Empfehlenswerter Roman zum Thema Eltern-Werden durch Adoption
In "Hätt' ich ein Kind", dem neuen Roman von Lea Streisand, geht es um Kathi, 35 Jahre alt, die seit mehreren Jahren mit David zusammenlebt und sich sehnlichst mit ihm ein Kind wünscht. Doch auf biologischem ...
In "Hätt' ich ein Kind", dem neuen Roman von Lea Streisand, geht es um Kathi, 35 Jahre alt, die seit mehreren Jahren mit David zusammenlebt und sich sehnlichst mit ihm ein Kind wünscht. Doch auf biologischem Weg ist es aussichtslos, die Frauenärztin verkündet ihr die niederschmetternde Diagnose vorzeitiger Wechseljahre und dass es mit ihren eigenen Eizellen nichts mehr werden würde. Niedergeschlagen begibt sich das Paar auf den langen Weg hin zur Adoption.
Sehr gut gefallen hat mir, dass der steinige und nur manchmal mit Erfolg verbundene Weg der Adoption sehr realistisch dargestellt wird: schon, um als Adoptionswerber in Betracht zu kommen, muss eine aufwendige Prozedur auf sich genommen werden, und darauf folgt erst einmal eine jahrelange Wartezeit in Ungewissheit, ob es jemals klappen könnte mit der Vermittlung eines Adoptivkindes. Denn es gibt nicht viele davon und es werden Eltern für Kinder gesucht, nicht umgekehrt.
In dem Buch begleiten wir das sympathische Paar auf diesem Weg. Toll ist, wie Kathi sich trotz des eigenen Unglücks mit ihrer besten Freundin über deren Schwangerschaft freuen kann und sie liebevoll dabei begleitet. Überhaupt waren es sehr sympathische, freundliche und reflektierte Charaktere, deren Schicksal ich sehr gerne in diesem unterhaltsamen und leicht zu lesenden, gleichzeitig aber realistisch dargestellten Buch miterlebt habe.
Ich kann das Buch allen, die sich eine gute Unterhaltung mit durchaus so einigen tiefsinnigen Gedanken zum Thema Wahlverwandtschaft und Elternschaft wünschen, aber auch allen, die sich für das Thema Adoption interessieren, sehr empfehlen - es hat mein Herz berührt.