Cover-Bild Heinz Strunk in Afrika
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Humor
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 270
  • Ersterscheinung: 01.08.2012
  • ISBN: 9783499258596
Heinz Strunk

Heinz Strunk in Afrika

Sonne, Palmen, Black Jack, Bürgerkrieg.



Seit Jahren reist Heinz Strunk zu Weihnachten mit einem Freund in die Fremde. Wohin, ist eigentlich egal, Hauptsache Meerblick, gepflegte Anlage und in der Nähe ein Spielcasino. Die beiden bevorzugen nämlich Reisen, bei denen die Erholung nicht durch tolle Erlebnisse, neue Anregungen oder interessante Urlaubsbekanntschaften erfolgt, sondern durch Nicht-Erkrankung, körperliche Ruhe und keine Gewichtszunahme. Anders gesagt: Den größten Erholungswert haben Reisen, auf denen nichts passiert. Diesmal soll es nach Mombasa gehen. Die erste Woche verläuft wie geplant: essen, trinken, schlafen, Glücksspiel. Doch am zweiten Weihnachtsfeiertag sind in Kenia Wahlen angesetzt, und plötzlich hallen Gewehrschüsse durch die Nacht von Mombasa ...
«Lustig wie nie zuvor!» NDR Kultur

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2017

Herumlungern in Mombasa

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Den größten Erholungswert haben Reisen, auf denen nichts passiert. Diese Meinung vertritt Heinz Strunk in seinem vierten Buch „Heinz Strunk in Afrika“, das er bewusst keinen Roman nennt. Wie jedes Jahr ...

Den größten Erholungswert haben Reisen, auf denen nichts passiert. Diese Meinung vertritt Heinz Strunk in seinem vierten Buch „Heinz Strunk in Afrika“, das er bewusst keinen Roman nennt. Wie jedes Jahr reist er mit einem Freund in die Fremde. Diesmal soll es über Weihnachten nach Mombasa gehen, in eine gepflegte Anlage mit Meerblick, in der es genügend Alkohol und Spielcasinos gibt. Mehr wollen die beiden gar nicht. Doch schon die Anreise wird zur Herausforderung und am zweiten Weihnachtsfeiertag sind in Kenia Wahlen angesetzt. Es wird gemunkelt, dass das in einem Bürgerkrieg enden könnte.

Was dieses Geschichte so lesenswert macht ist Strunks ganz spezielle Art von Humor: Niemand verbindet tiefe Depression und Witz so gekonnt miteinander wie er. Im Prinzip haben Strunks Bücher immer etwas Tragikomisches. Die Figur Strunk ist einerseits ein Pechvogel, mit dem man manchmal fast Mitleid haben könnte, weil sein Leben so trost- und sinnlos erscheint. Er ist aber auch ein Stück weit ein griesgrämiger Menschenhasser. Schonungslos, voll bitterer Ironie und trocken zieht er über seine Miturlauber und die Hotelangestellen her und deckt ihre Schwächen auf. Das ist zwar zum Teil unglaublich böse, aber auch aus dem Leben gegriffen und gerade deswegen so urkomisch – zum Beispiel wenn er über die Anbaggerprobleme mittelalter Männer nachdenkt oder das Animationsprogramm abends im Club beschreibt. Zwar ist „Heinz Strunk in Afrika“ nicht ganz so gut wie „Fleisch ist mein Gemüse“, trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 23.04.2025

Ein Hamburger und ein Wiener in Mombasa

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In „In Afrika“ erzählt Heinz Strunk, der Autor von einem Urlaub in Kenia mit seinem Freund C. (hierbei soll es sich wohl um Christoph Grissemann, einen österreichischen Kabarettist und Moderator handeln).

Seit ...

In „In Afrika“ erzählt Heinz Strunk, der Autor von einem Urlaub in Kenia mit seinem Freund C. (hierbei soll es sich wohl um Christoph Grissemann, einen österreichischen Kabarettist und Moderator handeln).

Seit Jahren verbringen die beiden zur Weihnachtszeit einen gemeinsamen Urlaub. Urlaubsziel ist egal, Hauptsache es gibt Meer, Sonne, eine gepflegte Hotelanlage und ein Casino in der Nähe. Die beiden sind weder an tollen Erlebnissen, Sehenswürdigkeiten oder Urlaubsbekanntschaften interessiert, wichtig ist vor allem, nicht krank zu werden, nicht zuzunehmen und viel Ruhe.

Also geht es dieses Mal, im Dezember 2007, nach Mombasa.

Über Kenia selbst erfährt man wenig – und bei dem Wenigen handelt es sich um allgemeine Plattitüden und Klischees.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil spielt sich in der Hotelanlage ab mit der immer gleichen täglichen Routine: man trifft sich um Punkt 9 Uhr zum Frühstück, dann geht es an den Pool zum Lesen oder Schlafen, Mittagessen, wieder Pool, Abendessen, Unterhaltungsprogramm in der Anlage.

Im zweiten Teil geht es dann tatsächlich auch mal in die Stadt nach Mombasa, um ins Casino zu gehen und Frauen zu treffen, mit denen sie Zeit in Bars und Discos verbringen. Die Damen werden natürlich dafür bezahlt.

Heinz Strunk kann natürlich mit Sprache umgehen, aber mit seinem Humor kann ich leider überhaupt nichts anfangen. Für mich waren die 268 Seiten dieses Werkes nichts als eine Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen, Plattheiten und Klischees. Da werden die anderen Gäste des Hotels durch den Kakao gezogen, Kenia und die Kenianer kommen auch nicht besser weg - nichts als Klischees und Vorurteile.

Dem Buch kann man höchstens etwas abgewinnen, wenn man es als Persiflage des deutschen „Normalo“ - Pauschalurlaubers sieht: irgendwo hinreisen ohne die geringste Ahnung bzw. das geringste Interesse an Land und Leuten, Hauptsache schönes Wetter, Schnitzel und Bier. Aber muss man darüber tatsächlich ein Buch schreiben?

Wie gesagt, ich konnte mit dem Buch überhaupt nichts anfangen, der Humor ist nicht meiner, ich konnte nicht mal schmunzeln, es hat mich nur genervt. Und wenn es nicht so schnell zu lesen gewesen wäre, hätte ich es sicher abgebrochen.

Gekauft hätte ich mir das Buch ohnehin nicht, habe es in einem öffentlichen Bücherschrank gefunden. Und nun überlege ich ernsthaft, ob es wieder dorthin zurückwandert oder ob ich es nicht doch lieber gleich in die Papiertonne entsorge. Naja, Strunk-Fans wird es wohl gefallen, also doch Bücherschrank, Hauptsache ich habe es nicht im Haus!

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