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Veröffentlicht am 12.03.2026

Reise zum Ich

The Journey. Die Reise meines Lebens
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Carina ist 29, lebt in Berlin, arbeitet in einem nicht so ganz interessanten Job und ist 10 Jahre in einer Beziehung. Doch innerhalb weniger Monate fällt alles auseinander. Ihr Lebensgefährte verlässt ...

Carina ist 29, lebt in Berlin, arbeitet in einem nicht so ganz interessanten Job und ist 10 Jahre in einer Beziehung. Doch innerhalb weniger Monate fällt alles auseinander. Ihr Lebensgefährte verlässt sie, sie wird plötzlich entlassen und ihr geplantes Buch wird nicht erscheinen können. Während sie anfangs schwer leidet, entscheidet sie sich, ihre Zelte in Berlin komplett abzubrechen und eine Reise anzutreten, um am Ende in Neuseeland ein Gästehaus zu eröffnen. Vorher allerdings gibt es verschiedene Reisestationen, wie Bangkok, Bali und Indien

Das Buch erzählt eine interessante und außergewöhnliche Lebensgeschichte. So radikal alles abzubrechen, machen wohl die wenigsten. Dabei ist einiges bei den Erlebnissen abenteuerlich, einiges auch etwas gefährlich, aber vor allem ist vieles total neu. Dass Carina sich darauf einlässt und einlassen kann, ist nicht selbstverständlich. Sie lernt verschiedene Leute kennen und wird ganz am Ende fast um ihren großen Traum betrogen. Doch immer wieder gibt es einen Neuanfang. Man kann aus dem Buch viel mitnehmen und auch viel lernen. Mir persönlich waren viele Sachen einfach zu esoterisch und die Menge der „Zufälle“ in der kurzen Zeit nicht immer glaubhaft. Ich kann mit dem esoterischen Teil nichts anfangen und kläre meine Probleme auf eine ganz andere Art. Aber das heißt nicht, dass Carinas oder meine Art besser oder schlechter ist. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihm hilft und was ihn weiterbringt. Mich hat das Lesen des Buches auf jeden Fall weitergebracht, weil ich viel Neues gelernt habe. Das Buch gibt auch Mut, dass man schwierige Zeiten überstehen und neue Wege gehen kann.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Nette Erinnerungen

Broiler, Wimpel, Westpaket
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Der Autor, geboren im Jahr 1961 und aufgewachsen in Ostberlin beschreibt in dem Buch in 55 kurzen oder etwas längeren Episoden quasi sein Leben bis zur Wende. Mindestens die Hälfte der Geschichten hätten ...

Der Autor, geboren im Jahr 1961 und aufgewachsen in Ostberlin beschreibt in dem Buch in 55 kurzen oder etwas längeren Episoden quasi sein Leben bis zur Wende. Mindestens die Hälfte der Geschichten hätten auch in Westberlin spielen können, denn mit Streichhölzern gespielt oder einen Fahrradunfall gehabt, hatten wohl Jungs auf beiden Seiten der Mauer.

Einige Sachen gab es natürlich ausschließlich in Ostberlin. Bei anderen waren die Westberliner (da besser ausgestatte) einfach früher dran oder hatten eher Zugang. Erkennen werden sich Leute, die ebenfalls um diese Zeit herumgeboren wurden.

Die Geschichten lassen sich gut lesen und wecken zumindest teilweise Erinnerungen und manchmal auch ein Schmunzeln. Insgesamt allerdings hinterlässt das Buch bei mir keinen sehr bleibenden Eindruck. Es sind nette Erinnerungen und es ist nett geschrieben, für mich allerdings eher ein Buch für mal so zwischendurch oder auf Reisen zu lesen. Kann man machen, muss man nicht unbedingt.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Durchgekämpft

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Kurz vor Ostern geht in Neapel nicht mehr wirklich viel. Jeder bereitet sich auf die verschiedenen Osterriten vor und Commissario Gaetano fährt zu seiner Familie auf das Weingut. Dort ist er allerdings ...

Kurz vor Ostern geht in Neapel nicht mehr wirklich viel. Jeder bereitet sich auf die verschiedenen Osterriten vor und Commissario Gaetano fährt zu seiner Familie auf das Weingut. Dort ist er allerdings nicht lange, denn seine Kollegin Beppa ruft ihn an, weil im Hafenbecken ein toter Mann gefunden wurde.Sie glaubt an einen Mord, Gaetano denkt an Selbstmord. Doch es wird nicht der einzige Tote bleiben..

