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Veröffentlicht am 05.04.2020

Auf der Suche nach dem Glück und der Liebe

Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals
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Der Weg des Schicksals

Anna Gmeiner lebt bescheiden auf dem Hof ihres Vaters. Die Nachricht vom Tod des Bruders und Sohnes lässt noch härtere Zeiten auf die Beiden zukommen. Das Überleben gestaltet sich ...

Der Weg des Schicksals

Anna Gmeiner lebt bescheiden auf dem Hof ihres Vaters. Die Nachricht vom Tod des Bruders und Sohnes lässt noch härtere Zeiten auf die Beiden zukommen. Das Überleben gestaltet sich mehr und mehr schwierig, hatten beide doch fest mit dem zusätzlichen Lohn des Trifters gerechnet.

Auf dem Markt verkauft Anna als einzige Ware die Eier ihrer eigenen Hühner und lernt dort Michael Schwarzenberg kennen, der als Salzsieder in Bad Reichenhall sein Glück versucht.

Als energischer Arbeiter schafft er es sich in die Beamtenstube der Familie von Feil hochzuarbeiten und erhofft sich somit endlich um Annas Hand anzuhalten. Doch auch hier ist das Glück den beiden jungen Verbliebten nicht hold. Michael verliert seine neue Arbeit und ihn zieht es fernab von Bad Reichenhall zu seinem Onkel nach Chicago.

Anna verspricht er nach der Verlobung eine schnelle Rückkehr als reicher Mann. Doch für Anna kommt alles ganz anders. Als ihr Vater stirbt, fängt sie bei den von Feils als Küchenmagd an und gerät somit in die Hände des Schwiegersohnes Friedrich Bahlows.

Entgegen der damaligen Zeit kämpft Anna jedoch für ihre Rechte. Ihr gelingt es, der Familie von Feil ein Angebot abzuringen, die es ihr ermöglichen, zu überleben. Den Verkauf ihrer Seele kann sie einzig mit einem Stück Papier rechtfertigen. Das Haus ihres Vaters und das gesamte Grundstück kann sie nunmehr ihr Eigen nennen.

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts lässt sich Katharina von Feil nur schwer als reiche heiratswillige Dame anbieten. Sie wehrt sich gegen ihre Eltern wo sie nur kann. Doch sie muss sich eingestehen, dass ihr angenehmes Leben bald ein Ende haben wird und ihre Chance, eine gute Partie zu machen, nachlassen. Sie besinnt sich und ehelicht Friedrich Bahlow. Ihr neues Leben in München stellt sich jedoch als reiner Alptraum heraus. Ihr Ehemann kann die Hände weder von den Damen, noch von den Spielkarten lassen. Reumütig flieht sie zurück nach Bad Reichenhall, wo sich ihr Weg mit dem von Anna kreuzt. Folgenschwer besiegelt sich somit beider Schicksal.

Sophie Oliver gelingt es mit „Der Weg des Schicksals“ leicht, erstklassig den Auftakt einer Familiensaga um die Jahrhundertwende zu erzählen.

Während man mit Anna um deren pures Überleben als rechtschaffende Tochter und Verlobte und deren Glück kämpft, hofft man inständig dass Katharina aus ihrer gescheiterten Ehe ausbrechen kann.

Beide Frauen, ob aus reichem oder armem Haus suchen verzweifelt nach ihrem Glück in der Liebe.

Das Schicksal führt beide unverhofft zusammen. Das Glück scheint zumindest für kurze Zeit mit ihnen zu sein….

  • Cover
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Veröffentlicht am 04.04.2020

Die Jagd hat begonnen

Der Beutegänger
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Winnie Heller ist neu in der Mordkommission. Sie ersetzt einen verstorbenen Kollegen und muss in dessen Fußstapfen treten. Ihr neuer Chef Verhoeven hat seinen alten Kollegen vergöttert und kommt nur schwerlich ...

Winnie Heller ist neu in der Mordkommission. Sie ersetzt einen verstorbenen Kollegen und muss in dessen Fußstapfen treten. Ihr neuer Chef Verhoeven hat seinen alten Kollegen vergöttert und kommt nur schwerlich mit der neuen Situation klar.

Jedoch ist Heller nicht Verhoevens einziges Problem. Die Mordkommission hat alle Hände voll zu tun. Ein Killer geht um und hinterlässt schrecklich zugerichtete Frauenleichen. Als Zeichen seiner Würdigung hinterlässt er eine Chrysantheme.

Parallel erzählt Silvia Roth die Geschichte von Marianne Siemssen. Die junge Frau ist seit Jahren auf der Flucht vor einem ihrer Exfreunde. Dieser einmalige Fehltritt führt dazu, dass Siemssen regelmäßig alle Brücken abbrechen muss und in ihr nächstes Leben weiterzieht. Hartnäckig folgt ihr „Geliebter“ sie von einem Ort zum nächsten und hinterlässt dabei eine Spur aus Frauenleichen.

