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Veröffentlicht am 24.02.2026

Leichter Grusel für Einsteiger

Der Fluch von Carrow House
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Ich habe schon die meisten Spukhaus-Romane von Darcy Coates gelesen, aber ihr erster fehlte mir noch. 𝐃𝐞𝐫 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡 𝐯𝐨𝐧 𝐂𝐚𝐫𝐫𝐨𝐰 𝐇𝐨𝐮𝐬𝐞.

Auf Carrow House, einem entlegenen Herrenhaus, umgeben von Wasser und ...

Ich habe schon die meisten Spukhaus-Romane von Darcy Coates gelesen, aber ihr erster fehlte mir noch. 𝐃𝐞𝐫 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡 𝐯𝐨𝐧 𝐂𝐚𝐫𝐫𝐨𝐰 𝐇𝐨𝐮𝐬𝐞.

Auf Carrow House, einem entlegenen Herrenhaus, umgeben von Wasser und Felsen, arbeitet Remy als Fremdenführerin. Zahlreiche Touristen lassen sich nur allzu gerne durch die geschichtsträchtigen Räume geleiten, die Zeuge von grauenhaften Morden wurden.
Als Remy das Angebot bekommt, Teil einer Forschungsgruppe zu werden, welche die parapsychologischen Phänomene im Haus untersuchen will, zögert sie zunächst. Schließlich willigt sie ein und erlebt bald einen nie gekannten Horror.

Dieser Roman hat die beste Bewertung all ihrer Spukhaus-Romane und ich stimme zu, auch mir hat er besser gefallen als die anderen. Fand ich ihn gruselig?

Hm...es gab Situationen, z.B. als Remy nach ihrer Führung ganz allein das Haus abgeht. Die Vorstellung das machen zu müssen fand ich schon sehr gruselig. Auch all die anderen Horror-Szenarien fand ich sehr gelungen. Eine gute Mischung aus sämtlichen Filmklassikern, aber daher eben auch nichts neues für mich. Ich konnte den Roman also locker vor dem Einschlafen lesen.

Auch wenn ich es immer begrüßt habe, dass in Coates Romanen am Ende alles gut geht, hat es mich hier etwas genervt. Ich war positiv überrascht, dass die Autorin an vielen Stellen nicht zimperlich ist. Am Ende hat sie das aber alles revidiert und die Prise Romantik war für mich auch völlig Fehl am Platz.

Ich fand den Roman sehr unterhaltsam und toll aufgebaut. Nur das Ende war mir zu viel Happy End und der Grusel, naja...da bin ich nicht mehr böse, wenn es mich an der Stelle nicht überzeugt. Ich habe einfach schon zu viel aus dem Genre gelesen und gesehen.

Für Leser, die sich dem Thema Horror erst einmal annähern wollen, sind diese Romane aber der perfekte Einstieg.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Eine interessante, aber nur halb gelunge Mischung

The Deep - Spuk auf der Titanic
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Als kleiner Titanic-Fan konnte ich mir diesen Roman nicht entgehen lassen, obwohl es zu ihm doch sehr geteilte Meinungen gibt. Und es stimmt, ganz genau nimmt es Alma Katsu mit der Wahrheit nicht. Aber ...

Als kleiner Titanic-Fan konnte ich mir diesen Roman nicht entgehen lassen, obwohl es zu ihm doch sehr geteilte Meinungen gibt. Und es stimmt, ganz genau nimmt es Alma Katsu mit der Wahrheit nicht. Aber das sollte man ja auch erwarten bei dem Titel 𝐓𝐡𝐞 𝐃𝐞𝐞𝐩 - 𝐒𝐩𝐮𝐤 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐭𝐚𝐧𝐢𝐜.

Von Geistern auf der Titanic weiß ich nichts, aber vielleicht hat die Autorin bei der Recherche ja so etwas entdeckt?
Der Roman wechselt zwischen den Jahren 1912 und 1916. Hauptprotagonistin ist die junge Annie Hebbley, die den Untergang der Titanic überlebte. Damals Sterwardess, dient sie heute als Krankenschwester auf der zum Lazarettschiff umgebauten Britannic. Dazwischen war sie Patientin in einer Heilanstalt. Aber warum?

Fakt ist, Annie war nicht die einzige auf der Titanic, die Reif für den Irrenarzt war.
Ehrlich, ich habe mich manchmal gefragt, was die Autorin geraucht hat, um auf so eine Idee zu kommen.

