Kopfbedeckungen
Ganz anders als Karen Exner hatte ich mich vor diesem Buch noch nie intensiver mit Kopfbedeckungen beschäftigt. Ich bin auch kein Freund davon und benutze selten eine.
Die Autorin stellt 60 verschiedene ...
Ganz anders als Karen Exner hatte ich mich vor diesem Buch noch nie intensiver mit Kopfbedeckungen beschäftigt. Ich bin auch kein Freund davon und benutze selten eine.
Die Autorin stellt 60 verschiedene Kopfbedeckungen vom Aluhut über die Federhaube bis zum Zylinder vor. Neben einer entsprechenden Zeichnung gibt es Informationen z. B. zu Herkunft, Verbreitung und Bedeutung. So erfahre ich, dass man früher an der Kochmütze erkennen konnte, auf wie vielen Arten der Koch ein Ei zubereiten konnte oder wie die Melone nach Bolivien kam und dort zu einem Symbol des Selbstbewusstseins der Cholitas, indigene Frauen in Peru, Chile und Bolivien, wurde. Ich weiß nun auch was ein Hundsgugel ist.
Die Illustrationen in dem Buch sind auch etwas Besonderes. Denn Karen Exner hat einen eigenen Stil entwickelt. Sie kratzt ihre Illustrationen in Ölpastellkreide. Eine gleichsam zeitintensive wie meditative Art.
Dieses für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierte Buch hat mich jedenfalls positiv überrascht und ich habe einige für mich neue Kopfbedeckungen kennengelernt und über altbekannte etwas Neues erfahren.