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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2026

Mitreißend, emotional, überwältigend

Die Ozeanschwimmerin
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Ich begleite die Autorin Charlotte mit den unterschiedlichen Pseudonymen bereits seit mehr als 5 Jahren und immer wieder gelingt es ihr mich zu überraschen. Ob es als Charlotte McGregor ist mit meinem ...

Ich begleite die Autorin Charlotte mit den unterschiedlichen Pseudonymen bereits seit mehr als 5 Jahren und immer wieder gelingt es ihr mich zu überraschen. Ob es als Charlotte McGregor ist mit meinem Zufluchtsort Kirkby, dem schottischen Bullerbü für Erwachsene, als Charlotte Taylor mit den magischen Wal-Begegnungen oder ob sie als Teil des Duos C.C. Ravenmiller in fantastische Welten eintaucht, mich fasziniert ihre Vielfältigkeit und ihre große Stärke ist es, dass sie ihre Leserinnen mitnimmt in ihre Bücher. Ich kraule kleine Babydrachen, freue mich auf witzige Wortgefechte mit Lord Seidentüchlein in Jons Pubs oder gehe auf Whale Watching Tour Auge in Auge mit den größten Säugetieren der Welt. Ich werde Teil der Bücher, fühle mit den Protagonisten, als würde ich in ihrer Haut stecken und ertrinke in einem Strudel an Emotionen, nicht selten wird auch ein Päckchen Taschentücher benötigt 😉.

Von daher war es keine Frage, dass ich auch „Die Ozeanschwimmerin“ auf ihrer Oceans´s Seven Challenge begleiten will. Als Charlotte Tarnowski beglückt mich die Autorin mit einer Geschichte über eine junge Frau, die Ehemann, Sohn und Hund bei einem Bootsunglück verloren hat. Ich kann mir nicht annähernd vorstellen, wie sich Sophie fühlen muss, wenn von einem auf den anderen Tag alles weg ist, wofür sie gelebt hat. Nur im Wasser fühlt sich Sophie noch lebendig und aus einer spontanen Idee heraus, plant sie die schwimmerische Antwort auf die „Seven Summit“ Herausforderung der Bergsteiger zu wagen. Das freie Durchschwimmen der sieben schwierigsten Meerengen ohne Neoprenanzug, unter extremen Bedingungen wie kaltem Wasser, Strömungen, Haien und Quallen. Selbst geübte Schwimmer, zu denen ich ganz sicher nicht gehöre, sind an dieser Herausforderung gescheitert, mich fröstelt schon allein der Gedanke daran.

Und die Autorin schont uns nicht. Schon auf den ersten Seiten schwimmt Sophie in einen Quallenteppich und ich staune, was der Mensch alles ertragen kann. Wie stark wir sein können, wie groß trotz allem Leid der Überlebenswille ist. Es berührt mich zutiefst, wenn Sophie auf die Frage, ob sie keine Angst hätte, antwortet: „Nein, wovor soll ich mich fürchten, nachdem mir das Schlimmste schon passiert ist?“

Sophie ist krass, mir fällt kein anderes Wort ein, welches sie besser beschreibt. Ist sie mutig? Oder verrückt? Aber ich schwimme mit ihr durch die Seiten dieses Buches, erfahre durch Rückblenden von ihrer Jugend und hoffe, dass sie eines Tages doch wieder Angst verspürt, denn dann hat sie wieder etwas gefunden, was sie nicht verlieren möchte.

Wie es Sophie schafft, mit ihrem Mut und ihrem eisernen Willen alle um sie herum zu inspirieren und zu motivieren ist beeindruckend. Sie ist trotz ihrer Leistungen keine Angeberin und ich würde mir wünschen, dass es mehr Menschen gibt wie sie. „Die Ozeanschwimmerin“ kämpft gegen starke Strömungen und auch ich habe diesen Sog verspürt, dem ich nicht widerstehen konnte, der Sucht immer weiterlesen zu müssen und das Buch nicht aus den Händen legen zu wollen. Die Geschichte hallt noch lange nach und macht Lust auf mehr.

5 Sterne plus und eine unbedingte Leseempfehlung für das Highlight meines Jahres.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Der erste Band der Mord im Gepäck-Reihe

Tote trinken keinen Riesling
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Seitdem ich mit Mitte Zwanzig meine Eltern auf einer Busreise begleitet habe, meide ich Busreisen lieber. Nach meinen Erfahrungen sind die Senioren zwar feierwütig, aber geh faul und am Ende dieser Woche ...

Seitdem ich mit Mitte Zwanzig meine Eltern auf einer Busreise begleitet habe, meide ich Busreisen lieber. Nach meinen Erfahrungen sind die Senioren zwar feierwütig, aber geh faul und am Ende dieser Woche hatte ich das dringende Bedürfnis auf Auslauf. Raus aus dem Bus und rein in die nächste Wirtschaft ist nicht mein Verständnis von Urlaub.

