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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2026

Eine Liebesgeschichte mit dem Charme der 90er

Picking Daisies on Sundays
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Liana Concotti hat einen zauberhaften Liebesroman erschaffen, der zwar an manchen Stellen ein wenig seicht ist, aber dennoch unterhaltsam und voller Gefühl. Das Buch war ein sehr angenehmes Leseerlebnis ...

Liana Concotti hat einen zauberhaften Liebesroman erschaffen, der zwar an manchen Stellen ein wenig seicht ist, aber dennoch unterhaltsam und voller Gefühl. Das Buch war ein sehr angenehmes Leseerlebnis und ich hoffe sehr, dass ich noch weitere Bücher der Autorin lesen werde können.

Besonders spannend fand ich, dass die Autorin das Buch vor einigen Jahren bereits im Selbstverlag veröffentlicht hat. Durch die sozialen Medien wurde das Buch dann bekannt und auch der Ravensburger Verlag auf die Autorin aufmerksam.

Die Autorin liebt romantische Komödien und dies merkt man diesem Buch auch an. Denn die gesamte Geschichte erinnert mich an eine RomCom aus den späten 1990er- oder frühen 2000er Jahren. Es gibt die klassischen Irrungen und Wirrungen, die vorprogrammierten Missverständnisse und das eigentlich schon absehbare Ende. Was es zu meiner großen Freude aber nicht gibt, sind die mittlerweile in Liebesromanen allgegenwärtigen und teilweise übertriebenen pikanten Szenen.

Daisy, die eigentlich Daniella heißt, ist die typische Heldin eines Liebesromans, auch wenn sie selbst das natürlich ganz anders sieht. Sie ist voller Selbstzweifel und manchmal auch ein klein wenig naiv. Trotzdem ist sie eine glaubwürdige Protagonistin und ihre Probleme verständlich und nachvollziehbar. Positiv hervorheben möchte ich auch die Einblicke in das Modestudium und Daisys Arbeitsweise.
Auch bei dem männlichen Protagonisten greift die Autorin tief in die Klischeekiste. An manchen Stellen war mir Levi fast ein wenig zu sehr der Ritter auf dem weißen Ross. Andererseits war es erfrischend mal nicht das klassische Bad-Boy-Thema zu lesen.

Meiner Meinung nach zeichnete sich schon recht früh ab, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln würde. Dies hat meine Lesefreude jedoch nicht getrübt. Es war schön, Daisy und Vi auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen wie sie sich weiterentwickeln.

Ein wirklich herzerwärmender Roman, der sich deutlich von anderen Liebesromanen, die derzeit auf dem Markt sind, abhebt. Empfehlenswert für all jene, die keine Lust auf spicy Szenen haben, dafür aber viele Gefühle spüren möchten. Wer die klassischen RomComs liebt, wird mit diesem Buch bestimmt seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Zurück in Story Lake – und ich wollte gar nicht mehr weg

Mistakes were Made
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Dieses Buch wurde von mir bereits sehnsüchtig erwartet. Mit dem ersten Band der Reihe konnte mich Autorin Lucy Score bereits überzeugen und ich hoffte, dass der Erfolgskurs weitergeht. Glücklicherweise ...

Dieses Buch wurde von mir bereits sehnsüchtig erwartet. Mit dem ersten Band der Reihe konnte mich Autorin Lucy Score bereits überzeugen und ich hoffte, dass der Erfolgskurs weitergeht. Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht.

Lucy Score hat mit Story Lake eine wirklich entzückende Kleinstadt geschafften, die sich aber deutlich von anderen Orten abhebt. Die teilweisen skurrilen Traditionen und die noch seltsameren Bewohner des Städtchens machen einen Großteil des Charmes des Buches aus.
In diesem Buch gibt es ein Wiedersehen mit vielen geliebten Charakteren und einige Handlungsstränge aus dem ersten Teil werden fortgesetzt. Die Bücher könnten theoretisch unabhängig voneinander gelesen werden. Meiner Meinung nach, sollte die richtige Reihenfolge aber unbedingt eingehalten werden.

Im Mittelpunkt steht dieses Mal natürlich wieder einer der Bishop Brüder. Die weibliche Hauptrolle nimmt dieses Mal Zoey ein, die Literaturagentin von Hazel Hart. Zoey und ihre chaotische Art haben mich von der ersten Sekunde an begeistert. Auch wenn ich nicht immer mit allen Entscheidungen und Handlungen von Zoey einverstanden war, habe ich sie doch tief ins Herz geschlossen.

Die Geschichte besticht durch ihre witzigen Dialoge, skurrilen Figuren und einer wunderbaren Handlung. Gespickt wird das ganze dann natürlich noch mit einem Haufen pikanter Szenen. Von letzterem bin ich kein besonderer Fan und könnte gerne darauf verzichten. Lucy Score schafft aber eine gute Mischung. Sie bindet sie gelungen in die Handlung ein, sodass sie nie überhandnehmen.

