Ein Thriller, der den Namen auch verdient hat
In "Dark Slide" von Nils Osowski geht es um Luca und seine Mitbewohnerin Maja, die sich einer Internetgruppe angeschlossen haben, um einem Tierschänder auf die Spur zu kommen. Doch dann verschwindet ein ...
In "Dark Slide" von Nils Osowski geht es um Luca und seine Mitbewohnerin Maja, die sich einer Internetgruppe angeschlossen haben, um einem Tierschänder auf die Spur zu kommen. Doch dann verschwindet ein Mädchen dieser Gruppe spurlos und nur eine Reihe Polaroids könnten den Weg zum Täter aufzeigen.
Ganz ehrlich? Das Buch ist einfach nur wow. Es nur als "Thriller" zu betiteln, wäre irgendwie falsch. Horror und ein wenig Mytsery sind auch dabei und machen das Buch rund. Es lässt sich also schlecht in eine Schublade stecken - das beginnt schon mit dem Cover. Das Auge, das einen scheinbar ansieht und den Leser damit nicht loslässt.
Der Autor schafft es eine unheimliche Atmosphäre aufzubauen, die einen gefangen hält und nur so durch die Seiten fliegen lässt. Es ist allerdings auch Geduld gefragt, denn es wird nicht immer alles direkt offen gelegt, aber durch spätere Zeitsprünge, erfährt man viele Hintergründe zur richtigen Zeit, so dass es nicht langweilig wird. Oft gibt es auch überraschende Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Mit der Masse an Figuren musste ich selbst erst einmal zurecht kommen, aber es war noch im Rahmen, wobei es mir aber schwer fiel eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, was aber vielleicht sogar gewollt ist. Wovon es auch viel gibt ist Blut. Das ist bei einem Thema wie diesem auch völlig in Ordnung, aber nichts für ganz zart besaitete.
Für mich ist es kein Buch für zwischendurch, man muss sich drauf einlassen, dann aber findet man sich in dem doch düsteren Thriller wieder, der einen mit in die Abgründe der menschlichen Psyche nimmt. Ein Leseerlebnis der blutigeren Art.