Nichtsahnend ermitteln Heller und Verhoeven unter erschwerten Bedingungen. Die ermordeten Frauen hatten keine Gemeinsamkeiten und weisen auch keinerlei Ähnlichkeiten untereinander auf. Wer ist also dieser perfide Mörder und was soll diese Hinterlassenschaft?

Heller und Verhoeven ermitteln gemeinsam aber mit immer wieder aufkeimenden Streitereien. Bis ein alter rüstiger Rentner den entscheidenden Hinweis bringt, fällt noch eine Frau dem Killer zum Opfer.

Silvia Roth schafft mit „Der Beutegänger“ eine Szenerie, die man nicht mal seinem schlimmsten Feind wünschen würde. Mit dieser Last auf den Schultern und dem ständigen Fluchtreflex lebend kann man nur schwer dem Leben von Marianne Siemssen folgen. Dennoch regt sich im Leser der Wunsch, dass diese so schwer gebeutelte Frau hoffentlich eines Tages ihren Frieden und ihre Freiheit finden wird.

Mit Winnie Heller trifft man auf eine junge motivierte Ermittlerin, die es schafft, trotz großer privater Krise nie den Kopf zu verlieren und sich auch von alten Traditionen nicht beugen lässt.

Roth schafft es ebenfalls, Verhoeven zwar als guten Ermittler aber als völlig hilflos in Krisenzeiten darzustellen. Einzig seine Einsicht und den Mut, es mit Winnie Heller gemeinsam gegen diesen perfiden Killer aufzunehmen, macht es dem Leser dann doch noch einfach, ihn zu mögen.

Katharina Koschny schafft es mit ihrer Stimme, den Ermittlern, den Opfern wie auch dem Killer eine besondere Stimme zu verleihen, die dem Hörer mehr als einmal einen Grusel über den Rücken jagen lässt.

  • Cover
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Veröffentlicht am 30.03.2020

Weg mit dem Schotter

Der Kies muss weg
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Gegen die Verschotterung unserer Vorgärten

Grün statt Grau heißt das Motto! Aber wie überzeuge ich meine Nachbarn? Diese Frage habe ich mir schon so oft gestellt und hatte nur wenige Male eine passende ...

Gegen die Verschotterung unserer Vorgärten

Grün statt Grau heißt das Motto! Aber wie überzeuge ich meine Nachbarn? Diese Frage habe ich mir schon so oft gestellt und hatte nur wenige Male eine passende Antwort darauf.

Mit Wendebourg begeben wir uns erstmal auf die Suche nach dem Schotter. Was ist Schotter eigentlich genau und was gibt es für verschiedene Arten? Hier wird man unterstützt durch passende QR-Codes.

Über Steinflächen, dem aktuellen Trend der Gärtnerszene und den Vorgärten des Grauens hinweg kommen wir zu unserem liebsten Nachbarn, der das Thema sicherlich das ein oder andere Mal auch vorgibt.

Wie sich heute unsere Grundstücke bemessen lassen, ist wirklich erschreckend. Dieser Anschlag auf die Artenvielfalt rächt sich schon seit Jahren und hier findet man tolle Tipps und Tricks, wie man Steingärten sinnvoll gestalten und nutzen kann. Tiere und allerlei Insekten könnten also auch mit Stein wieder in unseren Gärten glücklich werden.

Wendebourg zeigt ausführlich im letzten Teil seines ausgezeichneten und nicht belehrenden Ratgebers, wie man zu einem naturnahen Garten und Vorgarten zurückfinden kann. Passende Einkauftipps und Ratschläge für passende Stauden und Kräuter findet man zahlreich.

Bepackt mit vielen Infos und hilfreichen Adressen und einer Postkarte als kleinen Anstoß in die richtige Richtung (natürlich nur für Steingartenliebhaber) gibt es auch gleich noch.

Tjards Wendebourg macht es einem leicht, gute Überzeugungsarbeit zu leisten. Praktische Tipps und tolle Bilder machen das Sachbuch zu einem guten Nachschlagewerk ohne belehrend und maßregelnd zu wirken.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 29.03.2020

Der Universalreiniger für ein besseres Leben

Glanz und Gloria
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Putzen für die Seele? Das kostet mich, muss ich zugeben, selbst allerdings ein wenig Überwindung.
Okay, wer putzt schon gerne und dann gleich das ganze Haus oder die Wohnung?

Vreni Frost, die Vollzeitbloggerin ...

Putzen für die Seele? Das kostet mich, muss ich zugeben, selbst allerdings ein wenig Überwindung.
Okay, wer putzt schon gerne und dann gleich das ganze Haus oder die Wohnung?

Vreni Frost, die Vollzeitbloggerin hat hier ausreichend Tipps und Tricks zur Auswahl.

Über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Leben hinweg gesteht sich der Leser schnell ein, dass auch in uns der innere Schweinehund nur schwer zu besiegen ist.

Wir starten mit der Küche, die uns natürlich auch als Basis für einen gesunden Körper bietet. Vorab stellt man sich immer selbst mit Frost ein paar Fragen. Selbsterkenntnis hilft anschließend, die Dinge etwas leichter zu sehen und auch schon mal etwas energischer Hand an den Staubsauger oder die Kramschublade zu legen.

Im zweiten Teil begeben wir uns ins Badezimmer. Schönheit hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert, dem wir kaum widersprechen können. Klar müssen wir uns darüber werden, dass wir nicht alle die Kleidergröße 34 tragen können. Aber diese Einsicht muss erst hart erlernt werden.

Mit tollen Tipps gelingt es auch Frost hier, maßvoll mit einem Putzzepter für Geist und auch das Waschbecken zu regieren.

Im Schlafzimmer angelangt, machen wir uns Gedanken über unseren derzeitigen mentalen Zustand und über unseren Schlaf. Brauche ich wirklich fünf wacklige Bücherstapel neben dem Bett? Gestärkt mit Entscheidungshilfen geht es dann in unserem Lieblingsraum, dem Wohnzimmer weiter.

Wie lasse ich es wie eine Oase der Entspannung aussehen und wie gelingt es mir, dem herrschenden Kissenchaos Herr zu werden?

Final landen wir im mehr oder weniger gut sortierten Home-Office. Damit die Arbeit vom Schreibtisch auch Spaß macht, bedarf es einiger Regeln. Diese einzuhalten und den inneren Schweinehund zu besiegen fiel mir bisher nicht wirklich schwer. Doch jetzt habe ich zwei tolle Tipps, um auch zwischendurch mal die Farbe meines Schreibtisches wiederzuerkennen.

Mit Vreni Frost wird Aufräumen, mental und physisch leicht gemacht. Es herrscht kein Zwang und es gilt, keine Idealvorstellungen zu erreichen. Nicht jeder Mensch ist geeignet für einen Artikel in der Wohnzeitschrift schlechthin. Wohlfühlen heißt die Devise und das hat mir ausgezeichnet gut gefallen.

PS: Mein Küchenunterschrank unter der Spüle hat es jetzt auch endlich zu neuem Glanz gebracht.

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Veröffentlicht am 29.03.2020

Was isst du?

Lecker-Land ist abgebrannt
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Ernährungslügen und der rasante Wandel der Esskultur

Ein schonungslos offenes Sachbuch zum Thema Essenskultur mit einem Vorwort von Vincent Klink? Kann das funktionieren? Ja, das kann es!

Jeder von uns ...

Ernährungslügen und der rasante Wandel der Esskultur

Ein schonungslos offenes Sachbuch zum Thema Essenskultur mit einem Vorwort von Vincent Klink? Kann das funktionieren? Ja, das kann es!

Jeder von uns kennt es. Wir essen heute anders. Jede noch so bescheidene kleine Mahlzeit wird fotografiert und ins Internet gestellt. Können wir nicht mehr ohne Handy essen? Scheinbar nicht.

Über den Foodporn-Trend hinweg gelangen wir gleich zum Veganismus und dessen Sonnen- wie auch Schattenseiten.

Was wäre jedoch Veganismus ohne den Trend zum Neuen Fleisch aus dem Reagenzglas? Kriener berichtet hier offen und ehrlich auch über den Trend zum Ersatzfleisch aus Insektenmehl.

Fern ab den Laboren stehen jedoch nach wie vor unsere Rinder auf der Weide und frohlocken mit leckeren Steaks, Würsten und Hackfleisch. Doch auch hier sollten wir die Zukunft unserer Fleischtierhaltung kritisch betrachten.

Auch mit Bio kann man als Verbraucher so einiges falsch und lokal betrachtet sogar auch etwas richtig machen. Ich war überrascht über die Zahlen und Fakten, wie wenig Bio eigentlich lokal auf dem Markt und mit welchen Zahlen auf dem Weltmarkt gerechnet wird.

Die Fragen, die man sich als Leser stellen sollte, werden hier definitiv beantwortet. Muss es also jeden Tag eine Avocado sein?

Vom Fleisch zum Fisch, doch was essen wir eigentlich da? Ob Wildfang, Bio oder mit einem mehr oder weniger dubiosen Siegel versehen betrachten wir unseren Ozean einfach mal als leergefischt.

Kriener beleuchtet auch das scheinbare Allheilmittel dessen. Aber Aquakultur ist auch hier nicht die richtige Lösung unseres Problems.

Zum Abschluss beschäftigt sich Kriener noch mit unserem heißgeliebtem Zucker, dem unglaublichen Run auf Superfoods und unserem unverzichtbaren Wein.

Mit Manfred Kriener kann einem schon mal der Hunger auf Lachs und die Lust auf ein Gläschen Bordeaux vergehen.

Aber sind wir mal ehrlich, uns geht es noch gut und wir sind in der glücklichen Lage, nicht hungern zu müssen.

Kriener zeigt mit seinem Leckerland ist abgebrannt kurz und knapp auf, was bei unserem täglichen Essen eigentlich so alles im Argen liegt.

Besser könnte ein Sachbuch nicht sein. Wer sich tiefer einlesen will findet ausreichende Hinweise im Register. Es lohnt sich als Verbraucher hier mal genauer hinzusehen und das nicht nur auf das Kleingedruckte auf der Fertigsuppentüte!

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