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Redrose

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Fellnasenalarm 😍

Sommer ist mein Lieblingsort
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Dieses Buch ist nicht geeignet für: Tierquäler und Tierhasser, für alle andern unbedingt.

Cäcilia betreibt mit Leidenschaft ein Tierheim auf Sylt, die Pfoteninsel. Sie möchte am liebsten alle Lebewesen ...

Dieses Buch ist nicht geeignet für: Tierquäler und Tierhasser, für alle andern unbedingt.

Cäcilia betreibt mit Leidenschaft ein Tierheim auf Sylt, die Pfoteninsel. Sie möchte am liebsten alle Lebewesen retten und es trifft sie jedes Mal bis ins Mark, wenn wieder einmal ein unzuverlässiger Mensch sein Tier aussetzt, weil er es nicht mehr gebrauchen kann, es zu teuer ist oder dem Urlaub im Weg steht. Mir hat das Herz geblutet, wenn ich an die treuen Hunde denke, die an einer Autobahnraststätte angebunden werden und die glauben, sie werden gleich wieder abgeholt, dabei wurden sie einfach nur entsorgt, weil sie ihre Besitzer stören.

Wer für eine Sache so brennt wie Cäcilia, dem droht oft ein Burnout und so setzen sich ihre Mitarbeiter zusammen und ermöglichen es, dass sie in Urlaub fahren kann.

Zusammen mit ihrem dreibeinigen Hund Adonis und einem Camper zieht Cäcilia los, dabei holen sie immer wieder Erinnerungen ein an ihren Opa, mit dem sie nach dem frühen Tod ihrer Eltern mit diesem VW-Bus unterwegs war. Awww, dieser Opa muss ein ganz besonderer Mensch gewesen sein.

Ich begleite Cäcilia auf ihrer Reise zu sich selbst, wo sie fernab vom Alltag feststellt, was ihr wirklich wichtig ist im Leben. Dabei begegnet sie Roman, der sie mit seinen smaragdgrünen Augen anzieht, aber ein Geheimnis verbirgt.

Was für eine wunderbare Geschichte, die mein Herz (und meine Augen) zum Überlaufen bringt 😉. Mein ganz besonderer Held ist Adonis, der sein fehlendes Bein mit seinem Charme, Mut und Witz mehr als wett macht.

Mir gefällt das Optimistische, die positive Stimmung, die die Bücher dieser Autorin auszeichnen, da bekomme ich sofort gute Laune. Oder wie Roman sagen würde:

„Ich hab es genau so gemeint. Wo du bist, ist Sommer. Da braucht man gar kein warmes Wetter mehr.“ Ist das nicht das schönste Kompliment, welches man bekommen kann?

Wunderschön und witzig sind auch die Kapitelüberschriften, kleine Kostprobe gefällig? „Es gibt Leute, die es merkwürdig finden, wenn man mit seinem Haustier spricht. Ich finde Unterhaltungen mit manchen Menschen weitaus merkwürdiger.“

„Sommer ist mein Lieblingsort“ hat mich wunderbar unterhalten, berührt und wird sehr gerne von mir weiterempfohlen.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Der 3. Fall für Baron Philippe

Verrat an der Loire
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Ich liebe die Schlösser der Loire und mit „Verrat an der Loire“ komme ich voll auf meine Kosten. Dieses Mal steht das Königsschloss Chambord im Mittelpunkt der Ermittlungen von Baron Philippe und ich erkenne ...

Ich liebe die Schlösser der Loire und mit „Verrat an der Loire“ komme ich voll auf meine Kosten. Dieses Mal steht das Königsschloss Chambord im Mittelpunkt der Ermittlungen von Baron Philippe und ich erkenne so vieles wieder. Natürlich die beiden spiralförmigen Treppenhäuser, bei denen man sich nicht begegnet oder die spektakuläre stadtähnliche Landschaft auf dem Dach, welche früher dazu diente, dass Jagden beobachtet werden konnten. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

Um die Jagd geht es auch in diesem Fall, denn ein Jäger kommt ums Leben. War es nur ein schrecklicher Jagdunfall, wie er immer mal wieder vorkommt? Doch Baron Philippe wittert ein Verbrechen. Nach dem Tod seines Onkels ist Philippe im Rang allerdings deutlich aufgestiegen und inzwischen Duc de Cotignac, weshalb er auch zwingend an der Beerdigung von Claude de Murot teilnehmen muss. Seine Tante Aude stellt fest: „Nirgends wird so viel gelogen wie auf Beerdigungen“.

