Profilbild von MademoiselleMeow

MademoiselleMeow

Lesejury Profi
online

MademoiselleMeow ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MademoiselleMeow über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2026

Vielen Dank für die Blumen

The Florist
0

𝐓𝐡𝐞 𝐅𝐥𝐨𝐫𝐢𝐬𝐭 war das letzte Buch auf meinem Spring TBR und so richtig Lust hatte ich auf den Roman momentan zwar nicht, aber Plan ist Plan! Und ich habe es absolut nicht bereut. Nochmal Dankeschön an @blubie4711 ...

𝐓𝐡𝐞 𝐅𝐥𝐨𝐫𝐢𝐬𝐭 war das letzte Buch auf meinem Spring TBR und so richtig Lust hatte ich auf den Roman momentan zwar nicht, aber Plan ist Plan! Und ich habe es absolut nicht bereut. Nochmal Dankeschön an @blubie4711 , die mir ihr Exemplar überlassen hat.
Darum geht’s:

Die Floristin Amy führt das gut gehende Blumengeschäft „Darling Blossoms“. Trotz beruflicher Erfolge, fühlt sie sich einsam und tut sich schwer damit Freundschaften zu schließen. Als sie einer ihrer Stammkunden für eine private Geburtstagsparty engagiert, ist das für sie nicht nur die perfekte Chance neue Kunden an Land zu ziehen, sondern auch etwas für ihr zu Sozialleben zu tun. Amy hilft dem Glück ein wenig auf die Sprünge und ist schon bald die neue Freundin vom ahnungslosen Geburtstagskind. Doch kurz darauf laufen die Dinge nicht mehr so rosig und als es auf der Geburtstagsfeier zu einem Todesfall kommt, gerät Amy ins Kreuzfeuer.

Ich hatte natürlich Interesse an der Geschichte, aber dass sie mich so sehr fesseln würde, hätte ich auch nicht gedacht. Seit langem der spannendste Thriller den ich gelesen habe.

Amy ist eine ungewöhnliche Protagonistin, denn sie ist nicht unbedingt sympathisch, ja sogar ein kleiner Creep. Sie ist sozial unbeholfen und kommt bei anderen nicht gut an. Das tat mir schon ein wenig leid. Später erfährt man auch den Grund, weswegen sie etwas schräg drauf ist.

Man liefert uns genügend Gründe, warum Amy zur Mörderin taugen könnte. Aber das wäre ja todlangweilig und so bekommen wir gleich mehrere Tatverdächtige präsentiert. Am Ende offenbart sich aber eine ganz neue Überraschung mit weiteren Enthüllungen. Das war vielleicht ein kleines bisschen too much, konnte aber auf den letzten Seiten noch zu einem runden Abschluss gebracht werden.

Das Ende hinterließ bei mir einen leicht herben Beigeschmack. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Ich fand es irgendwie fies, aber auch gut. Lasst euch überraschen!

Ich fand das Buch super spannend und es hat mich richtig gut unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2026

Lug und Trug in Mayfair

Die Queen von Mayfair
0

𝘔𝘢𝘺𝘧𝘢𝘪𝘳 𝘏𝘰𝘶𝘴𝘦 war letztes Jahr eines meiner 5 Sterne Bücher. Die Epoche, der Schauplatz, die Idee – Das alles hat meinen Geschmack perfekt getroffen. Um so erfreuter war ich, als ich bei @vorablesen jetzt ...

𝘔𝘢𝘺𝘧𝘢𝘪𝘳 𝘏𝘰𝘶𝘴𝘦 war letztes Jahr eines meiner 5 Sterne Bücher. Die Epoche, der Schauplatz, die Idee – Das alles hat meinen Geschmack perfekt getroffen. Um so erfreuter war ich, als ich bei @vorablesen jetzt den unabhängigen Nachfolger 𝐃𝐢𝐞 𝐐𝐮𝐞𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐚𝐲𝐟𝐚𝐢𝐫 entdeckte und ein Exemplar für mich gewinnen konnte. Vielen Dank dafür!

Auch dieses mal geht es wieder um Lug und Betrug in den gut betuchten Kreisen von Mayfair. Allerdings wird dieses mal kein Haus ausgeraubt, sondern ein reicher Erbe um sein Vermögen gebracht. So zumindest der Plan, den sich Quinn gesetzt hat. Sie ist die aktuelle Queen einer ganzen Ahnenreihe von Betrügerinnen. Mit einem 5 Punkte Plan, umsetzbar in 5 Tagen, soll das große Geld gemacht werden. Da hat sie allerdings die Rechnung ohne eine geheimnisvolle Widersacherin gemacht, welche den Coup zum Einsturz bringen könnte. Und nicht nur den…

Ich bin richtig gerne wieder in die Welt von Mayfair eingetaucht. Die Geschichte spielt 1898 und entführt gekonnt in die Welt der reichen Oberklasse und der gerissenen Unterwelt. Intrigante Rollenspiele, fantasievolle Verkleidungen und vorteilhafte Allianzen – Betrügerin im viktorianischen London zu sein, klingt hier echt verlockend. Aber auch stressig und gefährlich.

