Teil 7 der Schwaben-Krimis um Kommissar Brander
Tod in EsslingenSybille Baecker greift immer wieder Themen auf, die die Realität in Deutschland abbilden und auch das idyllische Schwabenländle ist nicht vor rechten Schlägertrupps gefeit, die gerne mal aus Spaß Ausländer ...
Sybille Baecker greift immer wieder Themen auf, die die Realität in Deutschland abbilden und auch das idyllische Schwabenländle ist nicht vor rechten Schlägertrupps gefeit, die gerne mal aus Spaß Ausländer aufmischen.
Aber hat einer von denen auch die junge Frau umgebracht, die tot in der verwüsteten Wohnung ihres Bruders liegt?
Kommissar Brander und sein Team geraten mal wieder an ihre Grenzen. Es muss schwer sein, hier nicht zu resignieren. „Entweder war die Polizei zu rigoros bei einem Einsatz vorgegangen oder zu nachlässig. Jeder schrie nach Sicherheit. Aber keiner wollte irgendwelche Einschränkungen.“
Ich habe das Gefühl, dass ich auch die Familie von Brander inzwischen gut kenne, da ich die Entwicklung jetzt seit Fall 1 begleite und spüre seine innere Zerrissenheit, weil er oft nicht da ist, wenn er Zuhause gebraucht würde.
Mich erschreckt, wieviele Menschen den rechten Rattenfängern auf den Leim gehen und gleichzeitig verstehe ich auch die Wut darüber, dass so vieles schief geht, auf beiden Seiten. Die Autorin lässt einen Protagonisten einen wichtigen Satz sagen: „Es ist leichter jemanden zu hassen, den du nicht kennst.“ und genau das scheint mir der richtige Ansatz zu sein. Einander kennenlernen und nicht das Fremde zu sehen, sondern das Verbindende.
Tod in Esslingen ist spannend und es gelingt Sybille Baecker immer wieder mich zu überraschen. Sie schreibt authentisch und ihre Protagonisten sind mir längst gute Bekannte geworden. Ich muss grinsen bei der Vorstellung, wie Peppi für den Anglerschein büffelt und bin schon gespannt, wann sie das gesamte Team mit frischem Fisch versorgt 🤣.
Eine tolle Reihe, der ich mich schon fast familiär zugehörig fühle und ein spannender Fall bei dem nichts ist, wie es anfangs erscheint.