Weder bei seiner Jagdgesellschaft noch bei seiner Familie war Claude de Murot sonderlich beliebt, wie schrecklich, wenn nach deinem Tod niemand um dich trauert.

Obwohl es sich um einen Krimi handelt, verströmen die Bücher dieser Reihe eine gewisse Leichtigkeit des Seins. Als wäre jeder Tag dazu da, mit einem Glas Champagner begonnen zu werden und sich dann vergnüglichen Zerstreuungen zuzuwenden, wie etwa einer Fahrt mit einem Heißluftballon.

„Sie waren über das östliche Loiretal und Chateau de Murot gefahren. Heute würde er nicht nur Teiche sehen, die wie Edelsteine zwischen den Bäumen aufblitzten, oder die Loire, die sich gemächlich Richtung Atlantik schob.“

Obwohl Philippe in Liebesdingen noch unentschieden ist, kann man ihm aber nicht so richtig böse sein. Ich bewundere, wie er seine Angst vor Hunden überwindet und erfahre mehr über Jagdhunde und ihre Erziehung.

„Verrat an der Loire“ bietet mir wieder einen spannenden Fall inmitten der Königsschlösser und fühlt sich an wie ein Kurzurlaub im Loiretal. Wer selbst noch nicht dort war, dem wird das sehr empfohlen, genauso wie diese Reihe von Catherine Duval.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Dunkle Machenschaften und alte Seilschaften

Nachtschwarzes Avignon
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Avignon ist eine wirklich schöne Stadt und lacht mich mit seinen Lichtern in der Nacht auf dem Cover auch wirklich an, aber seitdem uns dort unser Auto aufgebrochen und das gesamte Gepäck geraubt wurde, ...

Avignon ist eine wirklich schöne Stadt und lacht mich mit seinen Lichtern in der Nacht auf dem Cover auch wirklich an, aber seitdem uns dort unser Auto aufgebrochen und das gesamte Gepäck geraubt wurde, mag ich nur noch literarisch nach Avignon reisen.

Gerne auch in Begleitung von Capitaine Olivier Malbec, dem Frauenversteher 😉 des Commisariat von Carpentras in der idyllischen Provence.

Malbec hat geschafft, wovon andere träumen: ein ortstypisches Steinhaus mit einem wilden Garten zu kaufen und zu renovieren. Und obwohl noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind, beneide ich ihn ein wenig um sein Domizil. Der Capitaine weiß die schönen Dinge des Lebens zu genießen und bei der Beschreibung des Menüs im Restaurant Hiély Lucullus wird mir der Mund wässrig gemacht. Ich liebe die französische Küche 😍.

Ein renommierter Mittelalterexperte ist verschwunden und Malbec ermittelt zunächst Undercover.

Ralf Nestmeyer schafft es, trockene historische Begebenheiten spannend zu erzählen und ich versinke in der Geschichte um Templerorden, Päpste in Rom und Avignon und finstere Machenschaften. Aber was hat die Vergangenheit mit dem verschwundenen Professor zu tun?

In „Nachtschwarzes Avignon“ glänzt der Autor wieder mit viel Provence-Feeling, dem sympathischen Olivier Malbec mit seinem unkonventionellen Liebesleben und einem spannenden Fall, der mich bis zum Schluss in Atem hält.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und sage „Au revoir“ und „À bientôt“ in der Provence.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Mord und Amore am Gardasee

Madonna del Garda
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Ex-Kardinal Mario und Restaurateurin Rosina sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die erste Verliebtheit ist verflogen und Rosina wünscht sich, dass sich Mario auch offiziell zu ihr bekennt. Doch ...

Ex-Kardinal Mario und Restaurateurin Rosina sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die erste Verliebtheit ist verflogen und Rosina wünscht sich, dass sich Mario auch offiziell zu ihr bekennt. Doch Mario scheint Geheimnisse zu haben und die Kluft zwischen den Beiden wird immer größer. Wie schade, ich mag dieses unkonventionelle Ermittlerpaar.

