Ein Abenteuer, das direkt ins Herz galoppiert
Manche Bücher galoppieren direkt ins Herz, und genau so ein Fall ist Der Ruf des Nordwinds geworden. Beim Buddyread lag das Buch oft zwischen meiner Tochter und mir, und schon nach den ersten Kapiteln ...
Manche Bücher galoppieren direkt ins Herz, und genau so ein Fall ist Der Ruf des Nordwinds geworden. Beim Buddyread lag das Buch oft zwischen meiner Tochter und mir, und schon nach den ersten Kapiteln wurde fleißig diskutiert, wer eigentlich sturer ist: Folly oder ihr Pony Fleck.
Nach dem Tod ihrer Mutter fühlt sich für Folly nichts mehr richtig an. Als ihr Vater einen Neuanfang plant, nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand und macht sich mit Fleck auf eine Reise quer durch Neuseeland. Was zunächst wie ein Abenteuer klingt, entwickelt schnell viel mehr Tiefe.
Besonders gefallen hat uns, wie ehrlich die Trauer dargestellt wird. Ohne große Dramatik, aber trotzdem spürbar. Meine Tochter meinte an einer Stelle nur leise: Die tut mir gerade richtig leid. Genau solche Momente zeigen, wie nah die Geschichte geht.
Natürlich kommen auch Pferdefans voll auf ihre Kosten. Fleck hat seinen eigenen Kopf und sorgt immer wieder für Schmunzler. Während ich die beeindruckenden Landschaften und die Abenteuer unterwegs mochte, war meine Tochter völlig bei den Freundschaften und Gefühlen der Figuren.
Die Mischung aus Spannung, Mut, Verlust und Hoffnung funktioniert wunderbar. Am Ende bleibt ein warmes Gefühl zurück und die Erkenntnis, dass selbst schwere Wege einen stärker machen können. Für uns war es ein wunderschöner Buddyread mit Herz, Wind und ganz viel Pferdeliebe.