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Veröffentlicht am 10.06.2026

Wohlfühlbuch

Kurbad Hiddensee - Meeresleuchten
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In einer Kurklinik auf der Insel Hiddensee werden zwei junge Frauen aufgenommen. Edith kommt aus guten Verhältnissen und wird von schweren Hustenanfällen geplagt. Doris – die eigentlich Wally heißt – kommt ...

In einer Kurklinik auf der Insel Hiddensee werden zwei junge Frauen aufgenommen. Edith kommt aus guten Verhältnissen und wird von schweren Hustenanfällen geplagt. Doris – die eigentlich Wally heißt – kommt ebenfalls aus guten Verhältnissen. Doch Doris ist mit ihrem Freund auf Rügen und hat stattdessen ihr Dienstmädchen Wally nach Hiddensee geschickt, diese soll sich dort als Doris ausgeben. In der Klinik arbeitet Mette als Krankenschwester. Sie kommt aus schwierigen Verhältnissen und muss quasi allein für die Familie sorgen. Alle drei freunden sich schnell miteinander an. Und da gibt es noch diverse Herren …

Das Buch ist ein absolutes Wohlfühlbuch. Manchmal wollte ich nur ein paar Seiten lesen und stellte dann fest, dass ich gleich mehrere Kapitel hintereinander gelesen habe, ohne es zu merken. Es liest sich einfach gut weg. Der Stil gefällt mir. Da ich Hiddensee ziemlich gut kenne und die Insel zum Glück größere Veränderungen (Riesenhotels oder Hochhäuser) verhindern konnte, sind die Beschreibungen auch oft auf heute übertragbar und man erkennt einiges wieder.
Die Verhältnisse in der Klinik und die damaligen Kurmethoden sind gut beschrieben und interessant. Auch die unterschiedlichen Frauen verkörpern unterschiedliche Bereiche, Herkunft und Möglichkeiten im Leben.
Die Liebesbeziehungen waren für mich dagegen ein wenig schwieriger. Eine war sehr berührend und nachvollziehbar. Die zweite auch – allerdings ging es mir dann am Ende ein wenig schnell. Die dritte war für mich vor allem am Ende völlig unglaubwürdig. Das ist allerdings auch der Grund für den Punktabzug. Für mehr Erklärungen müsste ich jetzt aber zu sehr spoilern.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Wer kennt die Ebstorfer Weltkarte?

Das Rad der Welt
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Die Herzogtochter Agnes lebt ein zu damaliger Zeit (um 1300) übliches Leben für eine hochgestellte adlige junge Frau. Sie hat Lesen und Schreiben gelernt und ist sehr wissbegierig, doch der Zeit gemäß ...

Die Herzogtochter Agnes lebt ein zu damaliger Zeit (um 1300) übliches Leben für eine hochgestellte adlige junge Frau. Sie hat Lesen und Schreiben gelernt und ist sehr wissbegierig, doch der Zeit gemäß soll sie vor allem gut verheiratet werden, um der Familie zu dienen. Durch einen Zufall lernt sie den Buckel-Krämer Liudger kennen und sie verlieben sich. Als ihr ein Bräutigam präsentiert wird und sie den nicht heiraten möchte, plant sie mit Liudger zu fliehen. Doch das geht schief und ihr Vater verstößt sie aus der Familie und steckt sie in ein Kloster. Dort muss sie anfangs niedere Arbeiten machen, schafft es aber später, in die Bibliothek zu kommen, um dort ihre Idee einer großen Weltkarte umzusetzen. Doch Liudger bleibt in ihren Gedanken...

Um die Eingangsfrage zu beantworten: ich hatte vor dem Buch noch nie etwas von die Ebstorfer Weltkarte gehört. Und nach dem Lesen des Buches bedauere ich sehr, dass es sie im Original nicht mehr gibt. Sie muss fantastisch gewesen sein. Was das Buch angeht, vermittelt es zum einen natürlich sehr viel Wissen über diese Karte. Man erfährt aber auch sonst einiges über die damalige Zeit. Dabei kommt es nicht langweilig und gelehrt daher, sondern lässt sich sehr gut lesen. Die Geschichte ist interessant. Auch wenn das Zusammentreffen von Agnes und Liudger - zwar der Geschichte geschuldet - etwas zu unrealistisch in meinen Augen ist. Die weitere Entwicklung allerdings folgt dann mehr der damaligen Realität. Die Auflösung finde ich gelungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Viel Fantasie

Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts
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Mira ist gerade mit ihrer Familie umgezogen, in eine kleine Stadt. So richtig ist sie noch nicht angekommen. Eines ihrer großen Hobbys ist die Detektivarbeit. Dabei hat sie extrem viel Fantasie und bildet ...

