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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2026

Zwischen Bento, Bowls und Izakaya

Japan goes Veggie
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Dass die japanische Küche mehr zu bieten hat als Sushi, wissen wahrscheinlich mittlerweile die meisten. Weniger bekannt dürfte hingegen sein, wie vielfältig das vegetarische Speisenangebot in Japan ist. ...

Dass die japanische Küche mehr zu bieten hat als Sushi, wissen wahrscheinlich mittlerweile die meisten. Weniger bekannt dürfte hingegen sein, wie vielfältig das vegetarische Speisenangebot in Japan ist. Dieses Buch zeigt dies sehr deutlich und eindrücklich.

Das Buch startet mit einer Einführung zur japanischen Küche, die sich vornehmlich an Neulinge in diesem Bereich richtet, aber auch für erfahrene Köche durchaus interessant ist. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass immer wieder Austauschtipps für die Basiszutaten angegeben werden. Natürlich erreicht man mit diesen nicht den Originalgeschmack. Allerdings ist es hilfreich, wenn man sich noch unsicher ist, ob diese Zutaten und Gerichte den eigenen Geschmack treffen.

Wie nicht anders zu erwarten startet der Rezeptteil mit einem umfangreichen Kapitel zu vegetarischem Sushi. Ideal für alle, die zwar auf Fisch und Fleisch, nicht aber auf ihr liebstes japanisches Gericht verzichten wollen. Hierbei konnte ich einige interessante Kreationen entdecken wie z. B. Matcha-Nigiri mit roter Beete. Für meinen Geschmack hätte dieses Kapitel aber durchaus deutlich weniger umfangreich sein können.

Auch den allseits beliebten japanischen Nudelsuppen wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Ebenso dem neuesten Trendessen: Bowls. Natürlich wird auch nicht auf die Bento-Boxen vergessen. Mein persönliches Lieblingskapitel war das zum Thema Izakaya.

Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet und man sieht auf einen Blick die benötigten Zutaten sowie die geschätzte Zubereitungszeit. Viele der Zutaten bekommt man heutzutage bereits in einem größeren, gut sortierten Supermarkt. Ein Besuch im Asia-Laden oder eine Onlinebestellung in einem eben solchen wird sich aber wahrscheinlich nicht vermeiden lassen. Diese sollte man vor der Anschaffung dieses Kochbuchs auf jeden Fall bedenken.

Der Großteil der vorgestellten Speisen benötigt etwas mehr Zeit für die Zubereitung. Daher würde ich dieses Buch nur bedingt für den Alltag empfehlen, vor allem, wenn man noch ungeübt in der Zubereitung von japanischen Speisen ist.

Das Buch zeigt auf jeden Fall, wie vielfältig die japanische Küche ist und dass man nicht immer Fisch und Fleisch braucht, um ein schmackhaftes Gericht zu zaubern. Empfehlenswert für alle, die ein wenig über den Tellerrand schauen möchten und Lust auf Neues haben.

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Veröffentlicht am 23.06.2026

Um die Welt mit dem Supermarkt von nebenan

Taste of Travel: Simple
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Ich hatte ein wenig Sorge, dass bei diesem Buch zu viel versprochen wird. Internationale Gerichte, alltagstauglich und mit Zutaten aus dem Supermarkt ums Eck. Das klang ein wenig zu schön um wahr zu sein. ...

Ich hatte ein wenig Sorge, dass bei diesem Buch zu viel versprochen wird. Internationale Gerichte, alltagstauglich und mit Zutaten aus dem Supermarkt ums Eck. Das klang ein wenig zu schön um wahr zu sein. Doch Ursula Schersch, eine preisgekrönte Foodbloggerin, hält ihre Versprechen und hat meine Familie und mich mit ihrem Kochbuch überzeugt.

Meine mittlerweile doch recht umfangreiche Kochbuchsammlung enthält bereits einige Bücher von GU. Dies liegt daran, dass die Bücher stets hochwertig verarbeitet, ansprechend gestaltet und mit einem übersichtlichen Layout aufwarten. Dieses hier stellt dabei keine Ausnahme dar.

Die Rezeptauswahl ist abwechslungsreich und zu meiner großen Freude konnte ich viele neue Rezepte für mich entdecken. Natürlich gibt es wie immer das eine oder andere Gericht, auf das man gut hätte verzichten können, wie zum Beispiel den obligatorischen Chiapudding.

Wie der Titel des Buches bereits verrät, geht es hier um simple Gerichte. Wobei die Autorin damit nicht meint, dass die Rezepte in Rekordzeit gekocht werden. Sondern ihr geht es viel mehr darum, die Anzahl der Zutaten klein zu halten. Ursula Schersch baut die Speisen in ihrem Buch um einige essenzielle Basiszutaten herum auf. Klingt im ersten Augenblick vielleicht langweilig oder eintönig. Ist es aber definitiv nicht, sondern wohlschmeckend, sparsam und überaus praktisch.

Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich bei diesem Kochbuch um ein rein vegetarisches Kochbuch handelt. Wobei mir dies ehrlicherweise am Anfang nicht einmal aufgefallen ist. Die Rezepte sind so stimmig und ausgewogen, dass ich die Fleisch- und Fischkomponenten keinen Augenblick vermisst habe.
Leider wird wieder einmal auf eine Nährstoffangabe bei den Rezepten verzichtet. Dies ist mir in der letzten Zeit vermehrt bei Kochbüchern aufgefallen und dies finde ich sehr schade.

Ein empfehlenswertes Kochbuch für alle, die internationale Gerichte mit wenigen, leicht erhältlichen Zutaten kochen möchten, ohne den Vorratsschrank mit Spezialzutaten zu füllen.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Zwischen Küstenromantik und vorhersehbarer Handlung

Summer Tides
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Sarah Fulmars Auftaktroman ihrer St. Ives Serie ist ein etwas flacher, aber dennoch unterhaltsamer Liebesroman. Das Buch ist perfekt für einen Strandtag an dem man seinen Kopf abschalten und dennoch etwas ...

Sarah Fulmars Auftaktroman ihrer St. Ives Serie ist ein etwas flacher, aber dennoch unterhaltsamer Liebesroman. Das Buch ist perfekt für einen Strandtag an dem man seinen Kopf abschalten und dennoch etwas lesen möchte.

Das Cover des Buches ist ansprechend und passt hervorragend zum Handlungsort des Romans. Da es sich um den Start einer Reihe handelt, habe ich damit gerechnet, dass sehr viele Personen vorgestellt werden, die dann in weiterer Folge die Hauptpersonen sein werden. Mit dieser Vermutung hatte ich Recht und die ersten Kapitel widmen sich vornehmlich der Personenvorstellung und -beschreibung.

Der Schreibstil der Autorin ist im Großen und Ganzen sehr angenehm. Besonders genossen habe ich die ausführlichen Beschreibungen der Landschaft und Umgebung von St. Ives. Obwohl ich Cornwall bis dato noch nicht bereist habe, ist mir bewusst, dass dies landschaftlich ein besonders schöner Fleck ist. Weniger gut gefallen hat mir die Einflechtung von zu vielen englischen Begriffen, an Stellen, an denen dies nicht notwendig ist.

Mit der weiblichen Hauptperson, Scarlett, hatte ich von Anfang an so meine Schwierigkeiten. Viele ihrer Unsicherheiten und Probleme habe ich nachvollziehen und verstehen können. Dennoch war sie für ihr Alter und ihre Berufserfahrung dann für meinen Geschmack doch ein wenig zu naiv. Ich hatte gehofft, dass Scarlett im Laufe des Buches eine ordentliche Charakterentwicklung durchmachen wird. Diese war zwar vorhanden, aber nicht in dem notwendigen oder erwarteten Ausmaß.
Jonah war mir deutlich sympathischer als Scarlett, aber auch mit ihm hatte ich so meine Probleme. Sein innerer Konflikt wurde von der Autorin zunächst überdramatisiert, nur um ihn wenig später recht schnell wieder aufzulösen. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass sie Jonah diese Schwierigkeiten nur gegeben hat, damit sie das Thema Therapie und mentale Gesundheit einbinden kann.

Ein Spannungsbogen ist kaum vorhanden und recht schnell ist klar, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Der Weg dahin hätte ein wenig spannender und fesselnder sein können. Der Roman ließ sich zügig lesen und hat mich phasenweise gut unterhalten. Es gibt aber deutlich stärkere Bücher in diesem Genre.

Trotz vieler kleiner Mängel und Schwächen hat die Autorin es geschafft mich neugierig auf die weiteren Bände der Reihe zu machen. Ich möchte die Reihe all jenen empfehlen, die einen leicht lesbaren Liebesroman suchen.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Zwischen Magie, Humor und ganz viel Herz

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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Amy Coombes skurrile Mischung aus Märchen, Liebesgeschichte und Fantasy ist für mich das Beste, was ich seit langem gelesen habe. Ich kann es kaum erwarten, dass weitere Bücher von ihr veröffentlicht werden.

Der ...

Amy Coombes skurrile Mischung aus Märchen, Liebesgeschichte und Fantasy ist für mich das Beste, was ich seit langem gelesen habe. Ich kann es kaum erwarten, dass weitere Bücher von ihr veröffentlicht werden.

Der Titel hat mich neugierig gemacht und mich schon vermuten lassen, dass es sich hierbei um keine gewöhnliche Geschichte handelt. Dieser erste Eindruck hat sich nach nur wenigen Seiten bestätigt. Die Handlung hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.

