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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

Klasse Sachbuch für Kinder

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 17 - Im Wald
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„...Ein Wald ist eine große Fläche voller Bäume und anderer Pflanzen. Hier lebt die Hälfte aller Tierarten…“

Mit diesen Zeilen beginnt ein inhaltsreiches Kinderbuch aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum?. ...

„...Ein Wald ist eine große Fläche voller Bäume und anderer Pflanzen. Hier lebt die Hälfte aller Tierarten…“

Mit diesen Zeilen beginnt ein inhaltsreiches Kinderbuch aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum?. Es ist für Erstleser gedacht. Große Schrift, kurze Sätze, klar gegliederte Absätze und einfache Texte sorgen dafür, dass das Lesen leicht fällt.
Jede Doppelseite ist einen Thema gewidmet. Es beginnt mit einer Frage, die dann mit mehreren kleinen Texten beantwortet wird. Vielfältige Farbbilder und Zeichnungen veranschaulichen das Gesagte. Dabei gefällt mir besonders, dass diese Bilder beschriftet sind und damit zur Wissensvermittlung per Anschauung beitragen.
Die Themen sind vielfältig. Das Leben in den Wäldern, die Ernährung von Bäumen, die Lebenswelt unter den Bäumen und die Vermehrung sind einige davon.
Vier Leserätsel mit je drei Aufgaben vertiefen den Stoff. Außerdem können auf einer Doppelseite die im Buch enthaltenen Sticker eingefügt werden. Ein Lesequiz schließt das Buch ab. Ein Leselottospiel kann außerdem gebastelt werden.
Zu allen Rätseln sind die Lösungen im Buch enthalten.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es bekommt von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Eine komplexe Familiengeschichte

Wenn die Sonne untergeht
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„...Was für eine seltsame Familie ist diese Familie Mann: alle unauflöslich miteinander verbunden, aber oft weniger durch Liebe als durch Sehnsucht nach der Anerkennung, durch Sentimentalität, durch herzliche ...

„...Was für eine seltsame Familie ist diese Familie Mann: alle unauflöslich miteinander verbunden, aber oft weniger durch Liebe als durch Sehnsucht nach der Anerkennung, durch Sentimentalität, durch herzliche Abneigung oder Angst…“

Diese Worte drücken aus, worum es in dem Buch geht: um die komplizierten Verhältnisse in der Familie des Thomas Mann. Gleichzeitig wurde mir als Leser schnell klar, dass die Sympathien des Autors auf der Seite der Kinder liegen, während der Schriftsteller Thomas Mann oft kritisch betrachtet wird.
Der Schriftstil ist meist sachlich. Emotionen kommen nur selten vor. Das Buch zeigt aber die ausführliche Recherche des Autors, besonders dann, wenn er konkrete Zitate einarbeitet oder auf Bilder der Familie verweist.
Die Geschichte beginnt im Februar 1933. Katia und Thomas Mann begeben sich zu einem Erholungsurlaub in die Schweiz. Wenige Tage später gelingt Heinrich Mann die Flucht nach Paris. Für ihn ist schnell klar, dass eine Rückkehr nach Deutschland kaum möglich ist.
Das Buch verfügt über eine innere Spannung, die durch die komplexen Beziehungen der Protagonisten erreicht wird. Moni Mann, die mittlere Tochter bringt das so zum Ausdruck:

„...Die beiden großen Geschwister seien berühmt, die beiden Kleinen süß…“

Moni und Golo haben dagegen nie richtig ihren Platz in der Familie gefunden. Das zeigt sich auch in der Emigration, obwohl es Golo gelingt, auf verschlungenen Wegen manche Habe aus Deutschland zu bringen.
Den Sommer des Jahres 1933 verbringt die Familie am südfranzösischen Mittelmeer. Sie sind nicht die einzigen, die dort Zuflucht gefunden haben. Auch Leon Feuchtwanger und Arnold Zweig machen in dem Ort Station.
Der Autor beschreibt den Alltag zwischen Resignation, Hoffnung und den politischen Entwicklungen in Deutschland. Damit geht jeder anders um.
Im Nachwort erfahre ich, wie es mit den einzelnen Protagonisten weiter geht.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Ein Reisebericht der besonderen Art

Die Schattenkinder von Kirgistan
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„...Das vorliegende Buch ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und beschreibt die Erlebnisse und Eindrücke, die ich während meines freiwilligen Auslandsjahres in Zentralasien gesammelt habe…“

Mit diesen ...