Mira ist gerade mit ihrer Familie umgezogen, in eine kleine Stadt. So richtig ist sie noch nicht angekommen. Eines ihrer großen Hobbys ist die Detektivarbeit. Dabei hat sie extrem viel Fantasie und bildet sich oft auch Dinge ein, die es gar nicht gibt. Auf der anderen Seite sieht sie aber auch Dinge, die andere nicht sehen. In dem neuen Ort lernt sie Amelie und Fabio kennen und sie werden ein Team. Der erste Fall führt zu einem verschwundenen Amulett…

Das Buch ist gut lesbar. Die kurzen Kapitel hat man schnell durch. Mir gefällt, wie die drei Kinder zusammenarbeiten. Sie sind sehr unterschiedlich und ergänzen sich. Insgesamt allerdings war mir oft zu viel Fantasie im Spiel und manche Sachen waren mir extrem zu übertrieben. Ich meine z. B. damit das Verhalten der Kommissarin gegenüber Mira. Auch die Eingebungen, die Mira manchmal so hatte, erschienen mir oft zu willkürlich. Insgesamt allerdings ist es ein gut lesbares Buch, das Spaß macht.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Spannendes Schauspiel

Böses Licht
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Am Wiener Burgtheater wird Richard III. von Shakespeare gespielt. Am Ende kommt ein Thron auf die Bühne mit einer echten Leiche darin. Es ist ein Garderobier, der schon ewig am Theater ist und eigentlich ...

Am Wiener Burgtheater wird Richard III. von Shakespeare gespielt. Am Ende kommt ein Thron auf die Bühne mit einer echten Leiche darin. Es ist ein Garderobier, der schon ewig am Theater ist und eigentlich keine Feinde hat. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Zum einen, weil es keine so richtigen Verdächtigen gibt, zum anderen, weil Fina mit Oliver zusammenarbeiten muss, der sie ständig mobbt. Und dann gibt es auch noch ihre Schwester…

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Es spielt im Theater- und Schauspielmilieu und so hat man einen Einblick hinter die Kulissen und Abläufe. Es ist auch spannend genug, dass man an der ganzen Sache dran bleiben will und bis zum Ende nur Vermutungen haben kann, aber insgesamt dann doch nicht ganz richtig liegt. Das macht den Reiz aus. Genervt hat mich allerdings Fina in Bezug auf ihre Schwester. Auf der einen Seite ist sie die taff ermittelnde Polizistin, auf der anderen Seite schafft sie es nicht, zu Hause wenigstens ein paar Forderungen durchzusetzen. Das wirkt auf mich nicht immer glaubwürdig und zum Teil auch nervend. Doch insgesamt kann ich eine Leseempfehlung aussprechen und freue mich auf die Fortsetzung

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Starke Frauen

Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf
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1910 in einer kleinen Stadt im Bergischen Land. Der bekannte Konditormeister Ludwig Honig stirbt überraschend. Er hatte ein großes Geheimnis. Bevor er seine Frau Auguste geheiratet hat, gab es eine andere ...

1910 in einer kleinen Stadt im Bergischen Land. Der bekannte Konditormeister Ludwig Honig stirbt überraschend. Er hatte ein großes Geheimnis. Bevor er seine Frau Auguste geheiratet hat, gab es eine andere Frau, die ein Kind mit ihm hatte. Er hat diese Familie die ganze Zeit unterstützt. Allerdings wusste das niemand und so ist Auguste schockiert, als sie erfährt, dass es jetzt einen Haufen Schulden gibt und sie nicht weiß, von was sie künftig leben sollen.

Das Buch erzählt eine sehr gelungene Geschichte über die Zeit um 1910 und die damalige Situation von Frauen. Sie waren als ledige Mütter geächtet, sie waren als Geschiedene geächtet und sie waren auch geächtet, wenn sie gar nichts dafür konnten... so wie Auguste, deren Mann heimlich eine zweite Familie hatte. Sie mussten irgendwie zusehen, dass sie über die Runden kommen. Und das ist ihnen schon sehr schwer gemacht worden. Genau das beschreibt das Buch sehr gut. Gleichzeitig zeigt es aber auch, wie starke Frauen mit Zusammenhalt doch einiges erreichen konnten. Das alles ist gut lesbar und nachvollziehbar und das einzig „fiese“ an dem Buch ist der Cliffhänger ganz zum Schluss. Und es dauert noch eine Weile, bevor man Teil Zwei lesen kann. Von mir gibt es jedenfalls eine absolute Leseempfehlung.

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