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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2020

Bei Anruf Mord

Death Call – Er bringt den Tod (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 8)
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Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven!

"Death call" ist der 8. Band aus Carters Reihe rund um die Detectives Hunter und Garcia. Wie immer ermitteln sie bei außergewöhnlichen und brutalen Fällen. ...

Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven!

"Death call" ist der 8. Band aus Carters Reihe rund um die Detectives Hunter und Garcia. Wie immer ermitteln sie bei außergewöhnlichen und brutalen Fällen. Dieses Mal geht es darum, dass ein Mörder Leute über einen Videocall anruft und sie vor zwei Fragen stellt. Können diese nicht beantwortet werden, lässt der Täter sie zusehen, wie er geliebte Menschen bestialisch ermordet werden.

Dieses Buch hat von Anfang an eine große Spannung aufgebaut und sorgt dafür, dass man immer mehr wissen möchte. Was war der Auslöser für die Taten? Das private Umfeld der Detectives wird nur angerissen und im Verlauf der Reihe aufeinander aufgebaut. Der Fall ist in sich geschlossen, sodass das Hörbuch auch gut ohne die Kenntnis der anderen Titel gehört werden kann. Die Charaktere der Ermittler sind sehr schlüssig aufgebaut und auch die Fall-spezifischen Figuren sind sehr gut erstellt. Carter beschreibt Details ohne diese zu ausfühlich abzuhandeln, sodass diese Details für eine sehr gute Handlung sorgen.

Hart, härter, Carter - ein Thriller, der unter die Haut geht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2020

Schicksal einer Familie während des Holocausts

Die verlorene Tochter der Sternbergs
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Armando Lucas Correra hat mit "Die verlorene Tochter der Sternbergs" ein Drama über eine jüdische Familie während der Nazi-Zeit geschrieben. Die Geschichte basiert in Teilen auf realen Begebenheiten, welche ...

Armando Lucas Correra hat mit "Die verlorene Tochter der Sternbergs" ein Drama über eine jüdische Familie während der Nazi-Zeit geschrieben. Die Geschichte basiert in Teilen auf realen Begebenheiten, welche am Ende des Buches auch noch einmal vorgestellt werden.

1939 wird das Leben für jüdische Mitbürger immer schwerer. Amanda Sternberg muss ihr Bestes geben, um ihre Töchter zu retten. Ihr Mann wurde bereits verschleppt und ist krankheitsbedingt in der Haft verstorben. Doch vorher konnte er für die beiden Mädchen noch zwei Tickets nach Kuba, zu Amandas Bruder, organisieren. Doch Amanda bringt es nicht über ihr Herz, sich von beiden Kindern zu verabschieden. So schickt sie Viera alleine auf das Schiff, während sie selbst gemeinsam mit der kleine Lina versucht sich in Frankreich zu retten. Das Buch "Die verlorene Tochter der Sternbergs" verfolgt von hier an die Erlebnisse Linas.

Meiner Meinung nach kann Correra nur bedingt an das sehr gelungene Debüt "Das Erbe der Rosenthals" anknüpfen. Im vorliegenen Buch hätten die Charaktere noch besser ausgearbeitet werden können. So kam mir gerade Amanda Sternberg sehr naiv und weltfremd vor. Zudem fehlte an vielen Stellen der Spannungsbogen im Buch. Auch wurden einige Zeitpassagen nur sehr kurz angedeutet und wichtige Passagen wurden nur angerissen.

Alles in allem bleiben am Ende des Romans leider viele Fragen offen, ich hatte mir von "Die Tochter der Sternbergs" mehr erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Gelungener Serienauftakt

Echo einer Winternacht
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"Echo einer Winternacht" ist der Auftrakt rund um die Thrillerreihe mit Karen Pirie, in welcher alte ungelöste Fälle wieder aufgenommen werden.

Vier Studenten haben in den 1970er Jahren die Leiche einer ...

"Echo einer Winternacht" ist der Auftrakt rund um die Thrillerreihe mit Karen Pirie, in welcher alte ungelöste Fälle wieder aufgenommen werden.

Vier Studenten haben in den 1970er Jahren die Leiche einer jungen Frau gefunden. Rosie Duff wurde vergewaltigt und dann erstochen. Die jungen Männer haben ihr bestest getan, um Rosie am Leben zu halten und natürlich auch direkt die Polizei informiert. Doch die Polizei sieht in den Findern auch die Täter und nimmt die Studenten ordentlich in die Mangel, nur kann nichts nachgewiesen werden. Zwanzig Jahre später ist der Fall immer noch ungelöst und wird wieder aufgenommen. Die vier Freunde geben alles, um endlich den Verdacht loszuwerden.