Natürlich ist es ein zu großen Teilen fiktiver Roman. Trotzdem fand ich es befremdlich, realen Personen einen nicht gerade schmeichelhaften Stempel zu verpassen. Da ist Madeleine Astor krankhaft abergläubisch, zwei berühmte Boxer werden zu gemeinen Betrügern und Violet Jessop zu deren Komplizin. Leider gibt es kein Nachwort oder Quellennachweise, denn ich hätte echt gern gewusst, wo Katsu Beweise oder Inspiration dafür herhatte. Bei anderen Promis an Bord wurde aber auf bekannte Skandale zurückgegriffen, die sich gut in die Geschichte eingefügt haben.

Die Titanic, und das fand ich toll, ist vor allem schillernde Kulisse. Ich liebe die oberflächliche Eleganz und Ästhetik dieser Zeit und die Beschreibung der Titanic, sowie der Alltag der Oberschicht haben mein Herz höher schlagen lassen.
Geistergeschichten mag ich auch, also wäre das eigentlich eine tolle Kombination gewesen. Ich fand es aber irgendwie fehl am Platz.

Der Spuk hat mit der Titanic selbst nichts zu tun. Vielmehr ist es ein von Rachsucht getriebener Geist, der jemanden auf das Schiff folgt, dort sein Unwesen treibt und von anderen Besitz ergreift. Vermischt mit einem Schuss Okkultismus, der damals recht beliebt war und voila! Da haben wir die Geistergeschichte verbunden. Und eine irischen Legende gibt es noch dazu.

Ich finde die Vereinigung dieser beiden Themen nicht sonderlich gelungen und doch habe ich den Roman gern gelesen. Deswegen gibt es von mir knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Das Leben ist schön...er mit Katzen

Die Magnolienkatzen
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Bei meinem letzten Bibliotheksbummel konnte ich einfach kein passendes Buchen finden, aber ohne wollte ich auch nicht gehen. Kurz entschlossen griff ich zu 𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐚𝐠𝐧𝐨𝐥𝐢𝐞𝐧𝐤𝐚𝐭𝐳𝐞𝐧.

Das hatte ich mal auf meiner ...

Bei meinem letzten Bibliotheksbummel konnte ich einfach kein passendes Buchen finden, aber ohne wollte ich auch nicht gehen. Kurz entschlossen griff ich zu 𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐚𝐠𝐧𝐨𝐥𝐢𝐞𝐧𝐤𝐚𝐭𝐳𝐞𝐧.

Das hatte ich mal auf meiner Wunschliste, es dann aber wieder entfernt, weil Tiergeschichten oft traurig enden. Da meine Katze aber auch immer älter wird und mich das Thema nun häufiger beschäftigt, dachte ich mir, das Buch gibt mir da vielleicht etwas Kraft.

„Die Magnolienkatzen“ ist eigentlich kein Roman. Es ist die Geschichte der Autorin Noriko Morishita und wie diese zu Katzen kam.
Es ist aber auch die rührende Geschichte der Katzenmutter Mimi, die ihre fünf Kätzchen am Stamm eines gefällten Magnolienbaums vor dem Haus der Morishitas zur Welt bringt.
Mutter und Tochter sind zunächst nicht begeistert, wollen keine Verantwortung übernehmen, können dann aber doch nicht mit ansehen, wie die kleine Familie dem strömenden Regen ausgesetzt ist.

Mit Hilfe eines Netzwerks von Kollegen, Freunden und Verwandten, die allesamt vernarrt in Katzen sind, werden die Kätzchen liebevoll großgezogen, bis jede von ihnen ein neues Zuhause gefunden hat. Sogar bei den Morishitas…

Ein klassischer Fall von „Du magst keine Katzen? Dann hattest du noch keine.“
Ich habe es geliebt davon zu lesen, wie Noriko und ihre Mutter immer mehr zu Katzenfans avancierten. Wie ihnen die ganzen liebenswerten Eigenheiten bewusst werden, die man als langjähriger Katzenbesitzer längst kennt.
Auch die Katzengeschichten aus dem Umfeld zaubern immer wieder Lächeln und Tränen ins Gesicht.

