Cover-Bild Die Fabrik
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Soziales
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 275
  • Ersterscheinung: 18.02.2026
  • ISBN: 9783835376014
Mooses Mentula

Die Fabrik

Roman
Stefan Moster (Übersetzer)

Zwei junge Menschen im Nachkriegsfinnland auf der Suche nach Gemeinschaft zwischen Trümmern und Aufbruch, Klassenunterschieden und Versöhnung.
Finnland in den 40er Jahren. Vilho und Elsas Träume sind bescheiden, aber nicht leicht zu erfüllen. Aus armen Verhältnissen stammend konnten sie keine höhere Schule besuchen, und Vilho kommt versehrt aus dem Krieg zurück. Er hat die linke Hand verloren, was ihn auch seelisch belastet: Er kann nicht mit eigenen Händen ein Haus bauen. Neben Rückblenden zu Vilhos und Elsas Herkunft sowie Vilhos Kriegserlebnissen erzählt der Roman davon, wie sich das junge Paar seine Zukunft aufbauen möchte: Vilho und Elsa ziehen in eine Stadt mit Papierfabrik, deren Schornstein als Symbol des Wohlstands, an dem alle teilhaben können, in den Himmel ragt. Vilho muss hart arbeiten, ist aufgrund seines Handicaps aber überfordert. Stolz, Trotz und Medikamentensucht ziehen ihn in eine Abwärtsspirale, aus der er nur mit Hilfe seiner Frau, seiner Tochter und seiner Kollegen herauskommt. Er findet Arbeit bei der Belegschaftszeitung und es geht allmählich aufwärts. Neue Konflikte mit der Werksleitung wie mit den Kollegen entstehen ...
»Die Fabrik« ist ein intensiver Roman über den Wiederaufbau Finnlands und den ungebrochenen Lebenswillen. Ein Roman, der unter die Haut geht.

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Wenn Hoffnung nach Papierstaub riecht

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Der Rauch der Papierfabrik hängt gefühlt noch in der Luft, während zwei Menschen versuchen, aus Schutt so etwas wie Zukunft zu basteln. Kein großes Pathos, keine Heldengeschichte. Stattdessen Schwielen, ...

Der Rauch der Papierfabrik hängt gefühlt noch in der Luft, während zwei Menschen versuchen, aus Schutt so etwas wie Zukunft zu basteln. Kein großes Pathos, keine Heldengeschichte. Stattdessen Schwielen, Müdigkeit und dieses leise Hoffen, das sich trotz allem nicht vertreiben lässt. Vilho kommt aus dem Krieg zurück, ohne linke Hand und ohne Plan. Schon beim Lesen zieht sich innerlich alles zusammen. Da steht einer, der einfach nur ein normales Leben will und merkt, dass selbst das verdammt kompliziert geworden ist.

Elsa hält dagegen. Ruhig, warm, hartnäckig. Zwischen den beiden knistert keine große Romanze, sondern etwas viel Ehrlicheres. Alltag, Streit, Sorge, Zusammenhalten. Genau das macht den Roman so stark. Die Fabrik wird zum Symbol für Aufbruch, aber auch für Druck. Schichten, Lärm, Erwartungen. Und mittendrin ein Mann, der sich selbst im Weg steht. Stolz, Schmerz und diese leise Abwärtsspirale. Man möchte ihm manchmal zurufen, reiß dich zusammen. Und merkt gleichzeitig, wie unfair das wäre.

Besonders hängen bleibt diese raue Ehrlichkeit. Kein schöner Wiederaufbau, sondern ein zähes Vorwärtskriechen. Kleine Siege fühlen sich riesig an. Ein neuer Job. Ein Moment Hoffnung. Ein Blick der zeigt, wir schaffen das vielleicht doch. Das Buch erzählt ruhig, aber es trifft tief. Kein lautes Drama, sondern ein stiller Schlag in die Magengrube. Und genau deshalb bleibt es lange im Kopf.

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