Sozialkritisch, sensibel, eindrücklich
Der Klappentext umreißt den Kern der Geschichte schon recht gut. In diesem umfangreichen Buch beschreibt Mankell die Hetzjagd, der Bertil über Jahre ausgesetzt ist und wie er und sein Glück nach und ...
Der Klappentext umreißt den Kern der Geschichte schon recht gut. In diesem umfangreichen Buch beschreibt Mankell die Hetzjagd, der Bertil über Jahre ausgesetzt ist und wie er und sein Glück nach und nach daran zerbrechen.
Sehr intensiv beschreibt Mankell die Hilflosigkeit einer Minderheit und die Macht der Herrschenden. So zeigt er beispielsweise die Unwilligkeit der Polizei den wahren Täter finden zu wollen, passt doch Bertil sehr gut ins Bild. Aber auch die Menschen, mit denen Bertil bisher Seite an Seite gelebt hat, „akzeptieren“ und verurteilen ihn als Schuldigen.
Durch lebensnah charakterisierte Figuren schafft Mankell in seinem Roman ein eindrückliches Bild der 1960er Jahre in einer politisch sehr bewegten Zeit. Einerseits gab es die Bedrohung durch den Kommunismus, andererseits die Nachwirkungen von Faschismus und Nationalsozialismus.
Fazit: Wie schon öfter beschreibt Mankell auch in diesem Buch schwierige gesellschaftliche Themen und hinterfragt soziale und politische Missstände. Ein interessantes Buch – empfehlens- und lesenswert.