Abgesehen davon mochte ich auch den Einblick in das Leben japanischer Familien. Als Frau mittleren Alters wieder Zuhause zu wohnen, schien nicht ungewöhnlich. Kein Mann und keine Kinder? Kaum mehr als ein Schulterzucken wert. Mir schien es, als hätte die fernöstliche Kultur eine viel entspanntere Sicht auf die Dinge.

Bei einer Sache aber konnte auch Noriko nicht nüchtern bleiben. Die Liebe zu einer Katze hat einen hohen Preis. Sorge um sein Fellkind und irgendwann er unausweichliche Abschied.

Das Buch ist von 2011 und ich hätte gern gewusst, ob die Katzen noch leben. Doch leider findet man sehr wenig über die Autorin und ihr Privatleben.

Ich habe es sehr gern gelesen, habe mich verbunden gefühlt mit den ganzen Katzenbesitzern, in ihrer Liebe und ihrem Leiden. Und ja, ich fand es irgendwie aufmunternd, dass man auch nach einem Verlust Kraft zum weitermachen finden und erneut Katzen in sein Herz lassen kann. Denn ein Leben ohne Katzen ist zwar möglich, aber so viel weniger schön.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Ein fast viktorianischer Winter

Schaurige Nächte
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Mein Super-Schnäppchen für 4,99 €! Ich hatte sowieso vor mir alle Teile dieser Reihe zuzulegen und auch wenn mir noch einer fehlt, bin ich mit diesem dem Ziel etwas näher gekommen.
Auch dieses mal haben ...

Mein Super-Schnäppchen für 4,99 €! Ich hatte sowieso vor mir alle Teile dieser Reihe zuzulegen und auch wenn mir noch einer fehlt, bin ich mit diesem dem Ziel etwas näher gekommen.
Auch dieses mal haben wir wieder 8 Kurzgeschichten bekannter Autoren, passend zur Winterzeit. Und da wir momentan einen waschechten, verschneiten Winter erleben, war das Büchlein geradezu perfekt für kalte Abende in einer gut geheizten Wohnung.

Einige Autoren waren mir wohlbekannt und auf die war ich ganz besonders gespannt. Hier eine Kurzfassung mit Bewertung:


𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐒𝐭𝐮𝐝𝐢𝐞 𝐢𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳𝐰𝐞𝐢ß, Bridget Collins
Schach-Ass mietet Traumhaus inkl. aufdringlichen Gegner aus der Zwischenwelt.

Ein guter Start mit eingeschneitem Spukhaus als Setting.

4/5


𝐓𝐡𝐰𝐚𝐢𝐭𝐞𝐬 𝐌𝐢𝐞𝐭𝐞𝐫, Imogen Hermes Gowar
Guter Geist verhilft alleinerziehender Mutter zu Neuanfang.

Fand ich gar nicht winterlich, weil es die ganze Zeit regnet. Aber vielleicht war hier der australische Winter gemeint? Auch hier haben wir ein Spukhaus und diesmal einen glücklichen Ausgang.

4/5


𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐚𝐥-𝐒ä𝐧𝐠𝐞𝐫, Natasha Pulley
Der Uhrmacher aus der Filigree Street feiert schaurige Weihnachten in einem spukenden Dorf.

Wer den Roman von Pulley mochte, wird sich hier auf ein Wiedersehen freuen. Ich war kein Fan von dem Roman, deswegen konnte mich auch diese Geschichte nicht überzeugen.

2/5


𝐋𝐢𝐥𝐲 𝐖𝐢𝐥𝐭, Jess Kidd
Lasterhafter Geist einer jungen Lady will zurück ins Leben.

Diese Geschichte fand ich fast schon ein bisschen witzig. Ein Möchtegern Frankenstein verliert die Nerven und hinterlässt einen enttäuschten Geist.

5/5


𝐂𝐡𝐢𝐥𝐥𝐢𝐧𝐠𝐡𝐚𝐦𝐬 𝐑𝐨𝐥𝐥𝐬𝐭𝐮𝐡𝐥, Laura Purcell
Beinahe-Schwiegerpapa gibt Warnungen aus dem Jenseits.

Über neues von Laura Purcell freue ich mich ja immer und auch wenn der Ausgang der Geschichte ungewiss bleibt, habe ich jede Seite mit Vergnügen gelesen.

5/5


𝐃𝐚𝐬 𝐇ä𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐬 𝐆𝐫ü𝐧, Andrew Michael Hurley
Zeitreise ins tragische Leben und Ableben eines ruhelosen Geists.

