Anders als erwartet
Verstümmelte Leichen, widersprüchliche Spuren und eine scheinbar gleichgültige Behördenlandschaft: Tempe Brennan steht vor einem Rätsel, das sie weit weg von ihrer gewohnten Arbeitsumgebung führt. Jeder ...
Verstümmelte Leichen, widersprüchliche Spuren und eine scheinbar gleichgültige Behördenlandschaft: Tempe Brennan steht vor einem Rätsel, das sie weit weg von ihrer gewohnten Arbeitsumgebung führt. Jeder neue Hinweis macht deutlich, dass es hier um weit mehr geht als einzelne Mordfälle.
Der Roman beginnt vergleichsweise ruhig und braucht einige Zeit, um in Fahrt zu kommen. Die erste Hälfte wirkt stellenweise zäh und entfaltet nur wenig Spannung. Erst im weiteren Verlauf gewinnt die Handlung an Dynamik und wird deutlich interessanter. Auffällig ist zudem, dass Tempe Brennans eigentliches forensisch-anthropologisches Fachgebiet diesmal nur eine untergeordnete Rolle spielt, was Erwartungen an die Reihe nur teilweise erfüllt. Der schnörkellose, nüchterne Schreibstil bleibt zwar gewohnt klar, erzeugt jedoch weniger Nervenkitzel als erhofft. Insgesamt ein solides Buch, das vor allem in der zweiten Hälfte überzeugt, aber hinter dem Spannungspotenzial zurückbleibt.