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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantastische Literatur
  • Seitenzahl: 424
  • Ersterscheinung: 01.11.2099
  • ISBN: 9783423282833
Jasper Fforde

In einem anderen Buch

Roman

Der zweite Fall für Thursday Next

»Jasper Ffordes Heldin ist in England längst Kult. Intelligenter Nonsens hoch drei und vor allem: eine tolle Liebeserklärung an die Literatur.« MDR-Fernsehen

Spezialagentin Thursday Next, eben noch strahlende Heldin im Falle Jane Eyre, wird schwer in die Mangel genommen: Ihre eigene Dienststelle lässt sie beschatten, bei der Mammut-Herbstwanderung fällt ihr ein Oldtimer fast auf den Kopf, ihr Dodo legt in ihrer Küche ein Ei, der eben erst erworbene Ehemann wird von der ChronoGarde genichtet, und obendrein geht am 12. Dezember die Welt unter, wenn sie und ihr ewig zeitreisender Vater nicht herausfinden, warum sich plötzlich alles in rosa Soße verwandelt. Zum Glück findet sie in Miss Havisham eine strenge Lehrerin, die ihr zeigt, wie man sich mit Hilfe von Jurisfiction nicht nur aus einem Prozess à la Kafka, sondern auch aus einer Waschanleitung für Angorapullover befreit. 

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Lesejury-Facts

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Veröffentlicht am 10.09.2025

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Ffordes Stil ist ein Feuerwerk aus Wortwitz, literarischen Anspielungen und britischem Humor. Die Sprache ist verspielt, intelligent und oft ironisch, ohne dabei ins Alberne abzurutschen. Besonders auffällig ...

Ffordes Stil ist ein Feuerwerk aus Wortwitz, literarischen Anspielungen und britischem Humor. Die Sprache ist verspielt, intelligent und oft ironisch, ohne dabei ins Alberne abzurutschen. Besonders auffällig ist die kreative Verwendung literarischer Begriffe und Metaphern – hier wird Sprache selbst zum Schauplatz. Auch die deutsche Übersetzung von Joachim Stern bewahrt viel vom Originalton und bringt den schrägen Charme gut rüber.

Ohne Band 1 gelesen zu haben, ist der Einstieg eine Herausforderung – aber eine lohnende. Die Geschichte springt zwischen Realität und Buchwelt, zwischen Zeitreisen und literarischen Paralleluniversen. Thursday Next, die Protagonistin, wird in absurde Situationen geworfen: Ihr Ehemann wird „genichtet“, sie muss sich durch Kafka-Prozesse und Poe-Gedichte kämpfen und wird von Miss Havisham aus „Große Erwartungen“ ausgebildet.
Die Handlung ist bewusst überdreht und lebt von ihrer Meta-Ebene – Bücher in Büchern, Figuren aus Klassikern als Akteure, literarische Gerichte und Behörden. Wer klassische Literatur kennt, wird mit einem Augenzwinkern belohnt. Wer nicht, kann sich trotzdem an der bizarren Dynamik erfreuen.

Die Logik folgt eher den Regeln eines Traums als denen eines Krimis. Es gibt eine innere Konsistenz – aber sie ist so verschachtelt und surreal, dass man sie nicht mit konventionellen Maßstäben messen sollte. Die Welt funktioniert nach eigenen Regeln, und Fforde hält sich daran. Das macht die Geschichte trotz aller Absurdität nachvollziehbar und sogar spannend. Man muss bereit sein, sich auf eine literarische Parallelwelt einzulassen, in der Dodos Eier legen und die Welt in rosa Soße untergeht.

Auch ohne Vorkenntnisse ist „In einem anderen Buch“ ein sprachlich brillantes, herrlich schräges Abenteuer. Es fordert den Leser heraus, belohnt ihn aber mit einer einzigartigen Mischung aus Fantasie, Literatur und Satire. Wer Lust auf ein Buch hat, das Bücher liebt – und sie gleichzeitig auf den Kopf stellt – wird hier fündig.

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