„...Das vorliegende Buch ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und beschreibt die Erlebnisse und Eindrücke, die ich während meines freiwilligen Auslandsjahres in Zentralasien gesammelt habe…“

Mit diesen Worten lädt der Autor ins Buch ein. Er war 18 Jahre, als er sich auf den Weg nach Kirgisien gemacht hat, um dort eine Jahr in einem Kinderheim zu arbeiten.
Der Schriftstil ist weitgehendst sachlich. Genau aus diesem Grund gehen manche Szenen besonders unter die Haut. Jedes Kapitel beginnt mit einem einseitigen Schwarz-Weiß-Foto und auf der Nebenseite mit einem Zitat.
Seine ersten eindrücke von der Stadt fast er so zusammen.

„...So ist wohl jeder Anfang einer Reise beschaffen: Es öffnet sich eine neue, fremdartige Welt, die uns in sich hineinzieht und erst einmal aus dem Gleichgewicht bringt…“

In dem Kinderheim ist er auf Kinder getroffen, die aus zerrütteten Familienverhältnissen kamen oder zuvor auf der Straße gelebt haben. Sie kannten keine Regeln und waren psychisch geschädigt. Es macht etwas mit Kindern, wenn sie ungewollt und ungeliebt sind.
Das Bericht ist ehrlich und ungeschönt. Der Autor beschreibt einige Schicksale, aber auch seine Hilflosigkeit, damit umgehen zu können. Mit Hilfe von Zitaten setzt er sich mit dem Erlebten und seinem Glauben auseinander.
Deutlich wird, dass die Erlebnisse dieses Jahres vielfältig sind. Beeindruckt ist er von der Gastfreundlichkeit der Kirgisen. Erlebnisse in der Natur zeigen ihm die Schönheit der Schöpfung und werden zu Ruhepunkten und Zeiten des Erholung.
Er macht sich Gedanken darüber, wie Glaube vermittelt werden kann und kommt zu der Schlussfolgerung, dass tätige Nächstenliebe mehr bewirken kann wie lange Reden und Diskussionen. Im Heim erlebt er die Taufe zweier Jugendlicher.
Seine Konfrontation mit tiefster Armut lässt ihn über mögliche Hilfen nachdenken. Das Heim, in dem er arbeitet, lebt von vielfältiger Unterstützung. Es wird von der Kirche getragen. Das Besondere ist, dass dazu eine Ranch in den Bergen gehört. Hier zeigt sich, dass manche Kinder im Umgang mit Tieren und bei den bäuerliche Tätigkeiten zur ruhe kommen.
Es gibt sicher noch viele Aspekte, die ich nicht erwähnt habe. Für das Lesen sollte man sich Zeit nehmen, um die Geschehnisse verarbeiten, aber sich auch mit den Gedanken des Autors auseinandersetzen zu können.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist tiefgründig.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Spurensuche in der Vergangenheit

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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„...Ich fühle mich wie auf einer Odyssee, die nicht enden will. Wir fahren von einem zum anderen Punkt, wie bei einer Schnitzeljagd, und haben bisher doch kaum Antworten bekommen…“

Es ist schon eine Menge ...

„...Ich fühle mich wie auf einer Odyssee, die nicht enden will. Wir fahren von einem zum anderen Punkt, wie bei einer Schnitzeljagd, und haben bisher doch kaum Antworten bekommen…“

Es ist schon eine Menge passiert, bevor es zu dieser Aussage von Magnolia kommt. Angefangen hatte alles mit einem alten Flugticket und einer Kette.
Die Autorin hat einen berührenden Roman geschrieben. Es ist der vierte Band der Reihe. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet und bringt die Probleme gekonnt auf den Punkt. Wieder laufen zwei Handlungsstränge parallel. Der eine spielt in der Gegenwart, der andere beginnt 1961.
Magnolia lebt in London. Sie ist Umwelttechnikerin und setzt sich vehement für den Umweltschutz ein. Ihren Kunden gegenüber wird sie sehr konkret.