Lucy Score arbeitet wieder einmal alle Punkte ab, die für eine spicy RomCom nötig sind und lässt dabei kaum ein Klischee aus. Wenn die Geschichte nicht so gut geschrieben und fesselnd wäre, hätte mich dies eventuell gestört. So kann ich aber getrost darüber hinwegsehen.

Trotz seiner doch recht beachtlichen Seitenanzahl für einen Romance Roman wird das Buch an keiner Stelle langatmig oder langweilig. Die Lesezeit ist wie im Flug vergangen und am liebsten würde ich sofort mit dem nächsten Band weitermachen. Leider ist dieser noch nicht erschienen und es heißt wieder Geduld haben.

Dieses Buch bzw. die Buchserie möchte ich all jenen ans Herz legen, die auf der Suche nach einem herzerwärmenden, lustigen und unglaublich unterhaltsamen Roman sind. Klare Weiterempfehlung meinerseits.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Zwischen Bento, Bowls und Izakaya

Japan goes Veggie
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Dass die japanische Küche mehr zu bieten hat als Sushi, wissen wahrscheinlich mittlerweile die meisten. Weniger bekannt dürfte hingegen sein, wie vielfältig das vegetarische Speisenangebot in Japan ist. ...

Dass die japanische Küche mehr zu bieten hat als Sushi, wissen wahrscheinlich mittlerweile die meisten. Weniger bekannt dürfte hingegen sein, wie vielfältig das vegetarische Speisenangebot in Japan ist. Dieses Buch zeigt dies sehr deutlich und eindrücklich.

Das Buch startet mit einer Einführung zur japanischen Küche, die sich vornehmlich an Neulinge in diesem Bereich richtet, aber auch für erfahrene Köche durchaus interessant ist. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass immer wieder Austauschtipps für die Basiszutaten angegeben werden. Natürlich erreicht man mit diesen nicht den Originalgeschmack. Allerdings ist es hilfreich, wenn man sich noch unsicher ist, ob diese Zutaten und Gerichte den eigenen Geschmack treffen.

Wie nicht anders zu erwarten startet der Rezeptteil mit einem umfangreichen Kapitel zu vegetarischem Sushi. Ideal für alle, die zwar auf Fisch und Fleisch, nicht aber auf ihr liebstes japanisches Gericht verzichten wollen. Hierbei konnte ich einige interessante Kreationen entdecken wie z. B. Matcha-Nigiri mit roter Beete. Für meinen Geschmack hätte dieses Kapitel aber durchaus deutlich weniger umfangreich sein können.

Auch den allseits beliebten japanischen Nudelsuppen wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Ebenso dem neuesten Trendessen: Bowls. Natürlich wird auch nicht auf die Bento-Boxen vergessen. Mein persönliches Lieblingskapitel war das zum Thema Izakaya.

Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet und man sieht auf einen Blick die benötigten Zutaten sowie die geschätzte Zubereitungszeit. Viele der Zutaten bekommt man heutzutage bereits in einem größeren, gut sortierten Supermarkt. Ein Besuch im Asia-Laden oder eine Onlinebestellung in einem eben solchen wird sich aber wahrscheinlich nicht vermeiden lassen. Diese sollte man vor der Anschaffung dieses Kochbuchs auf jeden Fall bedenken.

Der Großteil der vorgestellten Speisen benötigt etwas mehr Zeit für die Zubereitung. Daher würde ich dieses Buch nur bedingt für den Alltag empfehlen, vor allem, wenn man noch ungeübt in der Zubereitung von japanischen Speisen ist.

Das Buch zeigt auf jeden Fall, wie vielfältig die japanische Küche ist und dass man nicht immer Fisch und Fleisch braucht, um ein schmackhaftes Gericht zu zaubern. Empfehlenswert für alle, die ein wenig über den Tellerrand schauen möchten und Lust auf Neues haben.

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Veröffentlicht am 23.06.2026

Um die Welt mit dem Supermarkt von nebenan

Taste of Travel: Simple
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Ich hatte ein wenig Sorge, dass bei diesem Buch zu viel versprochen wird. Internationale Gerichte, alltagstauglich und mit Zutaten aus dem Supermarkt ums Eck. Das klang ein wenig zu schön um wahr zu sein. ...

Ich hatte ein wenig Sorge, dass bei diesem Buch zu viel versprochen wird. Internationale Gerichte, alltagstauglich und mit Zutaten aus dem Supermarkt ums Eck. Das klang ein wenig zu schön um wahr zu sein. Doch Ursula Schersch, eine preisgekrönte Foodbloggerin, hält ihre Versprechen und hat meine Familie und mich mit ihrem Kochbuch überzeugt.

