wichtig ist.

„...Die anderen haben nicht zu entscheiden, was Ihnen zusteht. Sie sollten selbst das Leben führen, was Sie führen wollen…“

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es arbeitet ein schwieriges Kapitel der amerikanischen Geschichte auf. Nicht nur unterschwellig geht es um Zwangssterilisierung von Frauen und den Umgang mit Homosexualität der Männer. Auch die Abgrenzung zwischen Weißen und Farbigen ist Thema.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Leseempfehlung

Die 15 spannendsten Kriminalfälle in der Bibel
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„...Wenn eine Geheimnis in der Luft liegt, kann ich einfach nicht stillsitzen. Ich liebe es, Spuren zu suchen, Rätsel zu knacken und die Wahrheit ans Licht zu bringen…“

Mit diesen Worten stellt sich die ...

„...Wenn eine Geheimnis in der Luft liegt, kann ich einfach nicht stillsitzen. Ich liebe es, Spuren zu suchen, Rätsel zu knacken und die Wahrheit ans Licht zu bringen…“

Mit diesen Worten stellt sich die Detektivin Zaka vor. Sie wird die Leser durch das gesamte Buch begleiten. Darin lernen wir 15 Bibelgeschichten auf völlig neue Art kennen. Sie sind wir ein Kriminalfall aufbereitet.
Der Aufbau folgt immer dem gleichen Schema. Es beginnt mit einer Überschrift und einer Frage. Die lautet bei der ersten Geschichte:

„...Wer hat von der Frucht gegessen?…“

Dann folgt die Untersuchung von Spuren oder der Abdruck von Verhörprotokollen. Meist stellt Zaka dort eine weitere Frage. Dadurch werde ich als Leser zum Mitmachen und Nachdenken animiert.
Auf den folgenden drei Seiten wird danach die Originalgeschichte aus der Bibel kindgerecht erzählt und der Fall damit gelöst. Beige unterlegt wird das von Texten begleitet, die auf die heutige Gesetzgebung eingehen oder der Erläuterung von Fachbegriffen aus dem Strafrecht dienen.
Die ebenfalls Beige unterlegte Aktennotiz weist auf die Bedeutung der Geschichte für den Glauben hin.
Das Buch ist sehr schön illustriert. Die Bilder werden häufig mit zur Spurensuche eingesetzt und enthalten wesentliche Elemente zur Lösung des Problems.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist spannend und spricht den kindlichen Leser persönlich an.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Spannend und humorvoll

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 9: Der letzte Ausritt
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„...Anna folgte seinem Blick und ihr stockte der Atem. Ein schwarz glänzender Hengst mit dunklen Augen beobachtete sie über die Boxentür hinweg…“

Anna besucht mit Tameo den Reiterhof. Der Junge hält sich ...

„...Anna folgte seinem Blick und ihr stockte der Atem. Ein schwarz glänzender Hengst mit dunklen Augen beobachtete sie über die Boxentür hinweg…“

Anna besucht mit Tameo den Reiterhof. Der Junge hält sich öfter dort auf. Dann erscheint Lorenzo mit seinem Pferd. Das Tier ist nervös. Lorenzo reitet vom Hof. Wenig später kommt das Pferd allein zurück.
Das Autorenpaar hat erneut einen spannenden und humorvollen Krimi geschrieben. Der Schriftstil ist leicht und locker.
Lorenzo wird tot im Wald gefunden. Er hatte keinen Helm getragen. Die Ärztin kommentiert lapidar:

„...Eine noble Sonnenbrille schützt aber nicht vor einem Schädelbruch…“

Der Fall landet bei Vico und seinem Team. Die Unfalltheorie wird schnell fallengelassen, denn an zwei Bäumen findet man ein Stück Schnur. Verdächtige gibt es eine Menge. Auffallend ist, dass sich alle positiv über den Toten äußern, obwohl Anna wenige Minuten zuvor die Spannungen zwischen ihm, Carmen und Patrizia selbst erlebt hat.
Ich mag Marcos Humor.

„...Von Pferden weiß ich nur, dass das vordere Ende beißt und das hintere tritt. Ich werde mit der Besitzerin des Pferdehofs sprechen…“

Als möglicher Täter wird auch Christiano beschuldigt, der Onkel von Tameo. Bei ihm wächst der Junge seit dem Tod seiner Eltern auf. Durch diese Beschuldigung entstehen Spannungen zwischen Anna und Christiano. Das trifft Tameo hart, denn er mag beide.
Genau zu dem Zeitpunkt kommt Malte nach Italien. Kann Anna ihn überreden, undercover auf dem Pferdehof zu recherchieren?
Dreh- und Angelpunkt scheint die Schnur zu sein. Dummerweise arbeiten aber alle auf dem Reiterhof damit. Nach und nach stellt sich heraus, dass die Beziehungen der Protagonisten wesentlich komplexer sind als es zu Anfang schien. Es gibt Verbindungen, die weit in die Vergangenheit reichen.
Wie meist ist es am Ende eine Kleinigkeit, die zur Auflösung des Falles führt.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Sehr spannend

PaderValley
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„...Sie sehen, Punica Granatum ist mehr Konzept als Substanz. Eine kollektive Fiktion, die nur solange existiert, wie wir alle daran glauben. So funktioniert auch das Geld und unsere geliebten Staaten. ...

