Cover-Bild Der Leinwandmesser
(1)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
5,90
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 68
  • Ersterscheinung: 10.04.2015
  • ISBN: 9783734782237
Leo Tolstoi

Der Leinwandmesser

Die Geschichte eines Pferdes
Jürgen Müller (Herausgeber)

Das titelgebende Pferd wird wegen seines langen, weit ausschreitenden Ganges Leinwandmesser genannt. Als alter, scheckiger Wallach erzählt es in seinem letzten Gestüt in fünf aufeinanderfolgenden Nächten seinen jüngeren Artgenossen seine Lebensgeschichte. Es war einst wegen seiner Kraft im ganzen Land berühmt und ging in jungen Jahren in den Besitz eines Husarenoffiziers über. Dieser draufgängerische Lebemann reitet Leinwandmesser in einer Nacht, in der er einer untreuen Geliebten hinterherjagt, dermaßen zugrunde, dass dieses von neuen Besitzern fortan hauptsächlich als Lasttier genutzt wird. Gegen Ende der Erzählung kommt der Offizier, inzwischen verfettet, hochverschuldet und von einstigen Geliebten endgültig verlassen, zum Besitzer des letzten Gestüts von Leinwandmesser. Er erinnert sich an seinen scheckigen Wallach und schwelgt in glorreichen Zeiten, was dem Leser den inzwischen eingetretenen Verfall nur umso mehr verdeutlicht. Tolstoi beschreibt zum Schluss das Sterben Leinwandmessers ebenso wie das Hinsiechen seines einstigen Herrn und setzt menschlichen und tierischen Niedergang in Beziehung zueinander.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Dias89 in einem Regal.
  • Dias89 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Wichtiges Thema bezüglich Tieren

0

Diese Kurzgeschichte von Tolstoi würde ich als Fabel einordnen. Denn das Pferd namens "Leindwandmesser" spricht. Zwar nur zu seinen Artgenossen, Trotz alledem spricht es. Mit großem Einblick in die Zeit ...

Diese Kurzgeschichte von Tolstoi würde ich als Fabel einordnen. Denn das Pferd namens "Leindwandmesser" spricht. Zwar nur zu seinen Artgenossen, Trotz alledem spricht es. Mit großem Einblick in die Zeit nach der Zarenherrschaft, zeigt hier Tolstoi auf, wie skandalös mit den Tieren, besonders Pferden, umgegangen wurde.
Dabei merkt man, wenn man zwischen den Zeilen liest, wie stark sich Tolstoi mit der Veterinärmedizin auseinandergesetzt hat. Das zeugt von einem sehr gebildeten Menschen, was er auch war.
Es ist schrecklich zu lesen, was mit dem Pferd Leinenmesser alles zu seiner Lebzeit geschah und wie alles endete. Diese Misshandlungen sind garantiert auch heute noch in einigen Ländern Thema. Aber hier hatte man beim Lesen wirklich das Gefühl, dass das Pferd als Ventil herhalten musste, wenn der Mensch seine Wut rauslassen wollte.

Fazit: Ist das Leben eines Tieres weniger wert als das eines Menschen? Definitiv NEIN. Wir sind alle Lebewesen, die in Harmonie zusammen leben sollten. Das lehrt diese schöne und doch grausame Kurzgeschichte. Und der Schreibstil macht mir Hoffnung, dass ich mich an weitere Werke Tolstoi's wagen kann.

"Gelesen als Saga Egmont Version"

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere