Simon
Ein kurzer Titel - nur ein Name - und doch stecken so viele Geschichten in diesem Buch.
Ich mag Marianne Frederikssons Art zu schreiben, ihre Bücher lassen sich sehr gut lesen.
Simon war dennoch ein ...
Ein kurzer Titel - nur ein Name - und doch stecken so viele Geschichten in diesem Buch.
Ich mag Marianne Frederikssons Art zu schreiben, ihre Bücher lassen sich sehr gut lesen.
Simon war dennoch ein Buch, dass ich aufgrund der Thematik langsam gelesen habe.
Was mit der Geschichte des jKindes Simon beginnt, erweitert sich allmählich um Familienmitglieder und Freunde und so wird nicht nur Simons Geschichte erzählt, sondern auch die seiner Eltern, seiner Adoptiveltern und einer eng befreundeten Familie.
Simon hat einen jüdischen Vater und wird als uneheliches Kind geboren. Verwandte seiner Mutter können selbst keine Kinder bekommen und nehmen ihn als ihr Kind auf. Sie wollen daraus nie ein Geheimnis machen, doch die Schrecken des 2. Weltkrieges erreichen auch Göteborg. Simon erfährt daher erst spät, dass er jüdischer Abstammung ist.
Der Roman dreht sich um Simon, doch auch die Personen um ihn herum haben ihre Geschichten, die erzählt werden und so entwickelt sich im Laufe des Lesens ein enges Geflecht aus zwischenmenschlichen Beziehungen, Fragen, Antworten und Verbindungen.
Gleichzeitig ist es ein Roman des Suchens nach der eigenen Identität, des Erwachsenwerdens und des Loslassens, der Jugend und des Alterns.
Simon ist ein Buch, das man nicht schnell von Anfang bis Ende durchliest sondern bei dem sich auch mal empfiehlt kurz innezuhalten und nachzudenken.