Vielleicht bringt sie aber ein neuer Fall wieder zusammen?

Adriano Venturi ist ein eigenwilliger Barista. „Kein Cappuccino am Nachmittag. Keine getrennten Rechnungen bei Bestellungen unter Freunden.“ Aber seine Fans feiern die schlichte Eleganz seines caffé.

Als Rosinas Freundin Cara ihren Chef Venturi tot auffindet, hat Rosina endlich wieder eine Aufgabe. Die unfähige Polizei kennt sie bereits von ihren vorherigen Ermittlungen und dass jetzt auch noch Cara verdächtigt wird, geht wirklich zu weit.

Rosina ist wie ein Tornado und als Polizist würde ich sie hassen, aber als Freundin ist sie loyal und unschlagbar.

Mir haben die Ermittlungen am Gardasee wieder viel Spaß gemacht. Es zeigt sich, dass es den größten Verbrechern immer wieder gelingt, sich zu tarnen und ich betrachte meine Nachbarn mit anderen Augen. Sind sie wirklich alle so harmlos, wie sie tun? 😉 Oder ist jeder Italiener automatisch ein Mitglied der Mafia?

Katharina Eigner hat mit ihren Protagonisten Figuren geschaffen, die originell und authentisch wirken und die ich gerne ein Stück ihres Weges begleite. Ich freue mich schon auf neue Abenteuer für Mario und Rosina.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Sodom und Gomorrha in der italienischen Schweiz

Arrivederci am Lago Maggiore
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Tabea Kummer ist zurück am Lago Maggiore. Während sie in „Mord am Lago Maggiore“ den Mord ihres Schwiegervaters aufklären konnte, soll sie dieses Mal auf Wunsch ihres Vermieters ihn in seinem Boutiquehotel ...

Tabea Kummer ist zurück am Lago Maggiore. Während sie in „Mord am Lago Maggiore“ den Mord ihres Schwiegervaters aufklären konnte, soll sie dieses Mal auf Wunsch ihres Vermieters ihn in seinem Boutiquehotel in Ascona vertreten. Doch die Gäste sind allesamt seltsam und als eine bekannte Influencerin tot aufgefunden wird, steckt Tabea plötzlich wieder tief in Ermittlungen, sehr zum Leidwesen der Polizei. Unterstützt wird sie dabei von Haushälterin Esmeralda, doch auch Esmeralda hütet ein Geheimnis.

Die Casa Buonmattino ist schon ein besonderes Urlaubshotel. Das Frühstücksbüffet würde ich mir auch gerne schmecken lassen: „Ofenfrisches Brot, ein Korb gefüllt mit den verschiedensten Brötchen und Gebäck, Käsespezialitäten aus den umliegenden Tälern und Marmeladen produzione propria stellten nur die Basis dar. Optische und gustatorische Krönung war ein in einer Kristallschüssel präsentierter Fruchtsalat. Nicht zu vergessen die variierenden Eierspeisen und Spezereien vom Feinkosthändler.“ Da läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen.

Allerdings sind die anderen Gäste dann doch sehr merkwürdig und auch das Hauspersonal hat seine Eigenheiten, vielleicht suche ich mir doch lieber eine andere Unterkunft. Insbesondere, da der Tod in der Casa Buonmattino umgeht.

Alexandra Holenstein gelingt es erneut mich zu fesseln und mir die Schönheiten des Tessin nahezubringen. Ich mag die sanfte Ironie, die ihren Schreibstil auszeichnet und die besonders bei Esmeralda zum Vorschein kommt: „Auch hätte sie Adora (ihre Tochter) darüber aufklären können, wie wenig Verlass auf eine schicksalhafte Bestrafung schlechter Charakter bestand. Für diese Erkenntnis genügte ein kurzer Blick aufs Weltgeschehen.“

Immer wieder muss ich schmunzeln und habe trotz des wachsenden Bodycounts meinen Spaß, die Opfer waren keine sympathischen Menschen und ein Gefühl von „endlich trifft es mal die Richtigen“ kommt auf.

Mein besonderer Liebling ist Bruno, Tabeas Basset, der für die tierischen Akzente sorgt.

Auch der zweite Teil der Reihe hat mir wieder gut gefallen und ich bin schon gespannt, wo Tabea als Nächstes ermitteln darf.

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