Tödliche Gewitter im Voralpenland
An Anna Sieveking kann ich mich noch gut aus ihrem ersten Fall erinnern „Tod am Staffelsee“
Die Hochzeit mit Hotelerben Christian ist damals ins Wasser gefallen und Anna möchte nie wieder einen Mann, ...
An Anna Sieveking kann ich mich noch gut aus ihrem ersten Fall erinnern „Tod am Staffelsee“
Die Hochzeit mit Hotelerben Christian ist damals ins Wasser gefallen und Anna möchte nie wieder einen Mann, der ihr Leben komplizierter und anstrengender macht. Ob ausgerechnet der suspendierte Kommissar Andreas Kienlechner dann der Richtige für sie ist?
Bei einer Wanderung auf dem Hohen Peißenberg gerät Anna in ein Gewitter und entdeckt eine Leiche, was für ein grauenhaftes Szenario. Der journalistische Instinkt ist sofort geweckt und bringt Anna selbst in Lebensgefahr.
Wunderbar ironisch nimmt die Autorin die bayerischen Eigenheiten auf die Schippe. Neben der hanseatischen Anna wundert sich auch die ostdeutsche Sandy, Kienlechners Nachfolgerin, über die seltsamen Gebräuche in Bayern. Das alles und nichts sagende Mei nervt sie besonders. „Ein Wort, dass das Gespräch verlangsamt, Verantwortung verdünnt und Konflikte aufweicht, bis niemand mehr weiß, worüber man eigentlich gesprochen hat.“
Der Fall selbst ist spannend, die Hauptverdächtigen haben unwiderlegbare Alibis und Polizei und ich suchen verzweifelt nach weiteren Motiven.
Die Protagonisten sind vielschichtig und interessant und mir gefällt die Anziehungskraft zwischen Anna und Andreas.
Inga Persson zeigt wieder einmal, was für perfide Menschen sich in der ländlichen Postkartenidylle verstecken und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht im Voralpenland.