„...Sie sehen, Punica Granatum ist mehr Konzept als Substanz. Eine kollektive Fiktion, die nur solange existiert, wie wir alle daran glauben. So funktioniert auch das Geld und unsere geliebten Staaten. Sie sind Illusionen, denen wir gemeinsam Macht verleihen…“

Die Gedanken des Museumsdirektors laden zum Nachdenken ein. Dabei sollte man wissen, dass Punica Granatum eine Firma ist. Der Name ist nicht ohne Grund gewählt.
Der Autor hat einen spannenden fiktiven Roman geschrieben, die an Werke von Dan Brown und Yuval Noah Harari erinnert. Der Schriftstil sorgt für den hohen Spannungsbogen. Der Roman ist eine Mischung aus Wissenschaftsthriller, Stadtgeschichte und sozialkritischen Diskussionen.
Wir befinden uns in Paderborn des Jahres 2025. Auf seinem Schreibtischstuhl wacht Hieronymus Hauptmann auf. Das Bild, das sich ihm beim Blick aus dem Fenster zeigt, passt nicht mit seinen Erinnerungen zusammen.

„...Das grüne Kupferdach des Paderborner Doms kam ihm höchst vertraut vor. Der Rest beunruhigte ihn zutiefst. Etwas stimmte nicht…“

Ab und an blitzt im Buch eine feine Ironie auf. Lassen wir nochmals den Museumsdirektor zu Wort kommen.

„...Erst als der Sapiens vor etwa siebzigtausend Jahren den afrikanischen Kontinent verließ, wurde schnell klar, dass es sich um eine besondere Spezis handeln musste. Überall, wo Homo Sapiens sich ansiedelte, hinterließ er Massensterben. Innerhalb weniger Jahrtausende starben fünf artverwandte Menschenarten aus…“

Während der Museumsdirektor noch seine Rede schwingt und ihm der chinesische Präsident lauscht, sind in Paderborn vier bekannte Wissenschaftler verschwunden. Gleichzeitig fragt sich Hieronymus, warum er mit seine Erinnerungen in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hängengeblieben ist. Und einer Bloggerin werden brisante Dokumente zugespielt.
Spannend findet ich die Diskussionen im Buch. Es geht um Rohstoffgewinnung, ethische Fragen und wirtschaftliche Notwendigkeiten. Jeder Fortschritt hat seinen Preis. Wer aber muss ihn zahlen? Manches ist schon Gegenwart. Nehmen wir zum Beispiel die Aussagen zum iPhone.

„...Das Produkt bediente seitdem erfolgreich einen Markt, den es sich selbst geschaffen hatte. Mit einem Schlag hatte es das iPhone geschafft, das Leben der Menschen grundlegend zu verändern...“

Tief in ethische Fragen greifen die Diskussionen über Nanotechnologie und die Kombination des menschlichen Gehirns mit Elementen der KI. Das Buch auch enthält eine Menge an Fakten über die Historie von Paderborn.
Das Buch enthält einige überraschende Wendungen. Nicht alles ist so, wie es aussieht.
Zu Beginn gibt es einen Zeitstrahl, der die Entwicklung von Silicon Valley und der Nixdorf AG bis 1985 gegenüberstellt. Außerdem befindet sich dort eine Stadtplan von PaderValley.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Dem Zukunftsszenarium allerdings stehe ich eher kritisch gegenüber.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Empfehlnswertes Kinderbuch

Leserabe Vor-Lesestufe - Eine kleine Katze für Anton
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„...Anton sitzt im Auto. Er fahrt mit Mama und Papa zum neuen Haus in eine neue Stadt…“

So beginnt ein abwechslungsreiches Kinderbuch. Ganz stimmt das aber nicht. Im Original sind im Gegensatz zu obigen ...

„...Anton sitzt im Auto. Er fahrt mit Mama und Papa zum neuen Haus in eine neue Stadt…“

So beginnt ein abwechslungsreiches Kinderbuch. Ganz stimmt das aber nicht. Im Original sind im Gegensatz zu obigen Zitat die Worte Auto, Haus und Stadt durch Zeichnungen ersetzt.
Das Buch stammt aus der Reihe Leserabe. Es wird ab der Vorschule empfohlen. Es zeichnet sich durch große Schrift, kurze Sätze und klar gegliederte Absätze aus. Es enthält im Anhang eine Wörterliste, die all die Wörter enthält, die durch Zeichnungen ersetzt wurden.
Die Texte sind leicht verständlich und stammen aus der Erfahrungswelt der Kinder. Sie sind in vier Abschnitte gegliedert.
Anton findet im Garten ein kleines Kätzchen. Behalten kann er sie aus zwei Gründen nicht. Zum einen wissen sie nicht, ob sie jemanden gehört, zum anderen hat der Vater eine Tierhaarallergie. Was nun?
Das Buch ist kindgerecht und liebevoll illustriert. Die Bilder sind groß und enthalten viele Kleinigkeiten.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es bekommt eine Leseempfehlung.

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