Vielleicht hätte mir eine Busreise mit Rosi Ritter als Reiseleiterin besser gefallen. Immerhin ist Rosi Anwärterin auf das goldene Fähnchen, „den Oskar der Reiseleiter, der traditionell bei der Mannheimer Weihnachtsgala verliehen wurde.“

Rosi weiß, „Das Geheimnis einer guten Rentnertour war simpel: Jede Sehenswürdigkeit diente vor allem als Zwischenstopp auf dem Weg zum nächsten Snack.“, womit sich meine eigenen Erfahrungen ja wieder bestätigt haben 🤣.

Auf dieser Tour wird Rosi von ihren alten Freundinnen Olga und Monique begleitet und das ist gut so, denn diese Tour wird wie keine jemals zuvor. Während einer Pipi-Pause im Wald, stolpert eine der Reiseteilnehmerinnen über eine Leiche und diese ist keine Unbekannte für Rosi. Bei der Toten handelt es sich um eine Winzerin aus der Region.

Nachdem die beiden Kriminalhauptkommissare der ehemaligen Kommissarin Olga nicht kompetent genug erscheinen, startet das Trio seine eigenen Ermittlungen. Was insbesondere bei Rosi gemischte Gefühle hervorruft, da sie einen Großteil der Verdächtigen persönlich kennt.

Mit sehr viel Humor startet Lilly Hess in diese neue Reihe und die Senioren machen richtig Spaß. So ein Mord ist eine herrliche Abwechslung zum Alltag und so eine aufregende Reise hat noch keiner der Teilnehmer bisher erlebt. Mit ganz viel Situationskomik und den drei so unterschiedlichen, aber sympathischen Heldinnen, komme ich aus dem Schmunzeln nicht mehr raus. Dabei gelingt es der Autorin meisterhaft mich in die Irre zu führen und immer neue falsche Spuren zu legen, denen ich brav hinterher hechle.

Rosi, Olga und Monique beweisen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. „Wenn das eigene Gesicht mehr Falten aufweist als das Werk eines Origami-Meisters und andere Menschen einem jeden Fauxpas lächelnd durchgehen lassen, hat man die Grenzen von Gut und Böse überschritten – und wahre Freiheit erreicht.“ Fast freue ich schon darauf, ebenfalls dieses Stadium zu erreichen 🤣. Bis es aber so weit ist, hoffe ich noch mehr Anregungen für einen aktiven Lebensabend zu erhalten mit weiteren Fällen aus der „Mord im Gepäck Reihe“.

Tote trinken keinen Riesling ist ein gelungener Start in eine neue Reihe, die ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Fellnasenalarm 😍

Sommer ist mein Lieblingsort
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Dieses Buch ist nicht geeignet für: Tierquäler und Tierhasser, für alle andern unbedingt.

Cäcilia betreibt mit Leidenschaft ein Tierheim auf Sylt, die Pfoteninsel. Sie möchte am liebsten alle Lebewesen ...

Dieses Buch ist nicht geeignet für: Tierquäler und Tierhasser, für alle andern unbedingt.

Cäcilia betreibt mit Leidenschaft ein Tierheim auf Sylt, die Pfoteninsel. Sie möchte am liebsten alle Lebewesen retten und es trifft sie jedes Mal bis ins Mark, wenn wieder einmal ein unzuverlässiger Mensch sein Tier aussetzt, weil er es nicht mehr gebrauchen kann, es zu teuer ist oder dem Urlaub im Weg steht. Mir hat das Herz geblutet, wenn ich an die treuen Hunde denke, die an einer Autobahnraststätte angebunden werden und die glauben, sie werden gleich wieder abgeholt, dabei wurden sie einfach nur entsorgt, weil sie ihre Besitzer stören.

Wer für eine Sache so brennt wie Cäcilia, dem droht oft ein Burnout und so setzen sich ihre Mitarbeiter zusammen und ermöglichen es, dass sie in Urlaub fahren kann.

Zusammen mit ihrem dreibeinigen Hund Adonis und einem Camper zieht Cäcilia los, dabei holen sie immer wieder Erinnerungen ein an ihren Opa, mit dem sie nach dem frühen Tod ihrer Eltern mit diesem VW-Bus unterwegs war. Awww, dieser Opa muss ein ganz besonderer Mensch gewesen sein.

Ich begleite Cäcilia auf ihrer Reise zu sich selbst, wo sie fernab vom Alltag feststellt, was ihr wirklich wichtig ist im Leben. Dabei begegnet sie Roman, der sie mit seinen smaragdgrünen Augen anzieht, aber ein Geheimnis verbirgt.

Was für eine wunderbare Geschichte, die mein Herz (und meine Augen) zum Überlaufen bringt 😉. Mein ganz besonderer Held ist Adonis, der sein fehlendes Bein mit seinem Charme, Mut und Witz mehr als wett macht.

Mir gefällt das Optimistische, die positive Stimmung, die die Bücher dieser Autorin auszeichnen, da bekomme ich sofort gute Laune. Oder wie Roman sagen würde:

„Ich hab es genau so gemeint. Wo du bist, ist Sommer. Da braucht man gar kein warmes Wetter mehr.“ Ist das nicht das schönste Kompliment, welches man bekommen kann?

