Cover-Bild Linus im Glück
14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Peter Hammer Verlag
  • Genre: Kinder & Jugend / Bilderbücher
  • Seitenzahl: 24
  • Ersterscheinung: 04.07.2016
  • ISBN: 9783779505594
  • Empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
Hanna Jansen

Linus im Glück

Britta Gotha (Illustrator)

Obwohl Bären aller Art in der Stadt wohnten - schwarze und weiße, gestreifte und schick frisierte - fiel einer immer auf: Linus. Sein Pelz war so verzottelt, dass man nur noch die Nasenspitze sah. Er ging keiner Arbeit nach und tanzte wie ein Brummkreisel durch die Straßen. Dieser Bär war ein haarsträubendes Ärgernis. Man schimpfte ihn Faulpelz und sperrte ihn ein. Vom Bärenrichter nach dem Zweck seines ungebührlichen Verhaltens gefragt, antwortete Linus, den kenne er nicht, er müsse nach der Antwort noch suchen. So jagte man ihn als Dummkopf aus der Stadt. Linus, der gar nicht anders konnte, als glücklich sein, war es fast noch mehr, als er weit vor der Stadt im Freien wohnte. Hier trafen Reisende auf ihn. Auch sie wollten wissen, wer er sei und was er hier wolle. Als sie hörten, dass er die Antwort noch suche, schien ihnen das weise und sie berichteten überall von dem klugen Bären vor den Toren der Stadt. So kam es, dass Linus allen Reisenden zum großen Ratgeber wurde. Er, der doch bloß ein verzottelter, glücklicher Bär war.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Jecke in einem Regal.
  • Jecke hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2025

✎ Hanna Jansen - Linus im Glück

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Geschichten vom Anderssein sind wichtig. Kinder lernen auf diese Weise viele verschiedene Sichten kennen - auch jene, mit denen sie im Alltag nicht konfrontiert werden.

„Linus im Glück“ brachte uns stundenlange ...

Geschichten vom Anderssein sind wichtig. Kinder lernen auf diese Weise viele verschiedene Sichten kennen - auch jene, mit denen sie im Alltag nicht konfrontiert werden.

„Linus im Glück“ brachte uns stundenlange Gespräche ins Haus.

Zum einen ist da dieser traurige Umstand, dass der Bär in seiner Umgebung nicht nur nicht gemocht wird, nein, die anderen haben regelrecht Angst vor ihm. Er wird zudem massiv von Kindern gemobbt und am Ende sogar aus seiner Heimat vertrieben.

Als ich das das erste Mal alleine gelesen hatte, war ich wirklich geschockt, wie viel Leid Linus zu ertragen hatte. Ich wollte das Buch bereits nicht fertig gelesen aussortieren und niemals meinem Kind zeigen.

Dann las ich weiter und verstand immer mehr die Intension der Autorin.

Irgendwann trifft eine Gruppe Bären auf Linus, die ihn so akzeptieren, wie er ist; die ihn einfach annehmen; die keine Angst vor seinem Charakter und seinem Aussehen haben.

Für mich persönlich waren jedoch die Anfangsszenen zu brutal, zu intensiv. 6 traurige Seiten gegenüber 5 glücklichen Seiten. Das ist mir in einem Kinderbuch ab 4 Jahren zu unausgewogen. Ich habe es auch tatsächlich erst mit meinem Kind gelesen, als sie selbst bereits 6 1/2 Jahre alt war. Ein supergutes Alter, in dem sie alles verstanden hat, Fragen stellen konnte, Erklärungen aufnahm.

Es stellt sich Lesenden die Frage, ob Linus eventuell eine kognitive Beeinträchtigung hat.
Er antwortet mit immer den drei gleichen Sätzen.
Er lacht, als Kinder ihn anspucken, während er hinter Gitterstäben sitzt.
Es macht ihm nichts aus, als er aus der Stadt vertrieben wird.

Doch Hanna Jansen stellt dies nicht als Defizit dar. Es ist eine Besonderheit von Linus; etwas, das ihn zu dem macht, was er ist.

Die ausdrucksstarken und detailreichen Illustrationen unterstreichen das Geschriebene.

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