McDermid schreibt diesen Fall sehr spannend, die bis zum Ende rätselt man, wer Rosie ermordet hat. War es doch jemand der Studenten oder war es jemand ganz anderes? Mit verblüffenden Plotänderungen wird der Leser auf immer wieder neue Wege geleitet. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und gut ausgearbeitet.

Ein tolles Buch, das sehr zu empfehlen ist!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2020

Vermisstenfall, Mordfall, Familientragödie

Nacht unter Tag
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"Nacht unter Tag" von Val McDermid ist der zweite Thriller rund um Karen Pirie, den ich auch ohne den Vorgängerband zu kennen sehr gut verfolgen konnte.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen in Schottland: ...

"Nacht unter Tag" von Val McDermid ist der zweite Thriller rund um Karen Pirie, den ich auch ohne den Vorgängerband zu kennen sehr gut verfolgen konnte.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen in Schottland: 1984, mitten in dem großen Bergarbeiterstreiik, und 2007, das Jahr in dem das alte Geschehen wieder hochkocht. 1984 verschwindet der Bergarbeiter Mick Prentiss, es wird davon ausgegangen, dass er mit den Streikbrechern mitgegangen ist. Doch 2007 stellt seine Tochter bei ihrer Suche fest, dass er diesen Weg nicht gegangen ist. Nur wo ist er dann? Auch 1984 wurde eine junge Muttere mit ihrem Sohn entführt. Die Lösegeldübergabe ging schief und so musste Sir Brodie um seine Tochter trauern, während Klein-Adam weiterhin verschwunden ist. 2007 gibt es einen neuen Hinweis und er sucht weiterhin seinen Enkel. Karen Pirie kümmert sich um beide Fälle.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben und regt den Hörer zum miträtseln an. Die Charaktere sind sehr schlüssig und vielsschichtig angelegt. Andrea Sawatzki liest den Text sehr ansprechend, so dass man sich immer freut, wenn man diesen Thriller weiter genießen kann. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Hörbuch!

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2020

Heimkehr mit Beigeschmack

Löwenzahnkind
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Auftakt einer neuen Reihe! "Löwenzahnkind" ist der erste Teil der Reihe rund um "Charlie" Charline Lager. Die Ermittlerin wird gegen ihren Willen in Ihren Herkunftsort Gullspång geschickt. Sie war dort ...

Auftakt einer neuen Reihe! "Löwenzahnkind" ist der erste Teil der Reihe rund um "Charlie" Charline Lager. Die Ermittlerin wird gegen ihren Willen in Ihren Herkunftsort Gullspång geschickt. Sie war dort seit 20 Jahren nicht mehr und wollte dort gar nicht hin, aber jetzt wird ein 17-jähriges Mädchen vermisst. Dort muss sie sich nicht nur mit dem Fall von Annabelle auseinandersetzen, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit und dem Verhalten ihrer Mutter. Charlie ist psychisch labil und das Verhalten der Bewohner ist dabei nicht gerade hilfreich. In der Kleinstadt kennt jeder jeden, so dass sich auch immer jemand findet, der einem ein Alibi gibt. Nur wie können sie das Mädchen finden? Immer wieder müssen sie Fragen stellen.

Die Geschichte spielt auf drei Ebenen. Einmal die aktuelle in der nach Annabelle gesucht wird, einmal wird Annabelles Leben kurz vor ihrem Verschwinden geschildert und einmal wir die Freundschaft von einer Alice und einer Rosa geschildert. Wie die Geschichte zu allem weiteren passt wird erst relativ spät aufgeklärt. Die Zeitebene der Ermittlung steht eindeutig im Vordergrund, während die andren beiden immer nur kurz abgehandelt werden.

Charlie Lager hat mit massiven Problemen zu kämpfen und ist keine einfache Persönlichkeit. Sie prallt mit ihrer Vergangenheit immer wieder auf Ereignisse, die es ihr nicht leicht machen und auch im privaten muss sie mit einigen Dämonen kämpfen. Gerade wie sich ihre Persönlichkeit in den weiteren Büchern entwickelt ist eine spannende Frage.

Ein gelungener Auftakt, bei dem aber auch noch Luft nach oben ist.

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