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe. Schon bei dem ersten Teil war ich nicht wirklich glücklich, doch ich wollte der Reihe noch eine zweite Chance geben. Leider habe ich mich auch durch das zweite Buch regelrecht durchkämpfen müssen und konnte jederzeit mit dem Lesen aufhören, manchmal sogar mitten im Satz. Das bedeutet, dass mich das Buch nicht packen konnte. Am Anfang war ich vor allem genervt von dem Hin und Her zu Mord oder Selbstmord und dem eher uninspirierten Agieren der Polizei. Auch die sehr ausführlichen Beschreibungen der verschiedenen Osterbräuche waren zwar an sich interessant, für die Geschichte aber eher langatmig. Auch im weiteren Verlauf konnte ich es nicht fassen, dass man sozusagen einen „Polizeilehrling“ so oft allein ermitteln lässt und auch der Commissario selbst immer fröhlich allein loszieht ohne Rücksicht auf Verluste und Risiken. Auch wenn das Ende dann doch wenigstens noch einige Überraschungen bringt, konnte es in meinen Augen das Buch nicht retten, es kommt über unteren Durchschnitt für mich nicht hinaus und ich werde eher keine Fortsetzung lesen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Spannend

Im Sturm
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Liv und Lilly werden in das Dorf Skageby gerufen, um der dortigen Polizei zu helfen, einen Wochen zurückliegenden Mord aufzuklären. Erst sind die Kollegen nicht wirklich erfreut darüber, doch bald merken ...

Liv und Lilly werden in das Dorf Skageby gerufen, um der dortigen Polizei zu helfen, einen Wochen zurückliegenden Mord aufzuklären. Erst sind die Kollegen nicht wirklich erfreut darüber, doch bald merken sie, dass die Hilfe wirklich etwas bringt. Allerdings gibt es bald einen weiteren Mord und aufgrund eines starken Sturmes ist der Ort bald von der Außenwelt komplett abgeschnitten. In dieser Zeit passiert noch ein Mord und natürlich werden die Dorfbewohner langsam panisch.

Ich fand das Buch sehr spannend. Zum einen, weil aktuelle Wetterereignisse eine große Rolle spielen und es jederzeit auch einen anderen Ort zu treffen kann. Gleichzeitig war es interessant zu sehen, wie hilflos nicht nur die Menschen ohne Strom sind, sondern auch wie die Polizei eigentlich wieder zu komplett archivierten Methoden zurückgreifen muss, um wenigstens etwas ermitteln zu können. Es ist eigentlich doch erschreckend, wie abhängig die Menschen geworden sind. Auch die privaten Probleme, die einen relativ großen Raum einnehmen, sind gut beschrieben und obwohl ich sehr viel Privates in Krimis eigentlich nicht mag, hat es mir hier gut gefallen. Das Ende hat mich nur bei dem Motiv überrascht. Den Täter hatte ich tatsächlich in Verdacht. Wenn auch aus völlig anderen Gründen. Ein sehr guter zweiter Teil der Reihe und ich werde auch den nächsten Teil gern lesen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Die Erfindung der Halloren-Kugeln

Salz und Schokolade (Die Halloren-Saga 1)
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Halle an der Saale 1950. Die Schokoladenfabrik der Familie Mendel hat es sehr schwer. Noch ist sie nicht enteignet, hat aber kaum Material, um zu produzieren. Der Vater und Tochter Irene lassen sich alles ...

Halle an der Saale 1950. Die Schokoladenfabrik der Familie Mendel hat es sehr schwer. Noch ist sie nicht enteignet, hat aber kaum Material, um zu produzieren. Der Vater und Tochter Irene lassen sich alles mögliche einfallen, doch je länger dies dauert, desto größeren Repressalien sind sie von Seiten der neuen Machthaber in der DDR ausgesetzt. Irene soll einen Arzt heiraten, der aus einer reichen Familie stammt, um damit die Firma finanziell zu retten. Doch sie liebt Paul, der in der Saline arbeitet.

Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die damaligen Umstände in Halle sind gut geschildert und die Traditionen der Halloren und der Schokoladenfabrik gut beschrieben. Auch was die Enteignung angeht, waren es damals schwierige Zeiten. Vieles hat sich geändert und die Menschen waren oft noch nicht so weit. Allerdings kenne ich aus meiner eigenen Familie nicht, dass man ohne Parteibuch so extrem drangsaliert wurde. Hier wurde vieles in dem Buch etwas stark verdichtet. Auch mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich. Damit meine ich nicht die Erfindung der Halloren-Kugeln, die in der DDR wohl jeder kannte und schätzte. Ich meine damit das doch irgendwie etwas abrupte Ende des Buches. Alles in allem war es gut lesbar, hinterlässt bei mir aber keinen sehr bleibenden Eindruck.

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