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Veröffentlicht am 18.02.2020

Ein Kinderbuch im Westernstil

Die Saurios
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Die Aufmachung dieses Buches ist wirklich hochwertig. Das Coverbild auf dem festen Einband lässt schon ein wenig ahnen um was es gehen wird. Die Geschichte spielt in der Westernstadt Red Hills, von der ...

Die Aufmachung dieses Buches ist wirklich hochwertig. Das Coverbild auf dem festen Einband lässt schon ein wenig ahnen um was es gehen wird. Die Geschichte spielt in der Westernstadt Red Hills, von der es eine Zeichnung am Anfang des Buches gibt. Auf fast jeder Seite befinden sich ganz wunderschöne in satten Farben gehaltene Illustrationen von Valeska Scholz, die das Lesevergnügen noch erhöhen.

Bei den Protagonisten handelt es sich um Echsen, Leguane und Chamäleons. Anhand der Charaktereigenschaften können diese leicht den Guten bzw. Bösen zugeordnet werden. Die Geschichte entwickelt sich schrittweise und ist spannend.

Die große Schrift und die kurzen Kapitel kommen Kindern, die noch nicht so versiert im Lesen sind entgegen. Leseanfänger dürften meines Erachtens gerade mit den erfundenen Wörtern wie z. B „schauderösem“ oder „Belauschofon“ ihre Schwierigkeiten haben. Vom Inhalt her dürfte das Buch für Kinder ab ca. 6 Jahren geeignet sein.

Von mir gibt es gute vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2020

Bedrückende Fortsetzung mit einem Silberstreif am Horizont

Tage des Lichts
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Auch Band 3 der Geschichte, die von dem Schicksal der Familie Meyer handelt, hat mich sehr berührt. Ich erlebe das Erzählte wahrscheinlich noch intensiver, weil ich weiß, dass die Geschichte auf wahre ...

Auch Band 3 der Geschichte, die von dem Schicksal der Familie Meyer handelt, hat mich sehr berührt. Ich erlebe das Erzählte wahrscheinlich noch intensiver, weil ich weiß, dass die Geschichte auf wahre Begebenheiten beruht.

Auch wenn die Geschichte kaum Aufmerksamkeit heischende Höhepunkte hat sondern eher in ruhigem Fahrwasser verläuft, ist sie nie langweilig sondern interessant und spannend. Ulrike Renk schafft es hervorragend Emotionen zu transportieren und an einigen Stellen, hatte ich feuchte Augen. Insbesondere die Angst von Ruth ist immer zu spüren.

Ruth ist eine tolle Persönlichkeit, die sich von dem verwöhnten Mädchen zu einer starken Frau entwickelt hat, die sich vor keiner Arbeit scheut oder zu schade dafür ist.

An diesem Band gefällt mir, dass man die Nazizeit und den Beginn des Zweiten Weltkriegs auch mal aus der Perspektive eines anderen Landes sieht.

Ich mag die intensive und anschauliche Schreibweise der Autorin sehr. Auch über nahezu belanglose Arbeiten des Alltags vermag sie interessant zu berichten.

Da es noch einen vierten Band geben wird, muss ich mich weiterhin gedulden bevor ich Klarheit über das Schicksal dieser Familie erhalte. Vorher vergebe ich aber noch sehr gerne fünf wohlverdiente Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2020

Witziges Kinderbuch mit einer Botschaft

Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau
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Auch wenn die Zielgruppe wahrscheinlich mit dem Wort Karma bisher noch nichts anfangen konnte, so wird die Bedeutung im Verlauf der Geschichte ziemlich schnell deutlich. Jede Handlung hat Auswirkungen ...

Auch wenn die Zielgruppe wahrscheinlich mit dem Wort Karma bisher noch nichts anfangen konnte, so wird die Bedeutung im Verlauf der Geschichte ziemlich schnell deutlich. Jede Handlung hat Auswirkungen in die eine oder andere Richtung.

