Sehr intensive Gefühlswelt
Der romantisch-düstere Fantasyroman "Phönix – Descendant of Dracula" von Johanna Pohl , im Romeon Verlag, erzählt den Weg der Haptprotagonistin aus der inneren Leere hin zu Vertrauen und Heilung, der aber ...
Der romantisch-düstere Fantasyroman "Phönix – Descendant of Dracula" von Johanna Pohl , im Romeon Verlag, erzählt den Weg der Haptprotagonistin aus der inneren Leere hin zu Vertrauen und Heilung, der aber auch gespickt ist von dunklen Geheimnissen.
Angels Leben bildet den emotionalen Grundlonflikt des Romans. Dabei wird durch die intensive Darstellung der Gewalterfahrungen und Verluste, die sie durchstehen musste, eine ergreifende Atmosphäre geschaffen und eine Romance mit Tiefgang vorbereitet. Auch ihr männlicher Gegenpart kann durch Vielschichtigkeit überzeugen und ist ein authentischer Charakter. Die Dynamik zwischen Angel und Phönix entsteht nach und nach sehr langsam à la slowburn.
Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr einfühlsam und atmosphärisch. Szenen entfalten sich oft langsam - fast zeitdeckend erzählt, was viel Raum schafft für Reflexion über Gefühle und innere Weiterentwicklung vor allem in Puncto Vertrauen. Zahlreiche Beschreibungen und inneren Monologe sowie die detaillierte Ausgestaltung der Gefühlswelt lassen den Leser Angels Erfahrungen sehr greifbar nachvollziehen.
Auch wenn der Roman sehr gut zu lesen war, muss man sich vorher bewusst machen, dass den Leser hier keine actionreiche Spannungskurve erwartet, sondern eine Romantasy mit Fokus auf die Innenwelt der Figuren und die Liebesgeschichte.