Cover-Bild We the People
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44,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 750
  • Ersterscheinung: 20.03.2026
  • ISBN: 9783406845246
Jill Lepore

We the People

Eine Geschichte der amerikanischen Verfassung. Zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung
Werner Roller (Übersetzer), Annabel Zettel (Übersetzer)

Der Kampf um die wichtigste Verfassung der Welt: das neue Buch von Jill Lepore

Am berühmten «Fourth of July» feiern die USA den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung. Doch das Land ist gespalten wie nie zuvor, und sein egomaner Präsident betreibt den Umbau der Republik zu einem autoritär regierten Staat. Da kommt das furiose neue Buch von Jill Lepore gerade zur rechten Zeit. Die Harvard-Professorin erzählt darin die Geschichte der USA im Spiegel ihrer Verfassung - all die Kämpfe um das «wahre» Amerika, von der Rassentrennung bis zum Abtreibungsrecht, landen früher oder später vor dem Supreme Court, Amerikas höchstem Gericht, das seinerseits erbitterte Kämpfe darum ausficht, wie die Verfassung zu lesen ist. Jill Lepore hat das wohl außergewöhnlichste Buch über die Geschichte einer Verfassung vorgelegt, das jemals geschrieben wurde.

Die amerikanische Verfassung ist die einflussreichste Verfassung der Welt. Aber sie gehört auch zu denen, die am schwersten zu ändern sind. Von fast 12 000 Änderungsvorschlägen, die seit 1789 beantragt wurden, sind bis heute ganze 27 umgesetzt worden. Alle anderen blieben auf der Strecke - nicht aber die Probleme, die zu ihrer Beantragung geführt hatten. Jill Lepore zeigt, wie eng verzahnt die Entwicklung einer Gesellschaft mit der rechtlichen Ordnung ist, die sie sich gibt, und wieviel davon abhängt, wer mit welchen Augen in die Verfassung hineinschaut - ob es sogenannte «Originalisten» sind, die die Verfassung als eine Art Schmetterling in einem Glaskasten betrachten, oder die Befürworter einer dynamischen Weiterentwicklung der Verfassung. Wer Jill Lepores Klassiker Diese Wahrheiten kennt, der wird auch We the people mit Begeisterung lesen, denn alle Tugenden dieser Ausnahmeautorin sind hier versammelt: brillantes Erzählen, imposantes Wissen, analytischer Scharfsinn und bestechend klare historische Urteile.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Alrik in einem Regal.
  • Alrik hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Wenn Geschichte plötzlich brennt

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Manchmal liegt ein Buch vor einem und man denkt: Okay, das wird wichtig. Vielleicht auch ein bisschen anstrengend. Und bei We the People stimmt beides. Jill Lepore nimmt sich die amerikanische Verfassung ...

Manchmal liegt ein Buch vor einem und man denkt: Okay, das wird wichtig. Vielleicht auch ein bisschen anstrengend. Und bei We the People stimmt beides. Jill Lepore nimmt sich die amerikanische Verfassung vor, als wäre sie kein trockenes Dokument, sondern ein ziemlich explosives Familienalbum der USA.

Das klingt erstmal nach schwerer Kost, und ja, ganz ehrlich, nebenbei beim halben Einschlafen liest man das nicht. Dafür ist zu viel drin. Sklaverei, Macht, Freiheit, Frauenrechte, Waffenbesitz, Abtreibung, Trump, all diese großen Reizwörter, bei denen man sofort merkt: Da steckt mehr dahinter als die nächste Schlagzeile.

Was Lepore richtig gut macht: Sie zeigt, dass diese Verfassung nicht einfach ein heiliger alter Text ist, sondern ein Kampfplatz. Ein Ort, an dem seit Jahrhunderten darum gestritten wird, wer eigentlich dazugehört, wer Rechte bekommt und wer draußen bleiben soll. Und puh, das trifft manchmal unangenehm gut.

Besonders stark fand ich, wie lebendig das erzählt ist. Geschichte fühlt sich hier nicht nach Staub und erhobenem Zeigefinger an, sondern nach Drama, Konflikt und ziemlich viel menschlicher Sturheit. Genau mein Ding, wenn Sachbuch nicht nur informiert, sondern auch innerlich arbeitet.

Ganz leicht macht es einem das Buch aber nicht. Man braucht Geduld, Aufmerksamkeit und vielleicht auch zwischendurch einen starken Kaffee. Dafür bekommt man ein kluges, wuchtiges und erschreckend aktuelles Buch, das erklärt, warum Amerika heute so zerrissen wirkt.

Für mich ein beeindruckendes Sachbuch mit Kopf, Haltung und ordentlich Nachhall.

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