Mutige Frauen
Die Engel von Berlin„...Ich erzähle sie dir. Vielleicht weißt du dann auch wieder, wie stark du bist, wie stark jede Frau ist. Und das wir immer versuchen sollten, die Welt ein wenig besser zu machen…“
Die Geschichte beginnt ...
„...Ich erzähle sie dir. Vielleicht weißt du dann auch wieder, wie stark du bist, wie stark jede Frau ist. Und das wir immer versuchen sollten, die Welt ein wenig besser zu machen…“
Die Geschichte beginnt 2022, wo Martha ihre Tochter Laura aus einem Tief herausholen will. Deshalb erzählt sie ihr die Geschichte ihrer Großmutter.
Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Das bedeutet auch, dass die zwischenmenschlichen und die gesellschaftlichen Probleme auf den Punkt gebracht werden. Das Buch zeugt von einer umfangreichen Recherche.
Im Jahre 1931 treffen sich Annegret und Martha in einem Lager der Pfadfinder in Berlin. Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich eine schöne Freundschaft. Martha ist aus London angereist. Als begeisterte Fotografin nimmt sie viele Bilder von Berlin auf . Dazu gehören auch die Eindrücke von den aufkommenden Nationalsozialismus. Erste Diskussionen zwischen den jungen Frauen kommen schnell auf den Punkt.
„...Wir Pfadfinderinnen lehren die Kinder seit Jahrzehnten Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft….“
Unter den Kindern ist Fanny. Das jüdische Mädchen hat vor kurzem erst ihre Mutter verloren. Sie fühlt sich in der Gemeinschaft wohl.
Martha muss zurück nach London. Die Freundinnen bleiben brieflich verbunden. Nach der Reichspogromnacht setzt sich Martha dafür ein, dass jüdische Kinder nach Großbritannien kommen können. Sie bringt Fanny bei ihrer verheirateten Schwester unter.
Währenddessen ist Annegret in Berlin hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrem Mann und dessen politischer Einstellung. Bei ihren Arbeitskolleginnen nimmt sie kein Blatt vor den Mund.
„...Überhaupt sollten sich Frauen mehr für Politik interessieren. Denn wir sind nachher die Leidtragenden…“
Annegrets Einsatz hat Folgen. 1945 kehrt Martha nach Berlin zurück. Was wird sie vorfinden?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin setzt damit all denen ein Denkmal, die ähnlich gehandelt haben.