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Veröffentlicht am 10.10.2021

Gelungene Fortsetzung der Kinderklinik-Saga

Kinderklinik Weißensee – Jahre der Hoffnung
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Marlene Lindow steht kurz vor der Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches Kinderärztin zu werden. Das Studium ist abgeschlossen und sie ist als Ärztin in Ausbildung an der Kinderklinik Weißensee tätig. Nicht ...

Marlene Lindow steht kurz vor der Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches Kinderärztin zu werden. Das Studium ist abgeschlossen und sie ist als Ärztin in Ausbildung an der Kinderklinik Weißensee tätig. Nicht nur der Erste Weltkrieg und die Spanische Grippe erschweren das Leben in Berlin und der Klinik, Marlene muss sich auch gegen die Vorurteile gegenüber einer weiblichen Ärztin besonders in der männlichen Ärzteschaft durchsetzen.

Die Charaktere erscheinen in ihrem Verhalten realistisch und der damaligen Zeit angemessen. Besonders Marlene ist eine starke Frau, die ihrer Zeit bereits etwas voraus ist. Sie erkennt wie wichtig auch die Empathie gerade den kleinen Patienten gegenüber ist. Beeindruckt hat mich auch die junge Turnerin Frieda mit ihrem eisernen Willen nach ihrer Rückenmarksverletzung irgendwann wieder auf dem Schwebebalken stehen zu wollen. Die Behandlung solcher Rückenmarksverletzungen stand damals noch ganz am Anfang.

Auch in diesem zweiten Band der Trilogie hat Antonia Blum wieder sehr geschickt Fakten und Details des damaligen Zeitgeschehens in ihre fiktive Geschichte eingebettet. Nicht nur der Erste Weltkrieg und die Spanische Grippe, sondern auch Behandlungsmethoden und Entwicklungen in der Medizin sowie modische Details haben hier Einzug gehalten.

Nachdem mir schon Band eins so gut gefallen hat, kann ich sagen, dass die Fortsetzung nahtlos daran anschließt.

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Genialer Abschluss einer phänomenalen Reihe

Die Schwestern vom Ku'damm: Ein neuer Morgen
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Der vierte und letzte Band um die Familie der Thalheims ist der Halbschwester Miri gewidmet, spielt in den 1960er Jahren und rundet diese wirklich lesenswerte Reihe perfekt ab. Neben den aktuellen Ereignissen ...

Der vierte und letzte Band um die Familie der Thalheims ist der Halbschwester Miri gewidmet, spielt in den 1960er Jahren und rundet diese wirklich lesenswerte Reihe perfekt ab. Neben den aktuellen Ereignissen gibt es immer wieder Rückblicke in die Zeit des Krieges und Miris Leben als so genanntes U-Boot in Berlin. Brigitte Riebe hat sehr geschickt immer einen aktuellen Anlass genommen, der diese Erinnerungen bei Miri auslöst.

Für mich war es ein freudiges Wiedersehen mit den Mitgliedern des Thalheim-Clans. Über die Zeit habe ich die einzelnen Personen richtig ins Herz geschlossen.

Aufgrund der realistischen Darstellung der Charaktere und des Familienlebens fühlte ich mich hautnah dabei. Das führte auch dazu, dass bei mir an einigen Stellen die Tränen flossen, sei es vor Trauer, Anteilnahme oder auch vor Freude.

Von Brigitte Riebe bin ich eine akribische Recherche gewöhnt, aber in diesem Buch wurden meine Erwartungen wieder einmal übertroffen. Sie hat so unglaublich viele historische Details aus Politik, Musik und Mode in diesem Roman verarbeitet, dass es eine Zeitreise war, die auch bei mir viele Erinnerungen hochgespült hat.

Neben der fantastischen Recherche ist ein weiteres Markenzeichen der Autorin die lebendige Sprache. Sie schafft es immer wieder ihre Leser mitzunehmen und Emotionen zu transportieren.

Ich kann diese Reihe nur jedem ans Herz legen. Sie ist eine informative Reise durch die deutsche Geschichte der nahen Vergangenheit, die fesselt und an keiner Stelle langweilig ist. Ich verabschiede mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge sowie fetten fünf Sternen von der Familie Thalheim.

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Weihnachten mit Juli ist schon eine Herausforderung

Weihnachten mit Juli
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In Band 2 der Reihe mit dem liebenswerten und chaotischen Pferd Juli droht Ungemach, denn der neue Nachbar möchte, dass das Pferd aus Nachbars Garten verschwindet. Können Paul, Max, Anna und nicht zuletzt ...

In Band 2 der Reihe mit dem liebenswerten und chaotischen Pferd Juli droht Ungemach, denn der neue Nachbar möchte, dass das Pferd aus Nachbars Garten verschwindet. Können Paul, Max, Anna und nicht zuletzt Juli die Meinung von Herrn Sauber noch ändern?

Wieder eine sehr witzige und unterhaltsame Geschichte, die das Weihnachtsfest thematisiert und Kinder ganz nebenbei erfahren, dass dieses Fest nicht in allen Familien (Religionen) gefeiert wird. Eine gute Gelegenheit mit den Kindern darüber zu sprechen.