Meine mittlerweile doch recht umfangreiche Kochbuchsammlung enthält bereits einige Bücher von GU. Dies liegt daran, dass die Bücher stets hochwertig verarbeitet, ansprechend gestaltet und mit einem übersichtlichen Layout aufwarten. Dieses hier stellt dabei keine Ausnahme dar.

Die Rezeptauswahl ist abwechslungsreich und zu meiner großen Freude konnte ich viele neue Rezepte für mich entdecken. Natürlich gibt es wie immer das eine oder andere Gericht, auf das man gut hätte verzichten können, wie zum Beispiel den obligatorischen Chiapudding.

Wie der Titel des Buches bereits verrät, geht es hier um simple Gerichte. Wobei die Autorin damit nicht meint, dass die Rezepte in Rekordzeit gekocht werden. Sondern ihr geht es viel mehr darum, die Anzahl der Zutaten klein zu halten. Ursula Schersch baut die Speisen in ihrem Buch um einige essenzielle Basiszutaten herum auf. Klingt im ersten Augenblick vielleicht langweilig oder eintönig. Ist es aber definitiv nicht, sondern wohlschmeckend, sparsam und überaus praktisch.

Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich bei diesem Kochbuch um ein rein vegetarisches Kochbuch handelt. Wobei mir dies ehrlicherweise am Anfang nicht einmal aufgefallen ist. Die Rezepte sind so stimmig und ausgewogen, dass ich die Fleisch- und Fischkomponenten keinen Augenblick vermisst habe.
Leider wird wieder einmal auf eine Nährstoffangabe bei den Rezepten verzichtet. Dies ist mir in der letzten Zeit vermehrt bei Kochbüchern aufgefallen und dies finde ich sehr schade.

Ein empfehlenswertes Kochbuch für alle, die internationale Gerichte mit wenigen, leicht erhältlichen Zutaten kochen möchten, ohne den Vorratsschrank mit Spezialzutaten zu füllen.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Zwischen Küstenromantik und vorhersehbarer Handlung

Summer Tides
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Sarah Fulmars Auftaktroman ihrer St. Ives Serie ist ein etwas flacher, aber dennoch unterhaltsamer Liebesroman. Das Buch ist perfekt für einen Strandtag an dem man seinen Kopf abschalten und dennoch etwas ...

Sarah Fulmars Auftaktroman ihrer St. Ives Serie ist ein etwas flacher, aber dennoch unterhaltsamer Liebesroman. Das Buch ist perfekt für einen Strandtag an dem man seinen Kopf abschalten und dennoch etwas lesen möchte.

Das Cover des Buches ist ansprechend und passt hervorragend zum Handlungsort des Romans. Da es sich um den Start einer Reihe handelt, habe ich damit gerechnet, dass sehr viele Personen vorgestellt werden, die dann in weiterer Folge die Hauptpersonen sein werden. Mit dieser Vermutung hatte ich Recht und die ersten Kapitel widmen sich vornehmlich der Personenvorstellung und -beschreibung.

Der Schreibstil der Autorin ist im Großen und Ganzen sehr angenehm. Besonders genossen habe ich die ausführlichen Beschreibungen der Landschaft und Umgebung von St. Ives. Obwohl ich Cornwall bis dato noch nicht bereist habe, ist mir bewusst, dass dies landschaftlich ein besonders schöner Fleck ist. Weniger gut gefallen hat mir die Einflechtung von zu vielen englischen Begriffen, an Stellen, an denen dies nicht notwendig ist.

Mit der weiblichen Hauptperson, Scarlett, hatte ich von Anfang an so meine Schwierigkeiten. Viele ihrer Unsicherheiten und Probleme habe ich nachvollziehen und verstehen können. Dennoch war sie für ihr Alter und ihre Berufserfahrung dann für meinen Geschmack doch ein wenig zu naiv. Ich hatte gehofft, dass Scarlett im Laufe des Buches eine ordentliche Charakterentwicklung durchmachen wird. Diese war zwar vorhanden, aber nicht in dem notwendigen oder erwarteten Ausmaß.
Jonah war mir deutlich sympathischer als Scarlett, aber auch mit ihm hatte ich so meine Probleme. Sein innerer Konflikt wurde von der Autorin zunächst überdramatisiert, nur um ihn wenig später recht schnell wieder aufzulösen. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass sie Jonah diese Schwierigkeiten nur gegeben hat, damit sie das Thema Therapie und mentale Gesundheit einbinden kann.

Ein Spannungsbogen ist kaum vorhanden und recht schnell ist klar, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Der Weg dahin hätte ein wenig spannender und fesselnder sein können. Der Roman ließ sich zügig lesen und hat mich phasenweise gut unterhalten. Es gibt aber deutlich stärkere Bücher in diesem Genre.

Trotz vieler kleiner Mängel und Schwächen hat die Autorin es geschafft mich neugierig auf die weiteren Bände der Reihe zu machen. Ich möchte die Reihe all jenen empfehlen, die einen leicht lesbaren Liebesroman suchen.

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