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Veröffentlicht am 05.07.2026

Teil 7 der Schwaben-Krimis um Kommissar Brander

Tod in Esslingen
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Sybille Baecker greift immer wieder Themen auf, die die Realität in Deutschland abbilden und auch das idyllische Schwabenländle ist nicht vor rechten Schlägertrupps gefeit, die gerne mal aus Spaß Ausländer ...

Sybille Baecker greift immer wieder Themen auf, die die Realität in Deutschland abbilden und auch das idyllische Schwabenländle ist nicht vor rechten Schlägertrupps gefeit, die gerne mal aus Spaß Ausländer aufmischen.

Aber hat einer von denen auch die junge Frau umgebracht, die tot in der verwüsteten Wohnung ihres Bruders liegt?

Kommissar Brander und sein Team geraten mal wieder an ihre Grenzen. Es muss schwer sein, hier nicht zu resignieren. „Entweder war die Polizei zu rigoros bei einem Einsatz vorgegangen oder zu nachlässig. Jeder schrie nach Sicherheit. Aber keiner wollte irgendwelche Einschränkungen.“

Ich habe das Gefühl, dass ich auch die Familie von Brander inzwischen gut kenne, da ich die Entwicklung jetzt seit Fall 1 begleite und spüre seine innere Zerrissenheit, weil er oft nicht da ist, wenn er Zuhause gebraucht würde.

Mich erschreckt, wieviele Menschen den rechten Rattenfängern auf den Leim gehen und gleichzeitig verstehe ich auch die Wut darüber, dass so vieles schief geht, auf beiden Seiten. Die Autorin lässt einen Protagonisten einen wichtigen Satz sagen: „Es ist leichter jemanden zu hassen, den du nicht kennst.“ und genau das scheint mir der richtige Ansatz zu sein. Einander kennenlernen und nicht das Fremde zu sehen, sondern das Verbindende.

Tod in Esslingen ist spannend und es gelingt Sybille Baecker immer wieder mich zu überraschen. Sie schreibt authentisch und ihre Protagonisten sind mir längst gute Bekannte geworden. Ich muss grinsen bei der Vorstellung, wie Peppi für den Anglerschein büffelt und bin schon gespannt, wann sie das gesamte Team mit frischem Fisch versorgt 🤣.

Eine tolle Reihe, der ich mich schon fast familiär zugehörig fühle und ein spannender Fall bei dem nichts ist, wie es anfangs erscheint.

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Was für eine grandiose Geschichte

Nichts verblasst für immer
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Ich bin immer noch ein bisschen zerstört und nachdenklich nach der Lektüre von „Nichts verblasst für immer“.

Die Geschichte spielt in Österreich und zwar nicht in grauer Vorzeit, sondern beginnt 1984, ...

Ich bin immer noch ein bisschen zerstört und nachdenklich nach der Lektüre von „Nichts verblasst für immer“.

Die Geschichte spielt in Österreich und zwar nicht in grauer Vorzeit, sondern beginnt 1984, einer Zeit, in der auch ich bereits gelebt habe. Was tun, wenn du intelligent bist und unbedingt mehr im Leben erreichen möchtest, als im Dorf zu versauern, zu heiraten, Kinder zu bekommen?

Marianne möchte Medizin studieren, aufgewachsen in einem lieblosen Elternhaus. Der Vater, ein Versehrter, ertränkt seinen Frust im Alkohol, die Mutter folgt schweigsam, wartet dieses Schicksal auch auf Marianne als sie ungewollt schwanger wird? Sie entscheidet sich gegen ihr uneheliches Kind und ihr gelingt der gesellschaftliche Aufstieg in Salzburg. Aber die Vergangenheit lässt ihr keine Ruhe und scheint sie einzuholen, als sie plötzlich im Mittelpunkt einer Mordermittlung steht.

Während zunächst mehrere Geschichten parallel zueinander laufen zu scheinen, kommt es zum großen Showdown und der erschreckenden Erkenntnis, mit welcher Grausamkeit und Kälte Menschen handeln können, die vorgeblich Gutes tun.

Die Autorin nimmt mich mit in ein dunkles Kapitel der österreichischen Geschichte, welches ich mir nicht vorstellen mag und das Schlimmste daran ist, dass die skandalösen Verhältnisse bis zur Neuzeit anhalten. Mein Herz hat geblutet bei den Schilderungen, die nicht der Fantasie von Katharina Eigner entspringen sondern leider der Realität.

Zum Schluss noch ein tröstendes Zitat aus dem Nachwort der Autorin: „Dennoch glaube ich unerschütterlich an das Gute irgendwo da draußen, auch wenn es manchmal nicht größer als ein flackerndes Teelicht ist. Und deshalb steckt, trotz aller Düsternis, auch viel Schönes in diesem Krimi.“

Ein Buch, welches nachhallt und Eindruck hinterlässt und von mir deshalb 5 Sterne Plus erhält.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Alte Geheimnisse aus dem Fischland

Fischland-Geist
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Glücklicherweise verlief meine eigene Hochzeit ohne Todesfälle. Aber Kassandra und Paul ist das leider nicht vergönnt. Kurz bevor die Braut den Brautstrauß werfen soll, wird eine Leiche in einem Strandkorb ...