Die Autorin erschafft eine zauberhafte Welt, mit interessanten Figuren und viel Magie. Bei einem gewöhnlichen Fantasyroman würde ich an dieser Stelle anmerken, dass die Welt, in der das Buch spielt nicht detailliert genug beschrieben war. Und auch das Magiesystem hätte die eine oder andere zusätzliche Erklärung vertragen können. Doch bei diesem Werk rücken derlei Dinge in den Hintergrund.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist erfrischend und lässt sich wunderbar lesen. Sie nimmt sich Zeit für die Beschreibung von kleinen Details. Dennoch wirkt die Geschichte an keiner Stelle langatmig oder langweilig. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und machen im Laufe des Buches auch eine spürbare Charakterentwicklung durch. Die Liebesgeschichten sind glaubwürdig und die Chemie zwischen den Protagonisten stimmt hier einfach perfekt. Zu meiner großen Freude verzichtet die Autorin auf pikante Szenen.

Die größte Überraschung für mich war aber, wie humorvoll der Roman ist. Amy Coombe orientiert sich mit ihrer Geschichte eindeutig an Filmen wie „Die Braut des Prinzen“. Man merkt, dass die Autorin Märchen liebt, aber diese auch nicht immer ernst nehmen kann. Das Nachwort, in dem Amy Coombe beschreibt, unter welchen Umständen sie ihren Debütroman geschrieben hat, hat mich dann sehr berührt.

Dieses Buch war für mich einfach rundum perfekt und daher möchte ich unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen. Empfehlenswert ist es für all jene, die cozy Fantasygeschichten mit einem märchenhaften Touch lieben. Liebhaber des Films „Die Braut des Prinzen“ kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Genauso wie alle, die „Ich fürchte, ihr habt Drachen“ von Peter S. Beagle oder „Spellshop“ von Sarah Beth Durst geliebt haben.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Sympathisch, glaubwürdig und angenehm zu lesen

Counting Days
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Steffi Kuhlmann gelingt mit ihrem Debüt ein gefühlvoller New-Adult-Roman, der besonders durch seine authentischen Figuren und den ungewöhnlichen Schauplatz Heidelberg überzeugt. Ein äußerst angenehmes ...

Steffi Kuhlmann gelingt mit ihrem Debüt ein gefühlvoller New-Adult-Roman, der besonders durch seine authentischen Figuren und den ungewöhnlichen Schauplatz Heidelberg überzeugt. Ein äußerst angenehmes Leseerlebnis mit wenigen langatmigen Passagen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass es sich hierbei um eine deutsche Autorin handelt, die sich traut ihr Buch in Deutschland spielen zu lassen. In der letzten Zeit habe ich vermehrt feststellen müssen, dass die meisten Bücher eher in Amerika oder England spielen. Deutschland als Schauplatz gilt wohl in vielen Fällen als uncool.
Steffi Kuhlmann stammt selbst aus Heidelberg und das merkt man den detailreichen und stimmungsvollen Beschreibungen der Stadt an. Diese wirken deutlich authentischer und sympathischer, als ich es in vielen anderen Büchern erlebt habe.

Doch nicht nur die Umgebungsbeschreibungen sind glaubwürdig. Das gleiche trifft auch auf ihre Charaktere zu. Man muss zwar Dalia und Xander nicht unbedingt sympathisch finden, aber realistisch sind sie auf jeden Fall. Die beiden Hauptcharaktere haben Ecken und Kanten, Stärken und noch mehr Schwächen, ganz viele Probleme und Unsicherheiten.
Die Autorin spricht in ihrem Buch viele Themen an, die sehr gut zur Zielgruppe des Buches passen, aber auch für erfahrene Leser:innen nicht uninteressant sind. Positiv hervorheben möchte ich, wie gut sie den inneren Kampf von Lia und ihren Versagensängsten darstellt. Dies war für mich sehr überzeugend und nachvollziehbar.

Die Nebencharaktere sind interessant und von manchen hätte ich gerne mehr erfahren. Leider hat die Autorin sich hier stark zurückgehalten. Das Buch hätte jedoch deutlich gewonnen, wenn das Hin und Her zwischen Lia und Xander ein wenig gekürzt und dafür ein wenig mehr Zeit auf die Nebencharaktere verwendet worden wäre.

Die Handlung ist an vielen Stellen vorhersehbar, hat aber dennoch einen hohen Unterhaltungswert. Der Schreibstil von Steffi Kuhlmann hat mir gut gefallen und ich denke, dass ich wieder zu einem Buch von ihr greifen würde.

Pikante Szenen sind im Buch, wie nicht anders zu erwarten, vorhanden, nehmen aber nur einen geringen Teil der Geschichte ein. Alles in allem war dies für mich eine angenehme Leseerfahrung. Daher möchte ich das Buch gerne an andere Liebhaber von romantischen New Adult Romanen weiterempfehlen.

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