Juli ist hier wieder ganz in ihrem Element und lässt wirklich kein Fettnäpfchen aus, das am Wegesrand steht. Ich finde sie einfach liebenswert (auch wenn ich kein Pferd im Garten haben möchte) und letztendlich verfallen alle ihrem Charme und ihrer guten Seele.

Auch dieses Mal unterstreichen die durchweg farbigen Illustrationen das geschriebene Wort in besonderem Maße. Neben den Zeichnungen sorgen die unterschiedlichen Schriftgrößen und -arten für zusätzliche Auflockerung. Der gesamte Stil ist hervorragend auf die junge Leserschaft ausgerichtet, kennt aber keine Altersgrenze nach oben.

Ich habe Juli sehr ins Herz geschlossen und würde mich über viele weitere Abenteuer mit diesem besonderen Pferd freuen.

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Wie wird man das Pferd bloß wieder los?

Und dann kam Juli
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Da staunt Paul nicht schlecht, als plötzlich ein Pferd in ihrem Garten steht. Anderen Leuten laufen Katzen oder Hunde zu, aber ihnen ausgerechnet ein Pferd … er möchte doch viel lieber einen Hund!

Paul ...

Da staunt Paul nicht schlecht, als plötzlich ein Pferd in ihrem Garten steht. Anderen Leuten laufen Katzen oder Hunde zu, aber ihnen ausgerechnet ein Pferd … er möchte doch viel lieber einen Hund!

Paul möchte Juli unbedingt wieder loswerden und kann gar nicht verstehen, dass alle Menschen in seiner Umgebung begeistert von Juli sind und ihn um das Pferd beneiden. Leider versteift sich Paul in seiner Abneigung so sehr, dass dadurch auch sein Verhältnis zu seinen Freunden getrübt wird. Aufgrund seiner negativen Einstellung sieht er gar nicht die positiven und schönen Dinge, die Juli mit sich bringt.

Durch herrliche durchweg farbige Illustrationen erhält diese im Comic-Stil geschriebene Geschichte erst ihren besonders witzigen Anstrich. Neben den Zeichnungen sorgen die unterschiedlichen Schriftgrößen und -arten für zusätzliche Auflockerung. Der gesamte Stil ist hervorragend auf die junge Leserschaft ausgerichtet, aber auch Erwachsene haben ganz sicher ihren Spaß mit Juli. Wir konnten jedenfalls herzhaft über Juli und ihre Eskapaden lachen.

Eine schöne Geschichte, die zeigt, dass man sich auch auf Neues einlassen sollte, weil das nicht immer schlecht sein muss. Bestenfalls wird das eigene Leben dadurch sogar bereichert.

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Eine Schule mit ganz speziellen Fächern

Die Schule für Tag- und Nachtmagie, Band 2: Mathe, Deutsch und Wolkenkunde
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Es handelt sich bereits um Band zwei dieser Reihe mit den Zwillingen Lucy und Nora. Meiner Meinung nach kann er auch unabhängig von dem ersten Band gelesen werden, aber besser beginnt man die Reihe von ...

Es handelt sich bereits um Band zwei dieser Reihe mit den Zwillingen Lucy und Nora. Meiner Meinung nach kann er auch unabhängig von dem ersten Band gelesen werden, aber besser beginnt man die Reihe von Anfang an. In diesem Buch liegt der Fokus auf Lucy und der Tagmagie.

In jedem Jahrgang werden je sechs Schüler in der ersten Klasse der Tag- bzw. Nachtmagie aufgenommen. Kein Problem, denn Lucy befindet sich mit nur fünf anderen Kindern in der Probephase auf dieser besonderen Schule, aber dann kommt ein weiterer Schüler hinzu. Das bedeutet ein Kind muss später die Schule verlassen. Mit dem Eintreffen von Elias überschlagen sich im Folgenden die Ereignisse.

Gina Mayer hat mit der Schule für Tag- und Nachtmagie eine wunderschöne und magische Welt geschaffen. Sie beschreibt Fächer wie Wolkenkunde und Lichtschwimmen so anschaulich, dass ich mich zwischendurch im Unterricht wähnte. Aber nicht nur die Unterrichtsfächer sind besonders, sondern auch die kuscheligen Schlafräume oder der Speisesaal mit seinen schwebenden Wolkenplätzen. Hier fühlt sich Lucy, ein mutiges und neugieriges Mädchen sehr wohl und auch ich wäre gerne auf so eine magische Schule gegangen.

Der Schreibstil ist unkompliziert und auch für nicht ganz so geübte Leser geeignet. Kurze Kapitel, große Schrift und größere Zeilenabstände tun ihr Übriges dazu. Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass nicht nur die magische Welt spannend ist, sondern es gibt auch noch ein Geheimnis zu lüften.

Das Cover ist bereits ein Hingucker mit seinen fröhlichen Farben, den Zwillingen und Dingen, die uns im Verlauf der Geschichte begegnen. Die glitzernden Schmetterlinge und Blumen lassen die Magie bereits erahnen, die in diesem Buch steckt. Die Illustrationen von Mila Marquis sind sehr hübsch und detailliert.

Ein wunderschönes Kinderbuch, das die Fantasie anregt und zum Träumen einlädt. Dafür kann es nur fünf Sterne geben.

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