Das Thema ist wirklich gut und witzig von Janet Clark ausgearbeitet. Mit der pragmatischen Mina und dem nervigen Julius handelt es sich um zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber genau das macht den Reiz der Geschichte aus und veranschaulicht das Grundthema sehr gut. Auch die anderen Kinder sind wie aus dem wahren Leben gezeichnet.

Die kleinen schwarz-weißen Zeichnungen sind eine schöne Zugabe und bereichern die Geschichte zusätzlich.

Der Schreibstil ist einfach, witzig und gut verständlich. Schriftgröße und die Kapitellänge sind altersgerecht. Das Buch ist sowohl für Mädchen als auch Jungen ab etwa 9 Jahren geeignet.

Ich denke der Auftakt zu dieser Reihe ist gelungen und ich vergebe gerne vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Unterhaltsame Familiengeschichte

Die Frauen von Richmond Castle
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Tracy Rees nimmt uns mit in das England der 1920er Jahre und gewährt uns Einblicke in das Leben der reichen Familie Camberwell. Wir begleiten die Stiefmutter Midge, die beiden Töchter ein gutes Jahr. Hinzu ...

Tracy Rees nimmt uns mit in das England der 1920er Jahre und gewährt uns Einblicke in das Leben der reichen Familie Camberwell. Wir begleiten die Stiefmutter Midge, die beiden Töchter ein gutes Jahr. Hinzu gesellt sich Delphine, die dem Martyrium ihrer Ehe entflohen ist.

Von den Charakteren konnten mich lediglich Midge und Delphine überzeugen. Alle anderen Personen blieben in meinen Augen schwach.

Erzählt wir die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten, das und die Einschübe von Briefen sorgen für Abwechslung. Obwohl Tracy Rees es versteht zu schreiben, hat sie meiner Meinung nach bei diesem Buch das Potential, das die Themen boten nicht ausgenutzt. Inhalte wie Gewalt in der Ehe, eine ungeheuerliche Tat, Schuld und Vergebung sowie eine junge Frau mit einem Traum, die sich in der Männerwelt behaupten muss, hätten spannend sein können. Auch die damaligen Lebensverhältnisse der unterschiedlichen Schichten wurden leider nur angerissen.

Für mich handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen historischen Roman und es kommt bei weitem nicht an „Die Reise der Amy Snow“ heran. Schade, aber dafür kann ich nur drei Sterne vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2020

Toller Auftakt der Speicherstadt-Saga

Der Duft der weiten Welt
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Fenja Lüders ist mit „Der Duft der weiten Welt“ ein sehr guter Einstieg in die Speicherstadt-Saga gelungen. Der Prolog spielt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und lässt mich etwas ratlos zurück. Mina Dehardes ...

Fenja Lüders ist mit „Der Duft der weiten Welt“ ein sehr guter Einstieg in die Speicherstadt-Saga gelungen. Der Prolog spielt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und lässt mich etwas ratlos zurück. Mina Dehardes Geschichte beginnt allerdings bereits vor dem Ersten Weltkrieg und spielt überwiegend in Hamburg.

Mina ist eine sehr starke Figur, die schon ziemlich früh genau weiß was sie will. Mir gefiel besonders gut, dass sie bereits in diesem ersten Band eine sehr gut erkennbare Entwicklung durchmacht, was nicht unbedingt selbstverständlich für Romanfiguren ist. Weitere Protagonisten sind sehr unterschiedlich und kommen aus verschiedenen Schichten der Bevölkerung und treten entsprechend auf.

Die Lebensumstände und die strikte Trennung der Schichten zur damaligen Zeit sind sehr gut wiedergegeben. Es wird deutlich wie schwer es damals für Frauen war; noch herrschte eine völlig andere Vorstellung über den Platz einer Frau in der Gesellschaft.

Mit ihrem tollen und detailreichen Schreibstil lässt die Autorin Bilder vor meinem inneren Auge entstehen; und das nicht nur von der Speicherstadt sondern auch von Geschehnissen wie z. B. Minas erstem Versuch ein Auto zu lenken.

Nicht nur weil das Buch mich mit vielen offenen Fragen zurücklässt, freue ich mich auf die Fortsetzung. Ich vergebe sehr gerne fünf Sterne für dieses Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere