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Veröffentlicht am 16.03.2026

Gemütlicher Krimi

Mord & Breakfast
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Melody lebt in London, als sie urplötzlich ihren Job verliert. Gleichzeitig bekommt sie die Information, dass ihre Tante Mabel in einem kleinen Dorf in Schottland verstorben ist und sie ihr die Pension ...

Melody lebt in London, als sie urplötzlich ihren Job verliert. Gleichzeitig bekommt sie die Information, dass ihre Tante Mabel in einem kleinen Dorf in Schottland verstorben ist und sie ihr die Pension dort vermacht hat. Melody dich schaut sich alles an, erfährt aber, dass sie die Pension und Geld nur erben wird, wenn sie die Pension weiterführt. Ihre Begeisterung hält sich in Grenzen, da sie das Geld aber braucht, übernimmt sie erstmal die Pension. Sie wundert sich allerdings sehr zeitnah, dass es sogar keinen Bewohner in dem Ort zu geben scheint, der über ihre Tante positiv denkt. Und so kommt ihr bald der Verdacht, dass ihre Tante vielleicht nicht an einem Unfall verstorben ist…

Das Buch wird als sommerlicher Cosy Crime in Schottland beworben. Und genau das ist es auch. Dem Genre gemäß ist es nicht allzu spannend und kommt eher gemütlich daher. Schottland wird sehr gut beschrieben, einige Bräuche, viel an Essen (ich verstehe nicht, wie man Haggis nicht mag!) und einige Eigenheiten werden gut vorgestellt und man bekommt richtig Lust, erstmals oder erneut nach Schottland zu fahren. Auch die Landschaft um das Dorf wird gut eingebaut.

Die Geschichte baut sich langsam auf und erst nach einer Weile wird klar, dass Melody mit ihrem Verdacht recht hat. Die Ermittlungen gehen ebenso gemächlich vorwärts und genauso kann man das Buch gut zwischenrein lesen und fühlt sich unterhalten. Das Ende war mir dann ein wenig zu schnell, da wurden auf wenigen Seiten so ziemlich alle Probleme gelöst und aufgeklärt. Da eine Fortsetzung geplant ist, wäre hier ein Cliffhanger möglich gewesen und es hätte sich nicht alles so gedrängt. Insgesamt kann ich allerdings eine Leseempfehlung aussprechen, das Buch ist unterhaltsam und liest sich flüssig. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Enttäuscht

Zorn – Die Akte Heinlein
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Schröder hat einen Dackel namens Dumbo und Zorn geht mit ihm nicht ganz freiwillig Gassi. Der Hund macht sich selbstständig und bringt eine abgetrennte Hand zurück. Schröder und Zorn ermitteln, doch der ...

Schröder hat einen Dackel namens Dumbo und Zorn geht mit ihm nicht ganz freiwillig Gassi. Der Hund macht sich selbstständig und bringt eine abgetrennte Hand zurück. Schröder und Zorn ermitteln, doch der Körper zu der Hand fehlt immer noch. Und so richtig vorwärts geht das Ganze auch nicht.

Ich mag die Bücher um Zorn und Schröder, doch der 15. Band hat mich eigentlich nur enttäuscht. Ich muss es so deutlich sagen, die Geschichte an sich war komplett spannungslos und das konnte das Ende dann auch nicht mehr retten. Die vielen Seiten der Fieberfantasien haben mich irgendwann extrem gelangweilt und ich habe sie tatsächlich quer gelesen. Mir fehlte das charmant Witzige in den Dialogen von Schröder und Zorn. Das Ende konnte mich überhaupt nicht überzeugen und ich gebe die zwei Punkte nur, weil ein Bonuspunkt für die Reihe dabei ist, mit dem ich hoffe, das nächste Buch wird besser.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Reise zum Ich

The Journey. Die Reise meines Lebens
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Carina ist 29, lebt in Berlin, arbeitet in einem nicht so ganz interessanten Job und ist 10 Jahre in einer Beziehung. Doch innerhalb weniger Monate fällt alles auseinander. Ihr Lebensgefährte verlässt ...

Carina ist 29, lebt in Berlin, arbeitet in einem nicht so ganz interessanten Job und ist 10 Jahre in einer Beziehung. Doch innerhalb weniger Monate fällt alles auseinander. Ihr Lebensgefährte verlässt sie, sie wird plötzlich entlassen und ihr geplantes Buch wird nicht erscheinen können. Während sie anfangs schwer leidet, entscheidet sie sich, ihre Zelte in Berlin komplett abzubrechen und eine Reise anzutreten, um am Ende in Neuseeland ein Gästehaus zu eröffnen. Vorher allerdings gibt es verschiedene Reisestationen, wie Bangkok, Bali und Indien

Das Buch erzählt eine interessante und außergewöhnliche Lebensgeschichte. So radikal alles abzubrechen, machen wohl die wenigsten. Dabei ist einiges bei den Erlebnissen abenteuerlich, einiges auch etwas gefährlich, aber vor allem ist vieles total neu. Dass Carina sich darauf einlässt und einlassen kann, ist nicht selbstverständlich. Sie lernt verschiedene Leute kennen und wird ganz am Ende fast um ihren großen Traum betrogen. Doch immer wieder gibt es einen Neuanfang. Man kann aus dem Buch viel mitnehmen und auch viel lernen. Mir persönlich waren viele Sachen einfach zu esoterisch und die Menge der „Zufälle“ in der kurzen Zeit nicht immer glaubhaft. Ich kann mit dem esoterischen Teil nichts anfangen und kläre meine Probleme auf eine ganz andere Art. Aber das heißt nicht, dass Carinas oder meine Art besser oder schlechter ist. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihm hilft und was ihn weiterbringt. Mich hat das Lesen des Buches auf jeden Fall weitergebracht, weil ich viel Neues gelernt habe. Das Buch gibt auch Mut, dass man schwierige Zeiten überstehen und neue Wege gehen kann.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Nette Erinnerungen

Broiler, Wimpel, Westpaket
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Der Autor, geboren im Jahr 1961 und aufgewachsen in Ostberlin beschreibt in dem Buch in 55 kurzen oder etwas längeren Episoden quasi sein Leben bis zur Wende. Mindestens die Hälfte der Geschichten hätten ...

Der Autor, geboren im Jahr 1961 und aufgewachsen in Ostberlin beschreibt in dem Buch in 55 kurzen oder etwas längeren Episoden quasi sein Leben bis zur Wende. Mindestens die Hälfte der Geschichten hätten auch in Westberlin spielen können, denn mit Streichhölzern gespielt oder einen Fahrradunfall gehabt, hatten wohl Jungs auf beiden Seiten der Mauer.

Einige Sachen gab es natürlich ausschließlich in Ostberlin. Bei anderen waren die Westberliner (da besser ausgestatte) einfach früher dran oder hatten eher Zugang. Erkennen werden sich Leute, die ebenfalls um diese Zeit herumgeboren wurden.

Die Geschichten lassen sich gut lesen und wecken zumindest teilweise Erinnerungen und manchmal auch ein Schmunzeln. Insgesamt allerdings hinterlässt das Buch bei mir keinen sehr bleibenden Eindruck. Es sind nette Erinnerungen und es ist nett geschrieben, für mich allerdings eher ein Buch für mal so zwischendurch oder auf Reisen zu lesen. Kann man machen, muss man nicht unbedingt.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Durchgekämpft

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Kurz vor Ostern geht in Neapel nicht mehr wirklich viel. Jeder bereitet sich auf die verschiedenen Osterriten vor und Commissario Gaetano fährt zu seiner Familie auf das Weingut. Dort ist er allerdings ...

Kurz vor Ostern geht in Neapel nicht mehr wirklich viel. Jeder bereitet sich auf die verschiedenen Osterriten vor und Commissario Gaetano fährt zu seiner Familie auf das Weingut. Dort ist er allerdings nicht lange, denn seine Kollegin Beppa ruft ihn an, weil im Hafenbecken ein toter Mann gefunden wurde.Sie glaubt an einen Mord, Gaetano denkt an Selbstmord. Doch es wird nicht der einzige Tote bleiben..

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe. Schon bei dem ersten Teil war ich nicht wirklich glücklich, doch ich wollte der Reihe noch eine zweite Chance geben. Leider habe ich mich auch durch das zweite Buch regelrecht durchkämpfen müssen und konnte jederzeit mit dem Lesen aufhören, manchmal sogar mitten im Satz. Das bedeutet, dass mich das Buch nicht packen konnte. Am Anfang war ich vor allem genervt von dem Hin und Her zu Mord oder Selbstmord und dem eher uninspirierten Agieren der Polizei. Auch die sehr ausführlichen Beschreibungen der verschiedenen Osterbräuche waren zwar an sich interessant, für die Geschichte aber eher langatmig. Auch im weiteren Verlauf konnte ich es nicht fassen, dass man sozusagen einen „Polizeilehrling“ so oft allein ermitteln lässt und auch der Commissario selbst immer fröhlich allein loszieht ohne Rücksicht auf Verluste und Risiken. Auch wenn das Ende dann doch wenigstens noch einige Überraschungen bringt, konnte es in meinen Augen das Buch nicht retten, es kommt über unteren Durchschnitt für mich nicht hinaus und ich werde eher keine Fortsetzung lesen.

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