Cover-Bild Der Verrückte
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 13.07.2023
  • ISBN: 9783423218030
Henning Mankell

Der Verrückte

Mankells Spannungsroman über Schwedens dunkle Vergangenheit
Andrea Frederiksson-Zederbauer (Übersetzer)

»Nichts verbreitet sich schneller als das Gerücht«

Ein kleiner Ort in Norrland nach dem Krieg. Bertil Kras kommt aus Stockholm, um hier sein Glück zu machen. Er findet Arbeit im Sägewerk. In einem nahegelegenen Lager waren in den letzten Kriegsjahren Kommunisten und andere politische Oppositionelle interniert. Bertil, selbst überzeugter Kommunist, und eine Gruppe Gleichgesinnter wollen diese Vergangenheit publik machen. Doch in einer kalten Januarnacht brennt das Sägewerk ab, und Bertil wird beschuldigt, den Brand gelegt zu haben. Er droht alles zu verlieren – auch die Kontrolle.

›Der Verrückte‹ erzählt von einem Arbeiter, der in der aufstrebenden Nachkriegsgesellschaft zum Opfer wird. Ein früher Roman von Henning Mankell über ein dunkles Kapitel der schwedischen Geschichte.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Sozialkritisch, sensibel, eindrücklich

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Der Klappentext umreißt den Kern der Geschichte schon recht gut. In diesem umfangreichen Buch beschreibt Mankell die Hetzjagd, der Bertil über Jahre ausgesetzt ist und wie er und sein Glück nach und ...



Der Klappentext umreißt den Kern der Geschichte schon recht gut. In diesem umfangreichen Buch beschreibt Mankell die Hetzjagd, der Bertil über Jahre ausgesetzt ist und wie er und sein Glück nach und nach daran zerbrechen.

Sehr intensiv beschreibt Mankell die Hilflosigkeit einer Minderheit und die Macht der Herrschenden. So zeigt er beispielsweise die Unwilligkeit der Polizei den wahren Täter finden zu wollen, passt doch Bertil sehr gut ins Bild. Aber auch die Menschen, mit denen Bertil bisher Seite an Seite gelebt hat, „akzeptieren“ und verurteilen ihn als Schuldigen.

Durch lebensnah charakterisierte Figuren schafft Mankell in seinem Roman ein eindrückliches Bild der 1960er Jahre in einer politisch sehr bewegten Zeit. Einerseits gab es die Bedrohung durch den Kommunismus, andererseits die Nachwirkungen von Faschismus und Nationalsozialismus.

Fazit: Wie schon öfter beschreibt Mankell auch in diesem Buch schwierige gesellschaftliche Themen und hinterfragt soziale und politische Missstände. Ein interessantes Buch – empfehlens- und lesenswert.