Wunderschön und witzig sind auch die Kapitelüberschriften, kleine Kostprobe gefällig? „Es gibt Leute, die es merkwürdig finden, wenn man mit seinem Haustier spricht. Ich finde Unterhaltungen mit manchen Menschen weitaus merkwürdiger.“

„Sommer ist mein Lieblingsort“ hat mich wunderbar unterhalten, berührt und wird sehr gerne von mir weiterempfohlen.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Der 3. Fall für Baron Philippe

Verrat an der Loire
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Ich liebe die Schlösser der Loire und mit „Verrat an der Loire“ komme ich voll auf meine Kosten. Dieses Mal steht das Königsschloss Chambord im Mittelpunkt der Ermittlungen von Baron Philippe und ich erkenne ...

Ich liebe die Schlösser der Loire und mit „Verrat an der Loire“ komme ich voll auf meine Kosten. Dieses Mal steht das Königsschloss Chambord im Mittelpunkt der Ermittlungen von Baron Philippe und ich erkenne so vieles wieder. Natürlich die beiden spiralförmigen Treppenhäuser, bei denen man sich nicht begegnet oder die spektakuläre stadtähnliche Landschaft auf dem Dach, welche früher dazu diente, dass Jagden beobachtet werden konnten. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

Um die Jagd geht es auch in diesem Fall, denn ein Jäger kommt ums Leben. War es nur ein schrecklicher Jagdunfall, wie er immer mal wieder vorkommt? Doch Baron Philippe wittert ein Verbrechen. Nach dem Tod seines Onkels ist Philippe im Rang allerdings deutlich aufgestiegen und inzwischen Duc de Cotignac, weshalb er auch zwingend an der Beerdigung von Claude de Murot teilnehmen muss. Seine Tante Aude stellt fest: „Nirgends wird so viel gelogen wie auf Beerdigungen“.

Weder bei seiner Jagdgesellschaft noch bei seiner Familie war Claude de Murot sonderlich beliebt, wie schrecklich, wenn nach deinem Tod niemand um dich trauert.

Obwohl es sich um einen Krimi handelt, verströmen die Bücher dieser Reihe eine gewisse Leichtigkeit des Seins. Als wäre jeder Tag dazu da, mit einem Glas Champagner begonnen zu werden und sich dann vergnüglichen Zerstreuungen zuzuwenden, wie etwa einer Fahrt mit einem Heißluftballon.

„Sie waren über das östliche Loiretal und Chateau de Murot gefahren. Heute würde er nicht nur Teiche sehen, die wie Edelsteine zwischen den Bäumen aufblitzten, oder die Loire, die sich gemächlich Richtung Atlantik schob.“

Obwohl Philippe in Liebesdingen noch unentschieden ist, kann man ihm aber nicht so richtig böse sein. Ich bewundere, wie er seine Angst vor Hunden überwindet und erfahre mehr über Jagdhunde und ihre Erziehung.

„Verrat an der Loire“ bietet mir wieder einen spannenden Fall inmitten der Königsschlösser und fühlt sich an wie ein Kurzurlaub im Loiretal. Wer selbst noch nicht dort war, dem wird das sehr empfohlen, genauso wie diese Reihe von Catherine Duval.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Dunkle Machenschaften und alte Seilschaften

Nachtschwarzes Avignon
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Avignon ist eine wirklich schöne Stadt und lacht mich mit seinen Lichtern in der Nacht auf dem Cover auch wirklich an, aber seitdem uns dort unser Auto aufgebrochen und das gesamte Gepäck geraubt wurde, ...

Avignon ist eine wirklich schöne Stadt und lacht mich mit seinen Lichtern in der Nacht auf dem Cover auch wirklich an, aber seitdem uns dort unser Auto aufgebrochen und das gesamte Gepäck geraubt wurde, mag ich nur noch literarisch nach Avignon reisen.

Gerne auch in Begleitung von Capitaine Olivier Malbec, dem Frauenversteher 😉 des Commisariat von Carpentras in der idyllischen Provence.

Malbec hat geschafft, wovon andere träumen: ein ortstypisches Steinhaus mit einem wilden Garten zu kaufen und zu renovieren. Und obwohl noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind, beneide ich ihn ein wenig um sein Domizil. Der Capitaine weiß die schönen Dinge des Lebens zu genießen und bei der Beschreibung des Menüs im Restaurant Hiély Lucullus wird mir der Mund wässrig gemacht. Ich liebe die französische Küche 😍.

Ein renommierter Mittelalterexperte ist verschwunden und Malbec ermittelt zunächst Undercover.

Ralf Nestmeyer schafft es, trockene historische Begebenheiten spannend zu erzählen und ich versinke in der Geschichte um Templerorden, Päpste in Rom und Avignon und finstere Machenschaften. Aber was hat die Vergangenheit mit dem verschwundenen Professor zu tun?

In „Nachtschwarzes Avignon“ glänzt der Autor wieder mit viel Provence-Feeling, dem sympathischen Olivier Malbec mit seinem unkonventionellen Liebesleben und einem spannenden Fall, der mich bis zum Schluss in Atem hält.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und sage „Au revoir“ und „À bientôt“ in der Provence.

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