Schon wie beim Vorgänger stellt sich die Protagonistin einer schier unmöglich zu erfüllenden Aufgabe. Einen stinkreichen Junggesellen für sich gewinnen und heiraten, alles in 5 Tagen. Wie soll das bitte gehen? Doch am Ende geht alles auf. Zugegeben, vor allem dank glücklicher Zufälle und Umstände, wie es sie nur in Romanen gibt.

Dazu gab es noch einen grandiosen Twist, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte. Man sucht als Leser zwar den Gegenspieler von Quinn unter den anderen Figuren, aber erst kurz vor Schluss ging mir dann ein Licht auf. Eine tolle Überraschung!

Auch das Ende konnte wieder überzeugen, denn trotz Gaunereien sind alle Beteiligten, naja...zumindest nicht unglücklich.

Ich hoffe wirklich, dass noch weitere Romane in den Stil folgen, denn ich kann einfach nicht genug von ihnen bekommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2026

4 Hexen, 4 Plagen, eine Heldin

Das Jahr der Hexen
0

𝐃𝐚𝐬 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐇𝐞𝐱𝐞𝐧 ist ein Roman auf den ich schon lange geschielt hatte, aber eben auch etwas kostspieliger und nie weit vorne bei meinem Must Haves. Aber jetzt ist er als Taschenbuch erschienen und da ...

𝐃𝐚𝐬 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐇𝐞𝐱𝐞𝐧 ist ein Roman auf den ich schon lange geschielt hatte, aber eben auch etwas kostspieliger und nie weit vorne bei meinem Must Haves. Aber jetzt ist er als Taschenbuch erschienen und da habe ich gar nicht lang gewartet. Es ist mein zweiter Hexen-Roman dieses Frühjahr und er sollte auch etwas anders sein.

Die Geschichte spielt in dem fiktiven Ort Bethel und die Epoche scheint ein Mix aus 16. und 19. Jahrhundert zu sein. Hier lebt die 16-jährige Immanuelle in einer sektenähnlichen Gemeinschaft. Diese fürchtet die vier großen Hexen, die noch immer ihr Unwesen im angrenzenden Wald treiben sollen. Der Zutritt ist streng untersagt, doch irgendetwas im Wald zieht Immanuelle magisch an. Als sie sich nach einem Unglück in den Wäldern verirrt und Zeuge des Grauens wird, welches in ihnen wohnt, löst sie damit ungeahnte Schrecken aus.

Es stimmt, dass der Roman in Teilen an 𝘛𝘩𝘦 𝘏𝘢𝘯𝘥𝘮𝘢𝘪𝘥𝘴 𝘛𝘢𝘭𝘦 erinnert. Immanuelle lebt in einer von Männern dominierten Welt, die den Frauen die Schuld an allem Übel gibt und sie dafür büßen lässt. Aber es gibt auch Ausnahmen und das hat mir sehr gefallen.

Immanuelle ist eine tolle Heldin. Sie ist mutig, aber nicht zu forsch. Es ist nicht leicht für sie, sich dem Glauben entgegen zu stellen, mit dem sie aufgewachsen ist. Sie fällt ihre Entscheidungen nicht leichtfertig und hadert oft mit sich. Und sie ist bereit zum Wohle aller Opfer zu bringen.

Die Hexen treten geradezu grotesk in Erscheinung. Wahrlich furchterregend und unmenschlich. Die meiste Zeit bleiben sie im Verborgenen und es wird nur in Legenden über sie erzählt. Aber dann, am Ende, kommt es zu einem 𝘊𝘢𝘣𝘪𝘯 𝘪𝘯 𝘵𝘩𝘦 𝘞𝘰𝘰𝘥𝘴 würdigen Showdown. Dennoch hätte ich gern noch ein wenig mehr Lore über ihre Herkunft gehabt.

Der Roman erzählt meisterhaft die Heldenreise einer Außenseiterin mit einer guten Portion Folklore, gesundem Feminismus und einem Schuss Romantik, der nicht im geringsten von der eigentlichen Handlung ablenkt.

Es ist für mich zwar kein Wow-Roman, aber einer, der seine 5 Sterne absolut verdient hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2026

Ein mörderischer Sommer

Dead Girls Don't Dance
0

Es ist ein lauer Sommerabend, die Dämmerung setzt langsam ein, eine leichte Brise weht, die Blätter in den Bäumchen rascheln und in der Ferne hört man Donner grollen. So mag ich Sommer am liebsten. Die ...

Es ist ein lauer Sommerabend, die Dämmerung setzt langsam ein, eine leichte Brise weht, die Blätter in den Bäumchen rascheln und in der Ferne hört man Donner grollen. So mag ich Sommer am liebsten. Die Kirsche auf der Torte wäre da nur noch ein richtig gutes Buch, welches diese Atmosphäre unterstützt. 𝐃𝐞𝐚𝐝 𝐆𝐢𝐫𝐥𝐬 𝐝𝐨𝐧'𝐭 𝐝𝐚𝐧𝐜𝐞 verspricht genau das plus einen ungeklärten Mordfall.

