"Ferrari ist kein Auto, das man kauft, Ferrari ist ein Versprechen, dem man sich verschreibt"
Meint jedenfalls der Autor dieses Prachtbandes. Um dann noch zu formulieren: "Ferrari ist einfach die heißeste Automarke der Welt." Mag sein, dass das manche so sehen. Auf jeden Fall ist so ein Auto eine ...
Meint jedenfalls der Autor dieses Prachtbandes. Um dann noch zu formulieren: "Ferrari ist einfach die heißeste Automarke der Welt." Mag sein, dass das manche so sehen. Auf jeden Fall ist so ein Auto eine Ansage und ein Statussymbol. In letzter Zeit hat die Marke etwas gelitten, den in der Formel 1 fehlen die Erfolge. Da nützt es auch nichts, wenn man Lewis Hamilton im feinen Zwirn vor einen straßentauglichen Ferrari platziert. Die Firma scheint irgendwie im Rennsport vom Wege abgekommen zu sein.
Dessen ungeachtet bleibt Ferrari natürlich eine heiße Marke. Hauptinhalt dieses Buches sind die sogenannten Meilensteine in der Entwicklung der Marke, also Modelle, die Ferrari im Laufe der Zeit erfolgreich im doch recht kleinen Marktsegment der Sportwagen platziert hat. Es beginnt mit dem ersten Auto, das Enzo Ferrari 1948 auf einer Autoshow vorstellte: Der 166 MM "begründete nicht nur den Autotyp …, sondern wird auch zur Basis für alle späteren Erfolge aus Maranello". Dieser Wagen wog knapp eine Tonne, besaß einen V12-Motor mit einer Leistung von 66 KW und erreichte eine Maximalgeschwindigkeit von 150 Km/h.
Das jüngste Modell ist der F80 von 2024, dessen Bezeichnung auf den 80. Geburtstag der Firma im Jahre 2027 hinweist. Er besitzt einen Twin-Turbo V6-Motor und zusätzlich vier Elektromotoren, die 883 KW auf die Straße bringen, eine Maximalgeschwindigkeit von 350 Km/h erreichen, wo das Auto in etwas mehr als zwei Sekunden von Null auf Hundert Km/h beschleunigen kann. Es wiegt anderthalb Tonnen.
In diesen Unterschieden sieht man eigentlich die ganze Entwicklung von Sportwagen. Ob sich Ferrari mit der Entwicklung rein elektrischer Modelle einen Gefallen tut, wird die Zukunft zeigen. Ich bezweifle das. Dieses Modell wird übrigens auch im Buch vorgestellt, ebenso wie viele andere aus der Zeit von 1948 bis 2024. Jedes Modell wird natürlich im besten Glanze abgelichtet vorgestellt und recht ausführlich beschrieben. Auf diese Weise erhält man einen hervorragenden Überblick.
Auf den letzten Seiten folgen dann Fotos mit prominenten Ferrari-Nutzern. Mancher soll der Legende nach sogar mit so einem Wagen zum Einkaufen gefahren sein. Ob das im heutigen Deutschland eine gute Idee ist, sollte man sich besser überlegen.
Das Buch jedenfalls ist für alle Ferrari-Fans ein Geschenk. Auf der einen Seite heizt es natürlich Emotionen an, was schon immer eine kluge Marketing-Strategie von Ferrari war, andererseits zeigen die einzelnen Modelle die erstaunliche technische Entwicklung über die Jahrzehnte. Und das Ferrari-Design war schon immer eine Augenweide. Italiener halt.
Das Buch ist keinesfalls nur eine englische Ausgabe, denn der englische Text wird danach immer ins Deutsche übersetzt.