Cover-Bild Bayerisch Kongo
10,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 26.03.2014
  • ISBN: 9783954512768
Lutz Kreutzer

Bayerisch Kongo

Alpenkrimi
Der Geophysiker Friedrich Sperber landet auf unkonventionellem Weg beim bayerischen Landeskriminalamt. Sein erster Fall: der Tod eines Afrikaners, der mitten in München mit einer Machete umgebracht wurde. Als zwei weitere bizarre Morde im Chiemgau die Ruhe im Voralpenland stören, verdichtet sich die Spur in den Kongo. Sperber stößt bei seinen Ermittlungen auf das begehrte Hightech-Erz Coltan, auf einen mysteriösen belgischen Söldner - und auf Deutsche und Österreicher mit rabenschwarzer Vergangenheit.

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2020

Ein fesselnder Krimi

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Dieser Krimi ist in hohem Tempo verfasst und behandelt ein Thema, das gerne ausgeklammert wird: Die illegalen Importe des im Kongo unter miserablen Bedingungen abgebauten Erzes „Coltan“.

Wir begegnen ...

Dieser Krimi ist in hohem Tempo verfasst und behandelt ein Thema, das gerne ausgeklammert wird: Die illegalen Importe des im Kongo unter miserablen Bedingungen abgebauten Erzes „Coltan“.

Wir begegnen unfähigen Staatssekretären genauso wie skrupellosen Geschäftsleuten, auf Rache sinnende Kongolesen, Warlords - pardon - einer undurchsichtigen Waffenschieberin im Kongo und dem Geophysiker Fritz Sperber, der einen Job als „Hilfssheriff“ bei der Kripo angetreten hat. Mit seiner Kenntnis der Zu- und Umstände des Kongos ist er eine willkommene Hilfe, auch, wenn er mit den Hierarchie und dem Bürokratismus des Polizeiapparates so seine liebe Not hat.

Die Gewaltverbrechen finden bis auf wenige Ausnahmen in München statt. So sausen rasiermesserscharfe Macheten von instrumentalisierten Kongolesen auf Landsmänner, Neonazis und scheinbar Unbeteiligte herab.

Das Ermittlerteam rund um „Silikon-Fritz“ Sperber hat jede Menge zu tun. Erfrischend daran, dass statt der üblichen Meier eins und Meier zwei, diesmal zwei Polizisten namens Huber durchgezählt werden. Der breite Münchner Dialekt trägt zu einige humorvollen Passagen in dem doch eher blutigen Krimi bei.

Die ernste Kernaussage, nämlich die skrupellose Ausbeutung de der Bodenschätze Afrikas durch internationale Konzerne, die auf Kosten der bettelarmen Bevölkerung geht, ist sehr gut und aufschlussreich dargestellt. Kurze Rückblicke in die Geschichte des Konflikts Hutu gegen Tutsi geben einen Einblick in die Machenschaften der Kolonialherrschaft und deren Nachfolger, der internationalen Unternehmen.

Fazit:

Ein fesselnder Krimi, der mit „blutigem Erz“ ein geopolitisches heikles Thema aufgreift und mit hohem Tempo gut in Szene setzt. Nicht für Zartbesaitete. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.