Cover-Bild Schwebebahnen
24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Luchterhand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783630877846
Hanns-Josef Ortheil

Schwebebahnen

Roman
Von einer Kindheit in Wuppertal: das berührende Panorama einer Gesellschaft nach dem Krieg

Ende der fünfziger Jahre zieht der sechsjährige Josef mit den Eltern von Köln nach Wuppertal in ein Haus voller Eisenbahnerfamilien. Er ist ein stark introvertierter Einzelgänger, der am liebsten nur Klavier spielen würde. Die Schule in Köln musste er abbrechen, in der neuen Heimat nimmt er einen zweiten Anlauf. Als er Mücke, die Tochter des Gemüsehändlers von gegenüber, kennenlernt, entwickelt sich zwischen den beiden Kindern eine enge Freundschaft, die ihm hilft, seine Hemmungen zu überwinden. Allmählich öffnet er sich auch anderen Menschen, wie etwa den Patres des Kreuzherrenordens, die ihm lautes Vorlesen und Singen beibringen, oder einem Jugendtrainer, der ihn im Langlauf trainiert. Den stärksten Halt aber gibt ihm das Aufschreiben von Geschichten, über Schwebebahnflüge entlang der Wupper, Expeditionen mit skurrilen Tieren im Zoo oder abenteuerlichen Kämpfen mit Jugendbanden in einem nahen Waldgebiet.

Berührend intensiv erzählt Hanns-Josef Ortheil vom inneren und äußeren Wiederaufbau im westlichen Nachkriegsdeutschland. "Schwebebahnen" ist die Geschichte eines anfänglich autistischen Jungen, der seine eigenen, von Musik getragenen Fantasiewelten entdeckt. Zugleich ist er das große Panorama einer zutiefst traumatisierten Gesellschaft, in der die Menschen ein stilles und vom zweiten Weltkrieg gezeichnetes Leben führen und angesichts eines wiederum drohenden Krieges noch immer angstvoll agieren.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2025

Nichts Neues von Ortheil?

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REZENSION - Neues von Hanns-Josef Ortheil? Eigentlich eher nicht. Mit seinem neuen Roman "Schwebebahnen", im September beim Luchterhand Verlag erschienen, füllt er lediglich in bekanntem, durchaus auch ...

REZENSION - Neues von Hanns-Josef Ortheil? Eigentlich eher nicht. Mit seinem neuen Roman "Schwebebahnen", im September beim Luchterhand Verlag erschienen, füllt er lediglich in bekanntem, durchaus auch bewährtem Stil mit Blick auf Details eine weitere Lücke in der Reihe seiner autobiografischen Romane, diesmal eine Episode aus dem Leben des siebenjährigen autistischen Jungen, der sich nach dem Umzug von Köln nach Wuppertal in seiner neuen Umgebung und seiner neuen Grundschule eingewöhnen muss. Es gibt weitaus bessere bzw. interessantere Romane von Ortheil. Und wer seine Bände "Die Erfindung des Lebens" (2009) und "Der Stift und das Papier" (2015) kennt, weiß über die schwierigen Kinderjahre Ortheils, seine Passion fürs Klavierspielen und seine frühe Liebe zum Schreiben von Geschichten bestens Bescheid. Insofern ist in "Schwebebahnen" die Handlung zwar eine andere, die Kernaussagen aber sind Ortheil-Kennern bereits bekannt. Insofern also nichts Neues. Wer Ortheil liebt, wird am neuen Roman Gefallen finden - oder sich vielleicht auch schon langweilen. Alle anderen dürfte dieser autobiografische Roman kaum besonders ansprechen. Wie gesagt: Es gab schon bessere Bücher dieses Autors - wie u.a. "Die Mittelmeerreise. Roman eines Heranwachsenden" (2018) oder "Der von den Löwen träumte" (2019).