„...Doch auf eben jeden Einzelnen kommt es an. Wenn jeder etwas tut, und sei es noch so wenig, werden viele kleine Maßnahmen zu einer großen. Und dann bewirken wir auch etwas...“

Ihre Eltern leben in Kalifornien. Als sie die Nachricht erhält, dass ihre Mutter erneut einen Selbstmordversuch unternommen hat, ist sie erschüttert. Es gibt eigentlich keinerlei Gründe für deren Depression. Sollten die Ursachen tief in der Vergangenheit liegen? Und was hat es mit dem Flugticket und der Kette auf sich, die Magmolia nach dem Tode der Großmutter in Cornwall gefunden hat?
Kurzerhand fliegt Magnolia nach Neuseeland, dem Herkunftsland ihrer Mutter. Ihr Chef verweist sie an Kyle, einen dortigen Freund, der auch um Umweltschutz arbeitet und deklariert das Ganze als Dienstreise.
Auf dem Ticket steht ein Name. Damit beginnt Magnolias Suche. Ihre Reise führt sie an verschiedene Orte der Insel. Dadurch lerne ich manche Sehenswürdigkeiten kennen und werde mit den Legenden der Maori vertraut gemacht. Die Anlaufpunkte erweisen sich oft als eine Art Sackgasse, die ihr nichts weiter bringen als einen neuen Namen.
Beim Thema Umweltschutz ist Neuseeland schon weiter als Europa. Interessant finde ich vor allem das Vorgehen beim Artenschutz. Doch Magnolia muss auch lernen, dass alles zwei Seiten hat und man nichts übers Knie brechen sollte.
Zwischendurch erfahre ich als Leser, was ab 1961 geschehen ist. Hier werde ich mit den unterschiedlichen Welten der weißen Eroberer und der einheimischen Maori bekanntgemacht.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es verknüpft eine spannende Familiengeschichte mit aktuellen Problemen.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Sehr schöne Weihnachtsgeschichte

Das dreizehnte Geschenk
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„...Dann starb mein geliebter Mann in einer Nacht kurz vor Weihnachten im Jahre 1999, und mir wurde klar, dass mein Gold so zerbrechlich war wie Glas…“

Mit diesen Zeilen aus dem Vorwort wird die Grundlage ...

„...Dann starb mein geliebter Mann in einer Nacht kurz vor Weihnachten im Jahre 1999, und mir wurde klar, dass mein Gold so zerbrechlich war wie Glas…“

Mit diesen Zeilen aus dem Vorwort wird die Grundlage für die folgende Geschichte gelegt, denn die Autorin erlebt, wie zu ihr und den drei Kindern die Freude zurück kommt. Der Schriftstil zeigt die Trauer, wird aber auch von einem feinem Humor durchzogen.
Die Autorin wollte Weihnachten am liebsten ausfallen lassen. Dann aber kommt der dreizehnte Dezember.

„...In meiner Eile, auf dem Weg zu meinem Auto, stolperte ich fast über den Weihnachtsstern, der vor meiner Tür stand…“

Sie hätte ihn gern entsorgt, doch ihre Tochter Megan ist begeistert. Nun gibt es Tag für Tag ein weiteres Geschenk. Dabei liegt ein Gedicht, das jeden Tag um eine Zeile erweitert wird und auf einem amerikanischen Liedtext beruht. Natürlich wollen sie wissen, von wem die Gaben kommen. Aber alle Anstrengungen führen zu keinem Ergebnis.
Die Geschenke aber verändern die Familie. Vor allem die beiden jüngeren Kinder Megan und Nick werden aufgeschlossener für die kommenden Feiertage. Nach und nach findet auch Ben, der älteste, Freude an den Vorbereitungen.
Gut gefällt mir, dass es, in kursiver Schrift, immer wieder Rückblenden in das Familienleben gibt.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, was kleine Gaben ausrichten können.

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