Der Tod bin ich
Das Buch unterteilt sich in 3 große Abschnitte. In der Gegenwart wird im beschaulichen Bayern ein ehemaliger Verwalter eines leicht heruntergekommenen Schlosses ermordet. Sein Nachfolger - ein junger Mann, ...
Das Buch unterteilt sich in 3 große Abschnitte. In der Gegenwart wird im beschaulichen Bayern ein ehemaliger Verwalter eines leicht heruntergekommenen Schlosses ermordet. Sein Nachfolger - ein junger Mann, weniger an Arbeit und mehr an seiner Drogen"plantage" interessiert - wird sein Erbe, ohne dafür eine Erklärung zu finden. Dann wird auch noch in Österreich seine Tante ermordet und seine Mutter verschwindet ...
Der 2. Abschnitt geht in die Vergangenheit in die 1950er und 1960er Jahre mitten im kalten Krieg und spielt sowohl im Wissenschafts- wie im Agentenmilieu. Im letzten Abschnitt wird dann wieder in der Gegenwart alles zu einem Ende zusammengeführt.
Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht wirklich gefesselt und überzeugt hat. Zum einen durch die gewöhnungsbedürftige Verwendung der "wörtlichen Rede", zum anderen durch die teilweise sehr ausufernden und für mich manchmal sehr zähen Beschreibungen von nebensächlichen Details. Weiterhin für mich schwer zu lesen - zum einem, weil mir das Interesse, zum anderen, weil mir die Kenntnisse fehlten - die oft auch sehr langen Erklärungen physikalischer und musikalischer Zusammenhänge, die sich mir nicht wirklich erschlossen haben. Ich gebe aber zu, dass es hier sicherlich nur an mir gelegen hat.
Trotz dieser "Mängel" konnte ich aber der Grundgeschichte problemlos folgen und auf den Seiten, in denen die Handlung fortgeführt wurde, war das Buch auch gut und flüssig zu lesen und unterhaltsam. Insgesamt fehlte es mir aber für einen Thriller eindeutig an Spannung - auch wenn die Auflösung am Ende dann so nicht vorhersehbar war.
Weiterempfehlen würde ich das Buch aber nur jemanden, von dem ich wüsste, dass er ein ausgeprägtes Interesse an Physik hat.