Duchess Beatrice ermittelt
Etwas zu spät habe ich bemerkt, dass 𝐃𝐚𝐬 𝐮𝐧𝐡𝐞𝐢𝐦𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐞𝐫𝐫𝐞𝐧𝐡𝐚𝐮𝐬 Teil einer ganzen Reihe um die Hobbydetektivin Beatrice Hyde-Clare ist, die in der Regency Zeit Verbrechen aufdeckt. Aber es gibt ja durchaus ...
Etwas zu spät habe ich bemerkt, dass 𝐃𝐚𝐬 𝐮𝐧𝐡𝐞𝐢𝐦𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐞𝐫𝐫𝐞𝐧𝐡𝐚𝐮𝐬 Teil einer ganzen Reihe um die Hobbydetektivin Beatrice Hyde-Clare ist, die in der Regency Zeit Verbrechen aufdeckt. Aber es gibt ja durchaus Reihen, wo man zwischendrin mal einen Teil lesen kann, ohne den Faden zu verlieren. Oder?
Zumindest erfahren wir, dass Beatrice schon so einige Fälle gelöst hat und kurz davor ist, ihren Partner in Crime Kesgrave zu heiraten. Der ist ein Duke und so findet sich Beatrice gleich darauf in einer noblen Nachbarschaft wieder. Und obwohl sie den Mordermittlungen eigentlich abgeschworen hatte, folgt schon am Morgen nach der feurigen Hochzeitsnacht der nächste Fall. Der Starkoch der Nachbarn wurde nämlich enthauptet aufgefunden. Ein Unfall heißt es, doch Beatrice ist sich sicher, das mehr dahinter steckt.
Oh. Mein. Gott.
Ich habe schon lange keinen Roman mehr gelesen, wo so viel um den heißen Brei herumgeredet wurde. Auf gefühlt jeden kurzen Dialog folgen wir teils seitenlang Beatrice abschweifenden Gedanken. Es ist so langwierig. Es war anstrengend. Und das mag ja typisch für Regency Romane sein, aber das war mir einfach zu viel.
Das Miteinander von Beatrice und Kesgrave war wirklich neckisch, konnte mich aber nicht ganz abholen und das liegt wohl leider auch daran, dass es mir hier an dem Kontext der vorherigen Teile mangelt. Es handelt sich zwar um einen unabhängigen Fall, aber das ich keinen „Kennenlernphase“ mit den Hauptfiguren hatte, hat es mir dann doch schwer gemacht hineinzufinden.
Der Titel ist total irreführend, denn bei einem unheimlichen Herrenhaus denke ich an Geister und Spuk. Aber das einzig unheimliche hier ist der enthauptete Koch. Und selbst das funktioniert nicht ganz, weil der Roman relativ witzig und locker geschrieben ist. Also nix da mit grausiger Atmosphäre.
Wirklichen Unterhaltungswert hatte der Roman erst auf den letzten 50 Seiten, wo dann der Täter gestellt wurde. Auch wieder auf ganz humorvolle Art, ohne das wir erfahren, wie die Strafe für den Mörder nun aussieht.
Auf weitere Mordermittlungen von Beatrice verzichte ich.