Cover-Bild Zeit der Magier
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28,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 23.04.2025
  • ISBN: 9783103976663
Hans Wißkirchen

Zeit der Magier

Heinrich und Thomas Mann 1871–1955

Politik und Literatur: Hans Wißkirchens große Biographie über Heinrich und Thomas Mann 

»Was reden doch die zwei unwissenden Magier da?« Das dachte Golo Mann immer wieder, wenn er Heinrich und Thomas, seinen Onkel und seinen Vater, über Politik reden hörte. Wie aber steht es wirklich um die politische Urteilskraft dieser beiden großen Autoren des 20. Jahrhunderts? Wie wurden diese beiden Bürgersöhne aus Lübeck zu glühenden Verteidigern der Demokratie? Hans Wißkirchen, Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, zeichnet in seiner Biographie der Brüder ein differenziertes Bild, bei dem Politik und Literatur nicht zu trennen sind und das dank bisher unbekannter Briefe vor allem die Zeit des frühen Exils in ein neues Licht rückt. Weil erstmals beide Brüder gleichberechtigt zu Wort kommen, korrigieren sie sich immer wieder gegenseitig. Beide kommen aus dem ideologischen Raum der Jahrhundertwende. Demokratie ist für beide keine Selbstverständlichkeit. Gerade deshalb wissen sie, was auf dem Spiel steht, und kennen die Gegner ganz genau. Ein engagiertes, unverzichtbares Buch über Heinrich und Thomas Mann und die wiederkehrende Bedrohung der Demokratie.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2025

Trotz anspruchsvoller Lektüre, ein Gewinn!

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»Es waren schwere Tage, die hinter uns liegen, aber nun sind wir über den Berg und werden besser gehen, – zusammen, wenn Dir’s ums Herz ist, wie mir.«

Dass die beiden Brüder Heinrich und Thomas nicht ...

»Es waren schwere Tage, die hinter uns liegen, aber nun sind wir über den Berg und werden besser gehen, – zusammen, wenn Dir’s ums Herz ist, wie mir.«

Dass die beiden Brüder Heinrich und Thomas nicht nur die lübische Herkunft verband und sie sich zeitlebens – trotz teils starker Entfremdung durch unterschiedliche Ansichten wie zur Zeit des ersten Weltkriegs – vertraute und unendlich wichtige Bezugspersonen waren, zeigt dieses Buch von Hans Wißkirchen, dem Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, in äußerst eindrücklicher Weise.
Es scheint, als würde er dabei keinen Aspekt, so klein er auch sein möge, auslassen und dies ist wirklich einmalig.

Wer einen der beiden lesen und verstehen will, muss sich dem jeweils anderen gleichermaßen widmen, da sie sich gegenseitig ergänzen und erst zusammen durch Beschäftigung mit den Romanen, Essays, etc. ein Gesamtbild entsteht.
Dabei beschränkt sich das Buch keineswegs nur auf das Literarische, sondern gleichermaßen auch auf das persönliche Leben, besonders in sexueller Hinsicht und das politische Streben der beiden Brüder. In frühen Jahren war es meist Heinrich, der voranging und auch politisch das sagte, wovon er in progressiver Weise überzeugt war. So übte Vieles was er tat Einfluss auf Thomas Mann aus. Auch Motive der literarischen Texte zeigen nachahmende Handlungen seitens des jüngeren Bruders. Das änderte sich jedoch mit dem Exil und den späteren Leben der beiden.

Trotz der wirklich beeindruckenden Analyse hat mir das Buch aufgrund unzähliger Details und fast zu präzisen Ausführungen und teilweisen Abschweifungen einiges abverlangt.
Kennt man sich mit dem Leben und Werk der Mann-Brüder noch nicht so aus, wird einen dieses Buch vermutlich aufgrund der komplexen Fülle an Informationen erschlagen und ist eher wenig zu empfehlen.
Wer sich allerdings der Geschwisterbeziehung vollumfänglich widmen möchte, wird an diesem Buch – früher oder später – nicht vorbeikommen.
Denn auch wenn es anspruchsvoll ist, ist es trotz allem ein Gewinn!

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