Ein Jahr ist es her, seit Addies Schwester Fiona eine Schlucht hinabstürzte und starb. Angeblich ein Unfall, doch Addie ist da anderer Meinung und Thatcher, Sohn einer reichen Familie, ist dabei ihr Hauptverdächtiger. Als Thatcher jedoch auf dieselbe Weise stirbt, muss Addie ihre Theorie überdenken. Läuft der Mörder noch frei herum und ist sie bald die Nächste?

Von der Atmosphäre her ist es wirklich der perfekte Sommer Thriller. Da ich ihn als Rezensionsexemplar erhalten habe (danke @lovelybooks.de !) musste ich ihn jetzt schon lesen und da das Wetter noch nicht gerade sommerlich war, hat es mich in der Hinsicht leider nicht ganz so sehr abgeholt. Also lest den Roman im Sommer, wenn ihr könnt!

Da es ein Young Adult Roman ist, darf man hier nicht etwas all zu raffiniertes erwarten. Ich hab ganz am Anfang ins Blaue geraten, wer der Mörder sein könnte und lag falsch. Die Auflösung war trotzdem irgendwie einfallslos und auch um das Verschwinden von Addies Mutter hätte man sich etwas besseres einfallen lassen können.

Auch romantische Beziehungen unter den jungen Leuten spielen immer wieder eine Rolle, lenken aber nicht zu sehr von der eigentlichen Handlung ab. Und gerade weil alle jung und impulsiv sind, wird immer wieder eine Spannung aufgebaut, die einen zwischen den Verdächtigen hin und herspringen lässt.

Für die Zielgruppe ist es ein gelungener Roman. Für mich war es etwas nettes für Zwischendurch und dank der meist kurzen Kapitel schnell gelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Duchess Beatrice ermittelt

Das unheimliche Herrenhaus
0

Etwas zu spät habe ich bemerkt, dass 𝐃𝐚𝐬 𝐮𝐧𝐡𝐞𝐢𝐦𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐞𝐫𝐫𝐞𝐧𝐡𝐚𝐮𝐬 Teil einer ganzen Reihe um die Hobbydetektivin Beatrice Hyde-Clare ist, die in der Regency Zeit Verbrechen aufdeckt. Aber es gibt ja durchaus ...

Etwas zu spät habe ich bemerkt, dass 𝐃𝐚𝐬 𝐮𝐧𝐡𝐞𝐢𝐦𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐞𝐫𝐫𝐞𝐧𝐡𝐚𝐮𝐬 Teil einer ganzen Reihe um die Hobbydetektivin Beatrice Hyde-Clare ist, die in der Regency Zeit Verbrechen aufdeckt. Aber es gibt ja durchaus Reihen, wo man zwischendrin mal einen Teil lesen kann, ohne den Faden zu verlieren. Oder?

Zumindest erfahren wir, dass Beatrice schon so einige Fälle gelöst hat und kurz davor ist, ihren Partner in Crime Kesgrave zu heiraten. Der ist ein Duke und so findet sich Beatrice gleich darauf in einer noblen Nachbarschaft wieder. Und obwohl sie den Mordermittlungen eigentlich abgeschworen hatte, folgt schon am Morgen nach der feurigen Hochzeitsnacht der nächste Fall. Der Starkoch der Nachbarn wurde nämlich enthauptet aufgefunden. Ein Unfall heißt es, doch Beatrice ist sich sicher, das mehr dahinter steckt.

Oh. Mein. Gott.
Ich habe schon lange keinen Roman mehr gelesen, wo so viel um den heißen Brei herumgeredet wurde. Auf gefühlt jeden kurzen Dialog folgen wir teils seitenlang Beatrice abschweifenden Gedanken. Es ist so langwierig. Es war anstrengend. Und das mag ja typisch für Regency Romane sein, aber das war mir einfach zu viel.

Das Miteinander von Beatrice und Kesgrave war wirklich neckisch, konnte mich aber nicht ganz abholen und das liegt wohl leider auch daran, dass es mir hier an dem Kontext der vorherigen Teile mangelt. Es handelt sich zwar um einen unabhängigen Fall, aber das ich keinen „Kennenlernphase“ mit den Hauptfiguren hatte, hat es mir dann doch schwer gemacht hineinzufinden.

Der Titel ist total irreführend, denn bei einem unheimlichen Herrenhaus denke ich an Geister und Spuk. Aber das einzig unheimliche hier ist der enthauptete Koch. Und selbst das funktioniert nicht ganz, weil der Roman relativ witzig und locker geschrieben ist. Also nix da mit grausiger Atmosphäre.

Wirklichen Unterhaltungswert hatte der Roman erst auf den letzten 50 Seiten, wo dann der Täter gestellt wurde. Auch wieder auf ganz humorvolle Art, ohne das wir erfahren, wie die Strafe für den Mörder nun aussieht.

Auf weitere Mordermittlungen von Beatrice verzichte ich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere