Cover-Bild Kultur
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35,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Gesellschaft und Kultur, allgemein
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 12.04.2025
  • ISBN: 9783608966596
Martin Puchner

Kultur

Eine neue Geschichte der Welt
Enrico Heinemann (Übersetzer)

Eine triumphale Neuerzählung der Menschheitsgeschichte

»Und so ist in dieser anderen Art der Kulturgeschichte auch eine zeitgemäße kleine, rebellische Kulturtheorie eingeschmuggelt, die uns vor dem Irrtum bewahren kann, dass mit der Kultur etwas nicht stimmt.« Thorsten Jantschek, Deutschlandfunk Kultur

Auf einer Reise von der Chauvet-Höhle in Frankreich durch Nofretetes Ägypten, das klassische Griechenland, die Bibliotheken der Azteken, Ashokas Indien, das China der Tang-Dynastie und weitere Epochen: Diese leicht verständliche und unterhaltsame Big History des deutschamerikanischen Literaturwissenschaftlers Martin Puchner enthüllt die Entstehung und Gründe menschlicher Kultur – und wie kulturelle Aneignung dies ermöglichte.

Wozu brauchen wir Kunst und Kultur überhaupt? Warum sollten wir uns mit unserer Vergangenheit beschäftigen? Martin Puchner erzählt mitreißend, warum wir nur durch Kultur in der Lage waren, unsere Fähigkeiten zu entwickeln, und wie sie durch unsere Begegnungen, kollektiven Verluste und Wiederentdeckungen, Innovationen, Nachahmungen und Übernahmen Gesellschaften über die Jahrhunderte vorangetrieben und unser Überleben gesichert hat. Kultur kann daher nicht als Ressource einer einzelnen Gruppe gesehen werden, sondern entsteht im Austausch mit anderen, als geliehene Form und Verschmelzung von Ideen – durch Zeichnen, Sprechen, Speichern von Wissen. Wie ein riesiges Recyclingprojekt werden kleine Fragmente aus der Vergangenheit hervorgeholt und neu genutzt. Anhand bisher unbekannter Beispiele ermöglicht Puchner einen spannenden, neuen Blick auf die Menschheit und liefert ein wichtigen Beitrag zur Debatte über Originalität und kulturelle Aneignung.

»Eine deutliche Absage an diejenigen, die behaupten, dass Kultur Eigentum von Gruppen, Nationen, Religionen oder Ethien sein kann.« The New York Times

»Dieses Buch ... ist ein Geschenk, das man genießen sollte.« The Boston Globe

»Ein bemerkenswertes Buch.« Kwame Anthony Appiah

»Ein halsbrecherischer, äußerst fesselnder Überblick über die Wege kultureller Überlieferung - wie Ideen, Geschichten und Lieder überleben, sich verändern, verschwinden, geliehen, verfeinert, übernommen und verbessert werden. Die Lektüre dieses Buches war wie ein Kurs in Geschichte der Geisteswissenschaften bei einem Weltklasse-Professor ... Ich habe auf jeder Seite Sätze unterstrichen.« Anthony Doerr

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2025

Wo kommen wir her? Was macht uns aus?

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Wo kommen wir her? Was macht uns aus?

Wie haben unsere Vorfahren ihre Kultur gelebt und weiterentwickelt?
Ich fand es schon immer spannend, wie es rund um die Welt zu so verschiedenen Kulturen und Glauben ...

Wo kommen wir her? Was macht uns aus?

Wie haben unsere Vorfahren ihre Kultur gelebt und weiterentwickelt?
Ich fand es schon immer spannend, wie es rund um die Welt zu so verschiedenen Kulturen und Glauben gekommen ist. Was haben sie gemeinsam und was unterscheidet sie? Wie hat sich all das entwickelt und was ist heute veraltet? So viele Fragen und so viele Antworten gibt es in diesem tollen Buch.

