Leider ziemlicher Quatsch mit Soße
Der Klappentext klang interessant und ich habe mir einen unterhaltsamen Frauenroman vorgestellt. Die ersten paar Seiten waren auch genau so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber dann ging es leider steil ...
Der Klappentext klang interessant und ich habe mir einen unterhaltsamen Frauenroman vorgestellt. Die ersten paar Seiten waren auch genau so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber dann ging es leider steil bergab. Denn es passierte einfach zu wenig für meinen Geschmack. Ich musste mich wirklich sehr bemühen, dass ich bis zum Ende durchhalte. Im Nachhinein denke ich mir, ich hätte das Buch besser abbrechen sollen. Ich habe aber mehr oder weniger tapfer durchgehalten, immer mit der Hoffnung, dass es nur besser werden kann.
Ich konnte mich mit keiner der Damen wirklich identifizieren und fand alle mehr oder weniger nervig und nur bedingt sympathisch. Am Anfang fand ich die handelnden Personen noch interessant und wollte wissen was aus ihnen wird. Dieses Gefühl hat sich dann aber relativ schnell aufgelöst. Denn die Gespräche treten sich eigentlich immer nur um ein Thema: Männer. Natürlich hatte ich damit gerechnet, dass Männer und Liebe eine wichtige Rolle spielen. Aber das es ab einem gewissen Punkt um gar nichts anderes geht, war dann doch ein wenig verwunderlich. Denn auch das Thema Kochen, welches noch zu Beginn sehr präsent war, rückte immer weiter in den Hintergrund. Die wenigen eingestreuten Rezepte konnte da auch nichts mehr rausreißen.
Die Autorin Jasmin Leheta hat zwar versucht den Frauen des Kochsalons Leben einzuhauchen, wirklich gut hat das allerdings nicht funktioniert. Denn die meisten blieben für mich bis zum Schluss eindimensional und austauschbar.
Das größte Manko des Buches ist meiner Meinung nach aber die kaum vorhandene Handlung. Ein Treffen des Kochsalons reiht sich an das andere, ein Gespräch gleicht dem anderen. Viel mehr passiert nicht. Wobei so ganz stimmt das nicht. Es gab einen Versuch eine Handlung einzustreuen, der ging aber meiner Meinung nach auch in die Hose.
Die Idee des Buches hat mir gut gefallen, leider konnte ich persönlich mit der Umsetzung nichts anfangen.