Glücklicherweise verlief meine eigene Hochzeit ohne Todesfälle. Aber Kassandra und Paul ist das leider nicht vergönnt. Kurz bevor die Braut den Brautstrauß werfen soll, wird eine Leiche in einem Strandkorb entdeckt, was für ein unschönes Ende einer Hochzeitsfeier.

Als dann auch noch Paul in der Toten eine ehemalige Exfreundin erkennt ist klar, die beiden werden mit ihren unkonventionellen Methoden wieder ihre Freunde bei der Polizei unterstützen.

Nach und nach deckt die Autorin ein Gespinst aus Lügen und alten Geheimnissen auf, welche in die Zeiten der ehemaligen DDR zurückreichen.

Corinna Kastner schreibt über ein spannendes Thema, erlittenes Unheil und jagt die Ermittler und mich auf falsche Fährten. Hier ist nichts was es scheint und ich tappe lange im Dunkeln.

Auch im elften Fall der Fischland-Reihe überzeugt dieser Küstenkrimi mit viel Lokalkolorit, sympathischen Protagonisten und einer spannenden Geschichte, die mich atemlos die Seiten umblättern lässt.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Je älter der Wein, desto besser?

Weinfluch
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Liegt im Wein wirklich die Wahrheit und ist ein 1.700 Jahre alter Wein tatsächlich noch trinkbar?

Auch im achten Fall um Kommissar Achill und Stadtführer Sartorius dreht sich wieder alles um dieses geistige ...

Liegt im Wein wirklich die Wahrheit und ist ein 1.700 Jahre alter Wein tatsächlich noch trinkbar?

Auch im achten Fall um Kommissar Achill und Stadtführer Sartorius dreht sich wieder alles um dieses geistige Getränk und Achill braucht dieses Mal alle Unterstützung, die er bekommen kann. Ein Kollege sägt an seinem Stuhl, ein Versicherungsvertreter droht mit einer Millionenklage und im Fall des entführten Römerweines mischen viel zu viel Personen mit, während Achill die alleinige Verantwortung tragen soll, eine schier ausweglose Situation.

Uwe Ittensohn hat einen ganz eigenen Humor, der nicht schenkelklopfend daherkommt, sondern augenzwinkernd die Schwächen seiner Mitmenschen auf die Schippe nimmt. Darüberhinaus vermittelt er Laien wie mir spielerisch Wissen über seine große Passion, den Wein, ohne zu dozieren oder belehrend zu wirken.

Der Fall um den verschwundenen Wein ist spannend, die Entführer gewitzt und auf dem neuesten Stand der Technik und ich bin lange Zeit genauso ahnungslos wie die Polizei.

Ich begleite die Protagonisten bereits seit dem ersten Fall und freue mich über ihre positive Entwicklung, besonders die Frauen bringen immer wieder jugendliche Frische in die „Altherren-Riege“.

Weinfluch hat mich bestens unterhalten und wird von mir daher wie auch die gesamte Reihe sehr gerne weiterempfohlen.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Zauberhafte Lovestory mit ganz viel Liebe zur Natur

Der vergessene Wald
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Nach „Der alte Apfelgarten“ ist dies bereits mein zweites Buch von Sharon Gosling und erneut konnte sie mich begeistern. Die Geschichte von Saskia, die einen Neustart in einem alten Wald mit einer Schlossruine ...

Nach „Der alte Apfelgarten“ ist dies bereits mein zweites Buch von Sharon Gosling und erneut konnte sie mich begeistern. Die Geschichte von Saskia, die einen Neustart in einem alten Wald mit einer Schlossruine beginnen will, hat mich sehr berührt. Erst nach und nach enthüllt sich ihr Geheimnis und wie sich Saskia und ihr Bauleiter Owen langsam annähern ist ganz großes Kino. Hier braucht es kein aufgebauschtes Drama, keine künstlich erzeugte Nähe, denn die Protagonisten sind authentisch und liebenswert. Ihr Handeln ist echt und zart, wie das Verständnis, welches sie füreinander entwickeln.

Saskias tierischer Begleiter Brodie hat sich in mein Herz geschwanzwedelt und auch Owens Tochter Hannah ist einfach nur zuckersüß.

Der vergessene Wald ist eine wunderbare Auszeit von der hektischen Welt, ich verliere mich in der Geschichte und kann überhaupt nicht aufhören zu lesen. Natürlich gibt es auch ein paar Bösewichte und ich zittere und bange und hoffe, dass das Gute siegt.

Die Autorin vermag es eine besondere Atmosphäre in ihren Geschichten zu verweben, der ich mich nicht entziehen kann und so bin ich schon sehr gespannt auf neuen Lesestoff von ihr.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne plus für diese besondere Geschichte, die ich unbedingt weiterempfehlen möchte.

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