Die Einzige Geschichte, die eindeutig in der Neuzeit spielt. Sehr niederschmetternd und morbide. Trotzdem gut und wie etwas, das man irgendwo schon einmal gesehen hat…

5/5


𝐆𝐞𝐟𝐚𝐧𝐠𝐞𝐧, Kiran Millwood Hargrave
Hexe bedroht frischgebackene Mutter und ihr Neugeborenes.

Hexengeschichten haben ja einen ganz eigenen Horror und auch wenn die Hexe vermutlich nicht real ist, bangt man die ganze Zeit darum, dass niemand zu Schaden kommt.

5/5


𝐔𝐧𝐠𝐞𝐡𝐞𝐮𝐞𝐫, Elizabeth Macneal
Aufstrebender Hobbyforscher wird Opfer seines Sensationsfundes.

Auch nicht winterlich, spielt die Geschichte an der Küste, hat einen unausstehlichen Protagonisten und ist unangenehm sexuell aufgeladen.

3/5


Wie oft bei solchen Sammlungen etwas durchwachsen, aber bis auf eine Geschichte, habe ich alle gern gelesen und ein paar fand ich besonders herausragend.
Eine gute Option, wenn man zwischen dicken Romanen mal etwas leichteres braucht.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Gesellschafterin Jo ermittelt

Das Geheimnis von Wych Elm House
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Von Simone St. James kannte ich bisher nur „Die schwarze Frau“ und weil ich den Roman so mochte, wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen. Das ist nun geschehen und ausgesucht habe ich mit 𝐃𝐚𝐬 𝐆𝐞𝐡𝐞𝐢𝐦𝐧𝐢𝐬 ...

Von Simone St. James kannte ich bisher nur „Die schwarze Frau“ und weil ich den Roman so mochte, wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen. Das ist nun geschehen und ausgesucht habe ich mit 𝐃𝐚𝐬 𝐆𝐞𝐡𝐞𝐢𝐦𝐧𝐢𝐬 𝐯𝐨𝐧 𝐖𝐲𝐜𝐡 𝐄𝐥𝐦 𝐇𝐨𝐮𝐬𝐞, denn es ist ein Spukhaus-Roman und die lese ich ja am liebsten.

Das ganze spielt 1921 und wir folgen unserer Protagonistin Jo, welche als Gesellschafterin für ihre entfernte Verwandte Dottie arbeitet. Jo hat bereits viel durchgemacht. Sie ist verantwortlich für ihre geisteskranke Mutter und ihr Ehemann ist seit dem Krieg verschollen, vermutlich tot.
Nach einer Europareise kehrt sie mit Dottie nun auf deren Wohnsitz Wych Elm House zurück. Auch Dottie hat schwere Zeiten hinter sich, stürzte doch ihre Tochter Frances hier in den Tod.
Schon kurz nach der Ankunft wird Jo von Erscheinungen und Albträumen geplagt. Ist es Frances’ Geist und was will sie ihr sagen?

Entgegen vieler Meinungen, mochte ich Jo. Ich konnte mich in ihren Gefühlen oft wiedererkennen und empfand sie die meiste Zeit als realistischen Charakter. Als tragische Figur, die sich tapfer schlägt, passt sie auch gut in diese Art von Roman.

Die Geistererscheinungen werden schön beschrieben und ich mochte die erzeugte Stimmung sehr. Aber dann, etwa ab der Mitte, gibt es einen Umbruch. Es geschieht etwas, eine Überraschung gewissermaßen. Und ab da verwandelt sich der bis dahin solide Spukhaus-Roman in einen Thriller über die Aufklärung eines Mordfalls. Danach spielt der Spuk kaum noch eine Rolle und es geht auch plötzlich viel um Spionagemissionen während des Krieges. Das hat mich gar nicht interessiert und passte auch nicht so richtig zum Rest, auch wenn es sich am Ende natürlich alles zusammenfügt.

Die Liebesgeschichte, wenn man es denn so nennen mag, hat für mich überhaupt nicht funktioniert und absolut kalt gelassen. Aber da bin ich ja sowieso schwer zu überzeugen.

Dadurch dass sich der Roman nach der Hälfte völlig neu erfunden hat, war ich recht enttäuscht und habe ihn eher lustlos zu Ende gelesen. Schade!

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