Es ist ein Sachbuch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann. Ich habe mir dafür Zeit gelassen, denn ich wollte es verstehen und mich damit auseinandersetzen. Es gibt wahnsinnig viele Informationen, aber sie sind alle so geschrieben, dass es nie langweilig wird und ich dann noch zusätzlich manche Sachen recherchiert habe. Denn der Autor schafft es, große historische Zusammenhänge verständlich und gleichzeitig spannend darzustellen.

Puchner versteht es zudem, den Inhalt so wiederzugeben, dass man nicht das Gefühl hat, einen alten Schinken zu lesen. Nein, es ist auch für absolute Laien zu verstehen und nachzuvollziehen. Zudem finde ich es spannend, dass Anekdoten eingebunden werden, um dem Leser aufzuzeigen, auf was so manche Beziehungen und Kulturen aufgebaut wurden.

Gerade bei dem, was aktuell alles auf der Welt geschieht, sollten wir uns darauf besinnen, dass wir am Ende alle Menschen sind. Ja, wir mögen an verschiedene Dinge glauben und andere Erziehungen genossen haben - aber am Ende sind wir alle Menschen, die leben und ihre Kultur ausleben wollen.

Daher möchte ich eigentlich jedem das Buch ans Herz legen. Zum Lernen, Reflektieren und Nachdenken. Über die eigenen Vorurteile und Gedanken. Ein Buch, das zeigt, wie sehr Geschichten, Ideen und Kunst unser Zusammenleben prägen und verändern können. Wer sich für Kulturgeschichte interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

ISBN: 978-3608966596
Umfang: 432 Seiten
Autor: Martin Puchner
Verlag: Klett
Erscheinungsdatum: 12.04.25

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Kultur ist kein Museumsstück – sondern ein Remix auf Weltreise

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Ich wollte eigentlich nur ein bisschen was über Kultur lesen – und plötzlich saß ich im Geiste in einer Höhle mit Urzeitmenschen, reiste mit Nofretete durch die Wüste, schnupperte in Ashokas Indien rein ...

Ich wollte eigentlich nur ein bisschen was über Kultur lesen – und plötzlich saß ich im Geiste in einer Höhle mit Urzeitmenschen, reiste mit Nofretete durch die Wüste, schnupperte in Ashokas Indien rein und diskutierte mit Philosophen in Griechenland über gute Geschichten. Was ist passiert? Martin Puchner ist passiert. Der Typ ballert einem eine „Big History“ um die Ohren, dass man meint, man hätte Netflix durchgespielt – nur halt mit Inhalt und Hirn. Und ganz ehrlich: Ich hab nicht eine Seite bereut.

Puchner erzählt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern eher wie ein Weltreisender auf Koffein, der mit leuchtenden Augen davon berichtet, wie Menschen über Jahrtausende Ideen geklaut, getauscht, verbraten und neu zusammengerührt haben. Plötzlich merkt man: Genau das ist Kultur! Kein Museumsstaub, sondern lebendige Mischung aus Remix, Zitat und Impro-Show.

Besonders geil fand ich, wie er zeigt, dass das, was viele als "kulturelle Aneignung" verteufeln, eigentlich der Motor aller Kreativität war. Ohne Austausch kein Fortschritt, ohne Kopieren keine Kunst. Klingt fast nach Hip-Hop, ist aber Menschheitsgeschichte. Und obwohl er total klug schreibt, wirkt das Buch nie elitär – eher wie ein Roadtrip durch 5000 Jahre Gehirnschmalz mit einem ziemlich belesenen, aber sehr sympathischen Beifahrer.

Einziger Nachteil: Ich werde jetzt an jeder Statue und jedem Wandteppich denken: „Woher haben die das wohl geklaut?“ Fazit: Für alle, die denken, Kultur sei trocken – Puchner macht daraus ein Lagerfeuer, das bis heute brennt. Ich bin Fan. Fünf Sterne, kein Feuilleton-Geschwurbel. Einfach lesen – es lohnt sich.

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